Schwaikheim

Schwaikheim: Warentauschtag soll Sperrmüll vermeiden

Warentauschtag
Warentauschtag in der Gemeindehalle. © Schneider

Der Natur- und Umweltschutzverein veranstaltet am Samstag, 24. September, seinen 62. Warentauschtag in der Gemeindehalle. Annahme von gebrauchsfähigen und sauberen Gegenständen ist von 9 bis 11.30 Uhr, Ende um 12 Uhr.

Möbel, Ski, elektrische und elektronische Geräte werden nicht angenommen beziehungsweise an der Eingangskontrolle zurückgewiesen. Kleidung, Bettzeug (keine Matratzen) und Ähnliches für die Ukrainehilfe Domdai können bei der Aufsicht abgegeben werden. Tauschtag bedeutet nicht, dass nur derjenige etwas mitnehmen darf, der auch etwas gebracht hat. Wer also einfach nur kommt, um etwas mitzunehmen, dass er/sie noch nutzen kann, ist ebenso willkommen.

Der Schwaikheimer Warentauschtag, zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, hat in den vergangenen beiden Jahren wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Einen Neustart gab es in diesem Jahr im Mai, aber es war eher ein Versuch, misslungen, wie Heidi Faul, die Organisatorin, auf Nachfrage einräumt. Der ehemaligen Lehrerin an der einheimischen Schule und einstigen Gemeinderätin geht es nach überstandener Krankheit wieder deutlich besser, was sich auch darin zeigt, dass sie erneut die Verantwortung für diese Veranstaltung übernommen hat.

Im Mai war die Resonanz enttäuschend

Ja, die Resonanz auf den Frühjahrs-Warentauschtag sei enttäuschend gewesen. „Wir hatten ja gedacht, nachdem das zwei Jahre ausgefallen war, dass die Keller voll sein müssen und deshalb befürchtet, dass die Leute uns überrennen werden. Das war aber überhaupt nicht so, im Gegenteil, es kam weniger als noch vor Corona.“

Sie hatte extra zwei Container bestellt, um das, was am Ende übrig bleiben wird, zu entsorgen. Aber es wurde nur einer kaum bis zur Hälfte voll. Heidi Faul glaubt, eine Erklärung für den Rückschlag zu haben. Die Ankündigung sei zu kurzfristig gewesen. Viele Leute hätten ihr im Nachhinein erzählt, dass sie den Termin gar nicht mitbekommen haben. Vor allem bei Auswärtigen, von denen normalerweise viele nach Schwaikheim kommen, sei das so gewesen. Sie hat für Samstag deshalb wie sonst auch nur einen Container bestellt.

Weitere Helfer für den Abbau sind willkommen

Wie sieht es mit den Helfern aus, hat sie da vorgesorgt, falls es doch zu einem „Run“ kommt, mehr „bestellt“? Sie muss lachen: Das gehe gar nicht, die, die zur Verfügung stehen, seien eh im Einsatz. Man brauche ja welche vor allem beim Aufbau zwischen 8 und 9 Uhr und am Schluss zwischen 12 und 13 Uhr für den Abbau, für das Leeren der Tische, das Einräumen des Übriggebliebenen in den Container. Vor allem für die Arbeiten am Ende seien weitere Helfer willkommen. Dieses Mal sei der Termin früher bekanntgemacht worden und habe sich im Flecken auch schnell, von Mund zu Mund, herumgesprochen.

Die Miete für den Container bezahlt die Abfallwirtschaftsgesellschaft

Dazu, wie's funktioniert, betont Heidi Faul, dass es keinen „Tausch“ brauche. „Man kann so viel mitnehmen, was man noch brauchen kann, wie man will, und auch, was man will.“ Der dahinterstehende Gedanke sei, Sperrmüll zu vermeiden. Deshalb bezahle die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises die Miete für den Container, weil der Warentauschtag ihr letztlich Entsorgungskosten spare. Die Gemeinde stellt die Halle zur Verfügung.

In deren Foyer findet die Eingangskontrolle statt. Auf den Tischen, wo das Hergebrachte abgestellt wird, stehen beschriftete Ständer, um das Ganze vorzusortieren, „halt a bissle Ordnung zu schaffen“, so Heidi Faul. Die Ukraine-Hilfe Domdai bekommt eine Extraecke zur Verfügung gestellt, weil viele Leute, die etwas bringen, diese direkt ansteuern, sie und nur sie also unterstützen wollen.

Keine Fahrräder, keine Skier, um den Börsen nicht in die Quere zu kommen

Auch Altkleider, -schuhe und Sportsachen sind übrigens beim Warentauschtag willkommen. Mit zwei Ausnahmen: Fahrräder und Skier. Die werden nicht angenommen. Der Natur- und Umweltschutzverein wolle mit dem Warentauschtag da nicht den Gebrauchtartikelbörsen des Radsportvereins und der Skizunft in die Quere kommen, erklärt Heidi Faul.

Der Natur- und Umweltschutzverein veranstaltet am Samstag, 24. September, seinen 62. Warentauschtag in der Gemeindehalle. Annahme von gebrauchsfähigen und sauberen Gegenständen ist von 9 bis 11.30 Uhr, Ende um 12 Uhr.

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Möbel, Ski, elektrische und elektronische Geräte werden nicht angenommen beziehungsweise an der Eingangskontrolle zurückgewiesen. Kleidung, Bettzeug (keine Matratzen) und Ähnliches für die Ukrainehilfe Domdai können bei der Aufsicht abgegeben werden. Tauschtag

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