Urbach

Neue Ortsschilder und ein auferstandener Jesus: Urbacher sind mal wieder zu Scherzen aufgelegt

1 mai scherz Oberurbach
Dieses neue Ortsschild dürfte am Wochenende einige überrascht haben - haben sich doch Unter- und Oberurbach schon vor mehreren Jahrzehnten zu einer Ortschaft vereint. © Benjamin Büttner

Am Wochenende sind in Urbach zwei neue Ortsschilder aufgetaucht. „Oberurbach“ ist auf ihnen zu lesen, darunter „Rems-Murr-Kreis“, wie sich das für ein hiesiges Ortsschild eben gehört. Eines von ihnen steht an der Ecke Mühlstraße/Gartenstraße, das andere befindet sich auf der anderen Straßenseite des regulären Ortsschilds aus dem Banrain kommend in Richtung Ortsmitte.

„Das Schild ist längst überfällig“, lautet ein Facebook-Kommentar unter dem Foto von einem der neuen Ortsschilder in einer Urbach-Gruppe. „Endlich wieder alles beim Alten“, liest sich ein anderer Kommentar, gefolgt von lachenden Smileys. Andere fragen sich, ob das Schild auch am richtigen Ort, der alten Grenze zwischen Ober- und Unterurbach, platziert ist, und mehrere Nutzer wollen wissen, wo denn bitte das Pendant für Unterurbach sei.

Separatisten oder etwa eine spontane Spaltung der Gemeinde?

Auch in der Facebook-Gruppe der Plüderhäuser Nachbarn wurde ein Foto des neuen Ortsschilds gepostet, zusammen mit den Worten „in unserem Nachbarort gehen komische Sachen vor sich ... seit wann steht da ein neues Ortsschild?“ Soweit er wisse, vereinigten sich Ober- und Unterurbach in den 70er Jahren doch zu Urbach - „oder habe ich was verpasst?“ Ein Nutzer scherzt, dass da in der Nachbargemeinde vielleicht Separatisten am Werk waren.

Was es mit den Schildern auf sich hat, darauf gibt der Aufstellungszeitpunkt einen guten Hinweis. Sie tauchten in der Nacht auf den ersten Mai auf und reihen sich damit in die lange Reihe der Urbacher Maischerze ein, bei denen die Bewohner des Ortes schon öfters kreativ geworden sind.

Hirsch und Hollywood

So stellte die Gruppe „Hahna Cumpana“ zum Beispiel am Vorabend des 1. Mai 2019 eine Hirschfigur auf dem ehemaligen Hirsch-Areal an der Ortsdurchfahrt auf, die sich in der Folge großer Beliebtheit im Ort erfreute. Der Hirschkopf wurde letztendlich für einen wohltätigen Zweck versteigert. Ein Aprilscherz war dagegen der große Urbach-Schriftzug oberhalb des Bergrutsches, der der Gemeinde 2018 einen Hauch von Hollywood verlieh. Er verschwand nach ein paar Wochen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wieder, wohl weil eine Anzeige vorlag und es Naturschutz-Beschwerden gab.

Auch dieses Jahr gab es noch weitere Scherze. So ließ zum Beispiel jemand die Jesus-Statue, die Anfang dieses Jahres auf einer Sitzbank an der Rems gefunden wurde, wieder auferstehen. Bei ihrem Fund stellte sich damals zunächst die Frage, ob sie wertvoll sein könnte, letztendlich landete sie aber als Fundsache im Rathaus. Nun hat sie wieder ihren Weg an die Rems gefunden und ist dort Teil eines großen Kreuzes geworden.

Die Oberurbach-Schilder werden wohl nicht so lange bestehen bleiben dürfen wie der Hirsch seinerzeit. „Das lassen wir noch ein bisschen stehen, dann machen wir es weg“, gibt Achim Grockenberger vom Urbacher Ordnungsamt Auskunft. Den Separatismus könne die Verwaltung schließlich nicht dulden, scherzt er. Wer die Schilder aufgestellt hat, ist ihm nicht bekannt, aber die Neckereien zwischen den ehemaligen Ober- und Unterurbachern gebe es eben. Insgesamt sei der 1. Mai ruhig verlaufen, in anderen Jahren sei schon mehr los gewesen.

Am Wochenende sind in Urbach zwei neue Ortsschilder aufgetaucht. „Oberurbach“ ist auf ihnen zu lesen, darunter „Rems-Murr-Kreis“, wie sich das für ein hiesiges Ortsschild eben gehört. Eines von ihnen steht an der Ecke Mühlstraße/Gartenstraße, das andere befindet sich auf der anderen Straßenseite des regulären Ortsschilds aus dem Banrain kommend in Richtung Ortsmitte.

„Das Schild ist längst überfällig“, lautet ein Facebook-Kommentar unter dem Foto von einem der neuen Ortsschilder in

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