Urbach

Eine Fuchsfamilie hat die „Urbacher Mitte II“ bezogen

fuchs
Symbolbild. © rolfes/djv

Völlig ungeniert und fast ohne Scheu hat man dieser Tage eine Füchsin mit drei Welpen auf einem gerade etwas verwilderten Baugrundstück in der „Urbacher Mitte II“ in der Nähe des Urbachs herumtollen sehen. Dies zeugt davon, dass die Fähe, so heißt die Fuchs-Mama in der Fachsprache, an Menschen gewöhnt ist.

Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die „Fuchs-Plage“ vor einigen Jahren erinnern, der einigen Hennen, Haus- und Stalltieren in Urbach das Leben kostete und dem Fundamt im Urbacher Rathaus tütenvoll einzelne Schuhe bescherte, die irgendwo im Ort vermutlich von Füchsen verstreut wurden.

Inzwischen hatte sich die Population durch die Fuchskrankheit „Räude“ wieder auf ein Normalmaß reduziert, so dass in den letzten Monaten kaum noch Füchse in der Öffentlichkeit in Erscheinung traten beziehungsweise Haustiere gerissen wurden.

Keine Probleme für die Menschen durch die Füchse zu erwarten

Dieses neuerliche Auftreten der Fuchsfamilie im Ort ist an sich zunächst einmal auch kein großes Problem. Die Tollwut ist in Deutschland ausgerottet und auch der oft zitierte Fuchsbandwurm kann kaum gefährlich werden, wenn man ihn nicht über irgendwelche Früchte oder Gemüse zufällig zu sich nimmt. Gegenüber Menschen verhalten sich die Tiere in der Regel auch nicht aggressiv, wenn man die Jungen in Ruhe lässt.

Insofern besteht also keine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und somit auch kein Grund, die Tiere zu bejagen, zumal sie ohnehin wegen der gesetzlich geltenden Schonzeit derzeit nicht bejagt oder eingefangen werden dürfen. Dies wäre in der bebauten Ortslage ohnehin nicht so einfach.

Deshalb gilt im Zusammenhang mit den Füchsen und auch anderen Wildtieren wie Mardern oder Waschbären folgendes:

  • Schützen Sie Ihre Haustiere wie Geflügel, Kaninchen, Stallhasen oder Meerschweinchen besonders durch besondere Zäune oder Käfige, sofern Sie sie im Freien halten.
  • Lassen Sie Ihre Hunde im Ortsgebiet von Urbach nicht frei laufen (ist ohnehin verboten!). Hier besteht Ansteckungsgefahr mit der „Räude“.
  • Waschen Sie Früchte und Gemüse aus dem eigenen Garten, die mit Fuchskot in Berührung gekommen sein könnten, besonders intensiv.
  • Lassen Sie die Tiere in Ruhe, wenn sie sich nicht gerade in Ihrem Garten oder Anwesen befinden.
  • Und vor allem: Füttern Sie die Tiere nicht, auch wenn sie noch so possierlich sind. Lassen Sie auch kein Hunde- oder Katzenfutter im Freien, zum Beispiel auf der Veranda oder im Garten stehen und vermeiden sie Speisereste auf offenen Komposthaufen. Dies lockt die Tiere an.