Schwaikheim

Schwaikheim: Hausarzt Frank Röder über viele Infekte und Ärger mit der EDV

Ärzteversorgung
Frank Röder in seinem Sprechzimmer. © ALEXANDRA PALMIZI

Egal ob Grippe, Corona oder nur eine Erkältung: So ziemlich jeder dürfte über die Weihnachtstage jemanden am Esstisch gehabt haben (oder eben nicht), der sich nicht fit gefühlt hat. Vor allem Infekte haben momentan Hochsaison, berichtet Frank Röder, der die internistische Hausarztpraxis an der Bahnhofstraße 60 in Schwaikheim führt.

„Die Influenza läuft sich gerade ein. Wir haben einen ganzen Haufen von Infekten, vor allem der oberen Atemwege“, erzählt der Arzt aus seinem momentanen Alltag. Das liegt zum einen am Wetter, das im Winter eben so ist, wie es ist, sagt der Arzt. „Jetzt, wo wir beim Thema Corona gerechtfertigterweise wieder freier sind, nehmen die Infekte zu. Die letzten zwei Jahre waren sehr ruhig, was die Grippe angeht“, berichtet Röder. Mit der Aufhebung der Maskenpflicht, Veranstaltungen ohne Zuschauerbegrenzung und vielen Kontakten im Alltag tun sich die Viren leichter.

Die Patienten gehen mit Corona inzwischen deutlich lockerer um

Trotzdem spielt im Praxisalltag natürlich auch das Coronavirus noch eine Rolle, wenngleich eine deutlich untergeordnetere als noch vor Monaten. „Es gibt noch Fälle. Diese sind allerdings deutlich milder als zu Beginn der Pandemie. Ich musste seit Ewigkeiten keinen Corona-Infizierten mehr ins Krankenhaus schicken“, sagt Röder.

Und: Die Patienten gehen inzwischen deutlich lockerer mit Corona um. Auch das hat der Arzt festgestellt. Corona-Infizierte kommen mittlerweile eher in die Praxis. Teilweise gar ohne Mund-Nasen-Schutzmaske. Das Team um Frank Röder muss dann daran erinnern, dass diese mindestens bei einer Infektion getragen werden sollte.

Mit EDV-Themen muss sich das Ärzteteam täglich „herumärgern“

Mit solchen und ähnlichen Themen hat Frank Röder sich jedoch schon seit jeher auseinandergesetzt. Gewissermaßen gehören sie schon immer zum Alltag eines Arztes.

Viel mehr ärgert Röder sich über andere Dinge, die in erster Linie gar nicht zu seinem Beruf gehören. Die IT. „Infekte sind schon immer da. EDV-Themen im Alltag sind sehr viel unangenehmer“, sagt Röder. Schließlich sei er in erster Linie Arzt. „Trotzdem müssen wir uns damit täglich herumärgern“, schimpft er.

Konkret nennt er ein Beispiel, das kommende Woche in Kraft tritt: Ab dem 1. Januar 2023 müssen gesetzlich Krankenversicherte den „gelben Schein“ im Krankheitsfall nicht mehr beim Arbeitgeber und der Versicherung einreichen. Das soll fortan alles elektronisch geschehen. Zumindest in der Theorie. „Wir haben einen Konnektor. Dadurch sollen die Daten direkt zur Krankenversicherung gehen, der Arbeitgeber kann sie dann dort abrufen“, erklärt der Arzt. Bisher funktioniert diese Vorgehensweise jedoch nur stellenweise. Röder erzählt, dass kein Tag vergeht, an dem das System nicht in die Knie geht. „Das hält im Alltag einfach unglaublich auf. Es ist nervig und beschäftigt einen. Wir sind schließlich keine ITler“, ärgert er sich. Glücklicherweise gehen die Patienten damit sehr locker um, bekommen jedoch auch nicht jedes Problem mit.

Frank Röder hat gemeinsam mit seinem Team also gut zu tun, wenn auch nicht immer in seinem Kerngebiet. Nach wie vor impft er auch noch gegen Corona und die Grippe. Eigens hat er dafür auch Impftage am Wochenende durchgeführt. „Wir haben etwa 20 bis 30 Corona-Impfungen pro Woche und auch die Grippe-Impfung ist bisher vernünftig gelaufen“, nennt er Zahlen.

Langweilig wird ihm also auch im kommenden Jahr nicht, wenn er am 2. Januar aus dem Urlaub kommt. „Ganz gewiss nicht“, antwortet Röder. Auch eine weitere Praxis hätte nach Einschätzung des Fachmannes in Schwaikheim genug zu tun.

Egal ob Grippe, Corona oder nur eine Erkältung: So ziemlich jeder dürfte über die Weihnachtstage jemanden am Esstisch gehabt haben (oder eben nicht), der sich nicht fit gefühlt hat. Vor allem Infekte haben momentan Hochsaison, berichtet Frank Röder, der die internistische Hausarztpraxis an der Bahnhofstraße 60 in Schwaikheim führt.

„Die Influenza läuft sich gerade ein. Wir haben einen ganzen Haufen von Infekten, vor allem der oberen Atemwege“, erzählt der Arzt aus seinem momentanen

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