Urbach

Marodes Feuerwehr-Gerätehaus in Urbach: Sanierung oder Neubau bei Auerbachhalle?

Feuerwehrgerätehaus
Das bestehende Gebäude der Urbacher Feuerwehr ist sanierungsbedürftig, die Lage nicht optimal © ALEXANDRA PALMIZI

Die Liste an Defiziten im bestehenden Gerätehaus der Urbacher Feuerwehr ist lang. So gibt es etwa keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen, kein Verwaltungsbüro, keine Brandmeldeanlage, das Gebäude ist ungedämmt und die Parksituation beengt. Dass hier Handlungsbedarf besteht, daran gibt es keinerlei Zweifel.

Ein gemeinsamer Neubau mit Plüderhausen ist vom Tisch

Wo die Urbacher Feuerwehr in Zukunft untergebracht wird, steht indes noch nicht fest. Vor zwei Jahren stand kurzzeitig die Idee eines Gemeinschaftsbaus mit Plüderhausen im Raum. Denn auch dort ist das Gerätehaus in die Jahre gekommen. Dem erteilten aber zunächst die Kommandanten und dann auch die Kommunalpolitiker eine Absage.

Nun hat die Gemeinde prüfen lassen, ob eine Sanierung am bestehenden Standort in der Mühlstraße möglich und sinnvoll wäre. Das Architekturbüro Brecht aus Welzheim, erstellte dazu eine Machbarkeitsstudie. Das Büro hat eine breite Expertise in diesem Bereich und unter anderem das neue Gerätehaus in Kaisersbach entworfen.

Studie mit Kostenschätzung vorgelegt

In der Studie hat es nun eine detaillierte Kostenschätzung vorgelegt. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde dem Technischen Ausschuss auch gezeigt, was konkret getan werden müsste.

Das ernüchternde Ergebnis: Die Ertüchtigung, der Umbau und die Erweiterung des Gebäudes würden rund 2,9 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde könnte dabei mit Zuschüssen in Höhe von 135 000 Euro für den Umbau sowie weiteren Zuschüsse für die energetischen Maßnahmen an der Gebäudehülle rechnen.

Ein Betrag, der dem Technischen Ausschuss, dem die Machbarkeitsstudie jüngst präsentiert wurde, deutlich zu viel ist. Am Ende der Diskussion im Gremium teilte auch die Verwaltung diese Ansicht. Der Standort in der Mühlstraße sei immer ein Kompromiss gewesen, sagt Bürgermeisterin Martina Fehrlen. Es gebe dort zu wenig Parkplätze, die Ein- und Ausfahrsituation sei nicht optimal. Nachteile, die auch mit einer Sanierung nicht behoben werden könnten. Dass eine Sanierung zudem so teuer sei, damit habe die Verwaltung nicht gerechnet. Mehr noch: „Wir waren schockiert über die hohen Kosten“, so Fehrlen.

Wo in Urbach ein Neubau denkbar wäre

Im Technischen Ausschuss wurde deshalb der Wunsch geäußert, nun auch einen möglichen Neubau mit einer Machbarkeitsstudie zu prüfen. Die Verwaltung wurde dazu aufgefordert, sich Gedanken zu machen, wo ein solcher Neubau umsetzbar wäre. In der Vergangenheit hatte Fehrlen die Schraienwiesen ins Spiel gebracht. Dort ist ein Industriegebiet geplant, aber noch nicht beschlossen.

Einen möglichen Alternativstandort brachte nun SPD-Gemeinderat Jürgen Schlotz in die Diskussion: nämlich die Festwiese hinter der Auerbachhalle.

Welche Vorteile das Areal hätte

Eine Idee, die sich laut der Bürgermeisterin auch die Verwaltung vorstellen könnte. Das knapp 3800 Quadratmeter große Grundstück hat nämlich gleich zwei Vorteile: Es wird selten genutzt und ist in Gemeindebesitz. Denkbar wäre aus Fehrlens Sicht auch, dass dort dann der Neubau des Rotkreuz-Gebäudes hinkommen könnte. Denn auch das DRK-Haus in der Hohenackerstraße ist sanierungsbedürftig und muss bald ertüchtigt werden.

Außerdem könnte die Gemeinde dann die Grundstücke, auf denen sich die Gebäude jetzt befinden, verkaufen. „Beide sind im Wohngebiet und wertvolle Grundstücke. Dadurch könnten wir einen Teil der Kosten refinanzieren“, so Fehrlen. Allerdings wären bei dem Standort Parkverbote in der Konrad-Hornschuch-Straße notwendig, um bei Einsätzen die Durchfahrt der Feuerwehr sicherzustellen.

Gemeinderat muss noch entscheiden, ob der Standort untersucht wird

Noch gibt es für diese Idee aber keine Details und keine Kostenberechnung. Und noch ist der Wunsch für einen Neubau auch nur eine Empfehlung des Technischen Ausschusses. Über eine mögliche Machbarkeitsstudie müsste erst noch der Gemeinderat entscheiden.

Dem Gremium will die Verwaltung das nun zeitnah vorschlagen. Erst mit konkreten Kosten könne schließlich seriös über Sanierung oder Neubau diskutiert werden. „Wir brauchen die Machbarkeitsstudie, um ein Gefühl für die Preise zu bekommen“, sagt Bürgermeisterin Martina Fehrlen. Denn eines sei klar: „Wir müssen die Kosten im Blick behalten.“

Die Liste an Defiziten im bestehenden Gerätehaus der Urbacher Feuerwehr ist lang. So gibt es etwa keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen, kein Verwaltungsbüro, keine Brandmeldeanlage, das Gebäude ist ungedämmt und die Parksituation beengt. Dass hier Handlungsbedarf besteht, daran gibt es keinerlei Zweifel.

Ein gemeinsamer Neubau mit Plüderhausen ist vom Tisch

Wo die Urbacher Feuerwehr in Zukunft untergebracht wird, steht indes noch nicht fest. Vor zwei Jahren stand

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