Urbach

30. Remstäler Töpfermarkt: Das ist am Wochenende in Urbach geboten

UrbachToepfermarkt
Hans Winkler organisiert den Töpfermarkt schon zum 30. Mal. © Gaby Schneider

Zwischen 10 000 und 15 000 Besucher, so schätzt Hans Winkler, kamen in den vergangenen Jahren zum Remstäler Töpfermarkt. Wie viele Menschen dieses Jahr in Urbach vorbeischauen werden, das ist für den Organisator schwer einschätzbar. Erstens gelten bei der Veranstaltung an diesem Wochenende die 3G-Regeln und zweitens findet der Markt traditionell im Frühjahr statt, musste coronabedingt aber in den Herbst verlegt werden. Diesen Samstag und Sonntag wird sich also zeigen, ob die Besucher dem Markt treu bleiben – oder ihn vielleicht das erste Mal für sich entdecken.

Geboten ist viel. Während beim ersten Remstäler Töpfermarkt 1991 nur 30 Aussteller zugegen waren, sind es dieses Jahr stolze 85 Töpfer und Kunsthandwerker. Vier von ihnen waren schon beim allerersten Mal dabei, zwei Aussteller kamen durchgängig jedes Jahr. Die Töpfer kommen nicht nur aus verschiedenen deutschen Regionen, sondern auch aus anderen europäischen Ländern. Dieses Jahr sind zum Beispiel Künstler aus Polen und Ungarn dabei. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt auf vielfältigen keramischen Arbeiten, die ausschließlich in den Werkstätten der Töpfer in handwerklicher Arbeitsweise hergestellt wurden. Aber auch Kunsthandwerker aus anderen Themenbereichen, wie Goldschmiede, Holzwerkstätten und Textildesigner, werden anwesend sein.

Beim vierten Versuch klappt's

Eigentlich hätte der Jubiläumsmarkt im Frühjahr 2020 stattfinden sollen, wurde dann aber erst auf den Herbst 2020, später auf das Frühjahr 2021 und schlussendlich auf dieses Wochenende verlegt. Unter Einbehaltung der 3G-Regeln dürfen die Töpfer und ihre Gäste beim vierten Versuch nun endlich wieder am Urbacher Schloss zusammenkommen. Damit niemand enttäuscht wieder von dannen ziehen muss, wird es ein Testangebot des DRK geben.

„Das ist alles Neuland für uns“, sagt Hans Winkler. Seit Beginn der Corona-Pandemie sei die Lage für Veranstalter und Aussteller chaotisch gewesen. Viele der Aussteller hatten sich schon zum ersten Termin angemeldet, an dem der Markt hätte stattfinden sollen. Da der Jubiläumsmarkt nun im Herbst stattfindet, steht er in Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen. „Eine Ausstellerin hat mir geschrieben, dass sie am Wochenende zu fünf Märkten hätte gehen können.“ Ein solches Luxusproblem hatten die Künstler allerdings wohl schon lange nicht mehr.

Schwierige Situation für Künstler

„Am Anfang herrschte totale Panik“, erinnert sich Hans Winkler an die Situation bei den Kunsthandwerkern zu Beginn der Pandemie. „Das sind meistens Leute, die nicht gerade zu den Spitzenverdienern gezählt werden können. Sie sind unter der Woche in ihrer Werkstatt und am Wochenende auf Märkten. Wenn ein paar wegfallen, wird die Luft dünn.“ Die finanzielle Unterstützung der Regierung sei zwar angekommen, allerdings habe das teils eine Weile gedauert. Die Beantragung der ersten Hilfspakete sei noch vergleichsweise einfach abgelaufen, danach sei mehr Bürokratie im Spiel gewesen. „Und es gab durchaus auch welche, die Grundsicherung beantragen mussten“, weiß Hans Winkler. Nun sei die Lage für die Aussteller wieder besser.

Und auch die Besucherinnen und Besucher werden sich sicher freuen, dass sie am Wochenende wieder über den Töpfermarkt schlendern können. Am Samstag wird der Markt um 10 Uhr durch die Bürgermeisterin Martina Fehrlen eröffnet werden. Am Sonntag beginnt die Veranstaltung um 11 Uhr. Der Markt schließt an beiden Tagen um 18 Uhr. Am Markt-Sonntag wird ein Shuttle-Service die Gäste von der Ortsmitte kostenlos in Marktnähe und wieder zurück transportieren.

Eingeschränktes Gastro-Angebot

Aufgrund der geltenden Corona-Regeln wird es in diesem Jahr auf dem Markt nur ein eingeschränktes kulinarisches Angebot geben. Das Kindertöpfern wird diesmal auch ausfallen. Überall, wo der Mindestabstand nicht dauerhaft eingehalten werden kann, besteht, wie auch in geschlossenen Räumen, Maskenpflicht.

Zwischen 10 000 und 15 000 Besucher, so schätzt Hans Winkler, kamen in den vergangenen Jahren zum Remstäler Töpfermarkt. Wie viele Menschen dieses Jahr in Urbach vorbeischauen werden, das ist für den Organisator schwer einschätzbar. Erstens gelten bei der Veranstaltung an diesem Wochenende die 3G-Regeln und zweitens findet der Markt traditionell im Frühjahr statt, musste coronabedingt aber in den Herbst verlegt werden. Diesen Samstag und Sonntag wird sich also zeigen, ob die Besucher dem

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