Schwaikheim

Schwaikheim: Junge Mutter an Krebs gestorben - rührende Spendenaktion für Sohn

Luisa
Die Schwaikheimerin Luisa (†) mit ihrem Sohn. © Privat

Sie hat es nicht geschafft. Luisa aus Schwaikheim ist an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Sie wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt ein Kind. Nun zeigt sich ein überwältigender Zusammenhalt in dieser schweren Zeit. Bei einer Spendenaktion sind bereits mehr als 21.000 Euro zusammengekommen - für ihren Sohn.

Mit gerade einmal 31 Jahren hat Luisa eine schwere Diagnose erhalten: Darmkrebs. Schnell haben die Ärzte mit einer Chemotherapie begonnen. Im März dieses Jahres stand schließlich eine Operation an. Als Luisa sich in den Tagen danach immer seltener bei ihrer Familie und bei Bekannten gemeldet hat, hatten diese bereits eine Vorahnung, die schließlich auch von Ärzten bestätigt wurde: Luisa hat nicht mehr lange zu leben.

Auch Kameraden aus der Feuerwehr haben an sie gedacht

Kameraden der Schwaikheimer Feuerwehr haben noch im Mai mit einer Plakataktion an sie gedacht. Und tatsächlich: Luisa hat alle Kräfte gebündelt und es nach Tagen im künstlichen Koma noch einmal nach Hause geschafft, in ihre geliebten eigenen vier Wände. Doch leider verblieb ihr nicht mehr allzu viel Lebenszeit.

Das Geld soll Luisas Sohn zugutekommen

Luisa hinterlässt einen 5-jährigen Sohn. Für diesen haben ihre Freundinnen Larissa Klemm und Daniela Blöchle eine Spendenaktion im Internet initiiert, da die Schwaikheimerin alleinerziehend war. „Wir möchten dem Kind etwas Gutes tun für die Zukunft. Zum Beispiel für den Führerschein oder das Studium“, erzählt Larissa Klemm am Telefon. Über die Plattform „Gofundme“ rufen sie zu Spenden auf, unter dem Titel „Der Tod klopfte an der Tür von Mama Luisa“. In einem bewegenden Text haben die beiden die Hintergründe der Aktion geschildert.

Über 600 Personen haben bereits gespendet

Die Resonanz darauf ist überwältigend: In den sozialen Medien wird der Aufruf geteilt, verbreitet sich rasend schnell. Mittlerweile sind 21.265 Euro (Stand 28. September, 8.30 Uhr) zusammengekommen, über 600 Personen haben gespendet. Manche haben sich mit Spenden in Höhe von mehreren Hundert Euro beteiligt. „Damit hätten wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt Larissa Klemm. „Die Anteilnahme von so vielen Leuten ist der Wahnsinn“, freut sie sich. Auch durch die Feuerwehr, die wie eine große Familie sei, hat sich der Aufruf verbreitet, das Mitgefühl sei nach wie vor riesig. Als Spendenziel wurden anfangs 20.000 Euro festgelegt, schließlich konnte nicht abgeschätzt werden, wie viel Geld tatsächlich gespendet wird. Nun ist dieses zwar bereits überschritten, trotzdem sind Spenden weiterhin möglich, unter folgendem Link: https://gofund.me/cb9fb472.

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