Urbach

Glücklicher Zufall verhindert weiteren Großbrand auf dem Wellingshof

Wellingshof Brand
Das Bauernhaus auf dem Wellingshof brannte komplett nieder und ist nicht mehr bewohnbar. © Benjamin Büttner

Es waren zwei lange Tage für die Urbacher Feuerwehr und die Wellingshof-Anwohner: Am Montagabend fing ein Bauernhaus auf dem Hof Feuer und brannte rasend schnell komplett aus, ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbarhäuser konnte nur knapp vermieden werden. Die Brandwache der Feuerwehr dauerte bis zum Morgen an, und auch über den Dienstag hinweg war der Urbacher Kommandant Michael Hurlebaus immer wieder vor Ort. Am späten Dienstagnachmittag ging dann gleich der nächste Alarm ein.

Feuerwehr konnte zweiten Brand schnell unter Kontrolle bringen

Während das alte Bauernhaus abbrannte, war in der Nacht wohl ein Funke in eine benachbarte Halle hinübergeweht, in der laut Michael Hurlebaus unter anderem Heu gelagert war. „Wenn man das nicht erkannt hätte, hätte das richtig gezündet“, sagt er. Dass auf dem Wellingshof kein weiterer Großbrand entfachte, war wohl hauptsächlich einem Zufall zu verdanken: „Von der Decke in acht Metern Höhe ist ein Stück Glut heruntergefallen“, sagt Michael Hurlebaus. „Jemand, der zufällig reingelaufen ist, hat das entdeckt.“ Die Person merkte, dass etwas nicht in Ordnung war und alarmierte die Feuerwehr, die den zweiten Brand glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen konnte.

Während des Ereignisses war allerdings ein Mieter, so beschreibt es Michael Hurlebaus, in der Halle ungesichert hochgeklettert, um sich die Lage im Dachstuhl anzusehen. „Er meinte wohl, er kann helfen“, so der Feuerwehrkommandant. „Ich dachte eher, er stürzt ab, weil er da oben frei herumgekrabbelt ist.“ Es habe Augenblicke gegeben, in denen er dachte, der Mieter schaffe es nicht mehr lebend hinunter.

Glücklicherweise hatte alles ein gutes Ende, und der Mann trug keinen Schaden davon. Die Feuerwehr kontrollierte nach dem zweiten Brand alle Gebäude auf dem Wellingshof auf Sicht. Am gleichen Gebäude weiter vorne, berichtet Michael Hurlebaus, sei es später am Dienstag noch einmal warm geworden, gekokelt habe aber nichts. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab es dann keine weiteren Vorfälle, der Einsatz der Feuerwehr ist beendet.

Die Mieterin wollte wohl mit einem Gasbrenner Unkraut vernichten

Ein definitives Ermittlungsergebnis zur Brandursache des ersten Brandes liegt noch nicht vor, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen gab uns aber schon vorläufig Auskunft: „Es geht in die Richtung, dass die Mieterin des Hauses kurz zuvor mit einem Gasbrenner Unkraut vernichten wollte und eventuell dabei den Brand verursacht hat.“ Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 400 000 Euro, der zweite Brand fügt dieser Nummer noch einmal weitere 20 000 Euro hinzu.

„Wir sind dran, der betroffenen Person zu helfen“, sagte Achim Grockenberger vom Haupt- und Kulturamt und Leiter des Servicebüros der Gemeinde Urbach zu dem Vorfall. „Aber wir machen keine Schnellschüsse, sondern gehen das strukturell an.“ Die 68-jährige Bewohnerin des heruntergebrannten Hauses sei inzwischen bei Nachbarn auf dem Wellingshof untergekommen. Sie verlor in dem Brand ihr gesamtes Hab und Gut, nur ihr Berner Sennenhund „Ronny“ ist ihr geblieben. Möbel und sonstige Haushaltsutensilien fehlen im Moment noch komplett.

Es wird keine offizielle Spendenaktion geben

Von Seiten der Gemeinde wird es keine offizielle Spendenaktion geben. Hilfswillige sollen bitte warten, bis im Urbacher Mitteilungsblatt eine Liste mit den Sachen, die die Betroffene benötigt, veröffentlicht wird. Es bringe laut Achim Grockenberger nichts, die Frau nun mit Altkleidern oder Sperrmüll zu überhäufen. Wer mit Sach- oder Geldspenden einen Beitrag leisten will, möge sich an den Sohn der Dame wenden. Weitere Kontaktdaten finden sich diese Woche im Urbacher Mitteilungsblatt, die Liste folgt voraussichtlich nächste Woche.

Es waren zwei lange Tage für die Urbacher Feuerwehr und die Wellingshof-Anwohner: Am Montagabend fing ein Bauernhaus auf dem Hof Feuer und brannte rasend schnell komplett aus, ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbarhäuser konnte nur knapp vermieden werden. Die Brandwache der Feuerwehr dauerte bis zum Morgen an, und auch über den Dienstag hinweg war der Urbacher Kommandant Michael Hurlebaus immer wieder vor Ort. Am späten Dienstagnachmittag ging dann gleich der nächste Alarm

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