Schwaikheim

Schwaikheim: Neuer Schulhof der Ludwig-Uhland-Schule deutlich teurer als geplant - warum?

Neubau L-U-Schule
FREIANLAGEN LUDWIG - UHLAND - GEMEINSCHAFTSSCHULE © Medienwerkstatt

Die Ludwig-Uhland-Gemeinschaftsschule bekommt einen Neubau mit einer Mensa sowie weiteren Klassen- und Fachräumen. Diese Erweiterung bringt eine Verkleinerung des Pausenhofs mit sich. Das Landschaftsarchitekturbüro Eurich und Gula aus Wendlingen hat die Pläne dazu der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei kam heraus: Der Umbau wird deutlich teurer als gedacht.

Beton auf Schulhöfen laut Architekt der beste Untergrund

Ursprünglich ging man von rund 165 000 Euro aus (netto), nun soll es knapp 300 000 Euro kosten. Wie kommt diese Steigerung zustande? „Wir haben nichts vergessen und auch keine Fehler in unseren Planungen gemacht“, beteuerte Tobias Gula im Gemeinderat. Während der Arbeiten am Neubau seien einige Flächen des Schulhofes in Mitleidenschaft gezogen worden. „Die müssen wir wieder richten und verkehrssicher machen. Manche Flächen können wir erhalten und somit auch wieder Kosten einsparen“, erläuterte der Landschaftsarchitekt. Auch Entwässerungsleitungen müsse man sanieren und neu anschließen, was erst bei einer Kamerabefahrung der Leitungen ersichtlich geworden sei.

Gula empfiehlt, Flächen, die nicht zwingend befestigt sein müssen, zu entsiegeln. „Das schafft einen Mehrwert für Schüler und Lehrer.“ Für einen Teil des Schulhofs könne man außerdem Beton-Drain-Pflaster verwenden. „Das ist etwas günstiger und Wasser kann darin versickern.“ Grundsätzlich sei es aber so, dass Beton für Schulhöfe der beste Untergrund sei. „Darauf können Kinder nahezu alles machen.“ Außerdem komme dabei die Sicherheit nicht zu kurz, wenn beispielsweise die Feuerwehr anrücken müsse.

Im seitlichen Bereich plant der Landschaftsarchitekt mit einer Verdunstungsmulde. „Damit wollen wir die Dachfläche der Schule entwässern“, so Gula. Man habe nur mit dem Nötigsten geplant. „Keine Spielgeräte, kein Schnickschnack“, versicherte er.

SPD-Gemeinderat Alexander Bauer hakte zum Punkt Sicherheit auf dem Schulhof nach. „Wie sieht es mit der Einsehbarkeit des Geländes aus, wenn man mit einem Streifenwagen vorbeifährt? Es gibt dort immer wieder Probleme.“ Gula versicherte, dass man dieses Thema ausführlich mit der Schulleitung besprochen habe. „Es sind immer wieder Leute dort, die man da eigentlich nicht haben will. Mit der Beleuchtung können wir versuchen, den Schulhof in der Nacht besser auszuleuchten. Ganz kriegt man diese Leute dort aber nicht weg.“

Verdunstungsmulde ohne Zaun eine Gefahr für die Schüler?

SPD-Rat Heiko Jung wollte wissen, ob die Fläche für die Feuerwehr unbedingt asphaltiert sein müsse, oder ob man an dieser Stelle beispielsweise auch mit Rasengitter arbeiten könne. „Solche Zufahrten planen wir normalerweise immer mit Rasengittern. Da bin ich sofort dabei. Auf einem Schulhof ist so ein Untergrund allerdings eine Stolperfalle“, so Gula.

CDU-Rat Wolfgang Rauscher fragte zur Verdunstungsmulde nach: „Wie muss ich mir das vorstellen? Und wie sieht es da mit der Verkehrssicherheit aus?“ Gula erklärte, die maximale Einstauhöhe liege bei 25 Zentimetern. „Die Mulde ist also sehr flach und schlägt nur bei Starkregen an. Man kann sie umzäunen, wir planen allerdings mit einer Pflanzenmischung ringsrum. In einem Kindergarten hätte ich hier ein Problem mit der Sicherheit. Für die Ludwig-Uhland-Gemeinschaftsschule halte ich die Gefahr allerdings für sehr gering, dass hier etwas passiert.“

Die Ludwig-Uhland-Gemeinschaftsschule bekommt einen Neubau mit einer Mensa sowie weiteren Klassen- und Fachräumen. Diese Erweiterung bringt eine Verkleinerung des Pausenhofs mit sich. Das Landschaftsarchitekturbüro Eurich und Gula aus Wendlingen hat die Pläne dazu der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei kam heraus: Der Umbau wird deutlich teurer als gedacht.

Beton auf Schulhöfen laut Architekt der beste Untergrund

Ursprünglich ging man von rund 165 000 Euro aus (netto), nun

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