Schwaikheim

Schock in Schwaikheim: Bürgermeister Gerhard Häuser ist tot

Gerhard Häuser
Gerhard Häuser. © Gabriel Habermann (Archiv)

Riesenschock und Entsetzen in Schwaikheim – und wohl nicht nur dort: Der langjährige Bürgermeister Gerhard Häuser hat sich am Mittwochvormittag das Leben genommen. Unter den ersten, die davon erfuhren, waren Bürgermeister aus dem Landkreis. Landrat Dr. Richard Sigel teilte ihnen die Todesnachricht bei einer Besprechung mit, die am Vormittag begonnen hatte, die aber nach Bekanntwerden der Nachricht sofort abgebrochen wurde.

Häuser, 57, war seit Anfang Mai krankgeschrieben, seine Krankmeldung war jüngst um vier Wochen verlängert worden. Häuser hatte damals in einer Pressemitteilung als Grund für seinen vorübergehenden Rückzug „mentale Überbelastung“ genannt. Es sei ihm gerade im Sinne einer zügigen Genesung ein wichtiges Anliegen, daraus kein Tabu zu machen, so Häuser seinerzeit. Sein Arzt habe ihm dringend geraten, sich in eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme zu begeben. Warnhinweise seines Körpers seien nicht länger zu überhören gewesen. Mit seiner Pressemitteilung wolle er möglichen Gerüchten und Spekulationen zu seiner Erkrankung bereits im Vorfeld entgegentreten.

Kurz vor Ablauf seiner ersten Krankmeldung ging von ihm eine weitere im Rathaus ein, befristet bis 11. Juli. Häuser hat sich in dieser Zeit nicht mehr öffentlich zu Wort gemeldet, ist auch nicht mehr öffentlich aufgetreten. Es gab auch wohl keinen Kontakt zu den Mitarbeitern im Rathaus, so dass diese auf Nachfrage nichts zu seinem aktuellen Gesundheitszustand sagen konnten.

Auf die Hiobsnachricht hin beriet am Mittwoch der Ältestenrat im Rathaus, im Anschluss informierte der stellvertretende Bürgermeister Alexander Bauer die Rathausmitarbeiter und die Gemeinderäte. Bauer wird vorläufig die Amtsgeschäfte weiterführen. Die Gemeinde wird am Rathaus Trauerbeflaggung hissen und ein Kondolenzbuch auslegen. 

Gerhard Häuser war 1994 erstmals zum Schwaikheimer Bürgermeister gewählt worden. Bei den Wahlen 2002, 2010 und 2018 wurde er jeweils im Amt bestätigt. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei (erwachsene) Töchter.

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