Urbach

Der Holzhirsch bleibt stehen

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Ein stattlicher Hirsch aus Holz steht seit dem Vorabend des 1. Mai mitten in Urbach. © Privat

Urbach. Es war eine Überraschung, die in Urbach viele erfreut hat: Am Vorabend des 1. Mai stellten die Stammtisch-Kumpels „Hahna Cumpana“ einen großen, aus Holz selbst gezimmerten Hirsch auf das leere Hirsch-Areal. Dort soll die Tierfigur nun auch bleiben, mindestens bis nach der Gartenschau.

Die Reaktionen auf den Hirsch waren durchweg positiv – und das spricht für sich, weil es doch meistens jemand gibt, der was zu meckern hat. Zumindest öffentlich schweigen die Meckerer, dafür bekommen die „Hahna Cumpana“ viel Lob für ihre Aktion. „Der ist genial!“ oder „sehr schön“, sind zwei Urteile von vielen zum Artikel unserer Zeitung über den Hirsch auf Facebook. „Tolle Aktion und so viel besser als der leere leblose Platz“, schreibt eine Kommentatorin. „Der darf gerne länger bleiben.“

Fehrlen: "Ich finde es eine sehr gelungene Aktion"

Dieser Ruf aus der Bevölkerung wird nun erhört. „Wir werden den Hirsch stehen lassen und hoffen, dass er so lange wie möglich hält“, sagt Bürgermeisterin Martina Fehrlen. „Ich finde es eine sehr gelungene Aktion.“ Es freue sie, dass nun doch noch ein so schönes Projekt aus der Bürgerschaft heraus für das Hirsch-Areal entstanden ist.

Das Hirsch-Areal zwischen Ortsdurchfahrt und Rathaus war Ende 2018 abgerissen worden. Was langfristig aus der freigewordenen Fläche wird, ist noch offen. Für die Zwischenzeit, in die die Remstal-Gartenschau fällt, gab es verschiedene Ideen, angefangen bei einem Bürgergarten über eine riesige Holzspirale bis zu einer Boule-Bahn. Eine Idee, vorgeschlagen von den Grünen im Gemeinderat, war tatsächlich eine Hirschskulptur. Aus verschiedenen Gründen wurden alle Ideen verworfen, der Gemeinderat einigte sich schließlich auf einen Rollrasen mit Gartenschau-Leitvögeln und Bienen aus Holz.

Der Rollrasen soll übrigens, sofern das Wetter mitspielt, bis zum Start der Gartenschau am kommenden Wochenende verlegt sein. Dazu muss rund um den Hirsch, der selbst auf einem Rollrasenhügel steht, noch Erde aufgeschüttet werden.

Für den Holzhirsch gilt "Betreten verboten!"

Bei den für das Hirsch-Areal eingereichten Bürgerprojekten sei leider nichts dabei gewesen, was sich finanziell habe realisieren lassen oder in Sachen Vandalismus zu verantworten gewesen wäre, sagt Bürgermeisterin Martina Fehrlen. Für den Hügel mit dem Holzhirsch gelte selbstverständlich „Betreten verboten!“ Man werde aber keinen Zaun darum herumziehen. Der Bauzaun, der derzeit noch die Schotterfläche des Hirsch-Areals einrahmt, soll weg. „Wir bitten die Bevölkerung, den Hirsch vor Vandalismus und anderen Beschädigungen zu bewahren“, sagt Fehrlen. Die Erbauer gehen davon aus, dass er so stabil ist, dass er mindestens bis zum Herbst gut hält.