Urbach

Ukraine-Krise: Kommen bald Geflüchtete im Hotel zur Mühle in Urbach unter?

Hotel zur Mühle
Noch hat der Kreis das Hotel nicht gekauft. Gespräche laufen aber. © ALEXANDRA PALMIZI

Der Landkreis steht aktuell vor einer großen Herausforderung. Wegen des Kriegs in der Ukraine müssen nach wie vor viele Menschen ihr Heimatland verlassen und flüchten unter anderem nach Deutschland. Auch aus vielen anderen Ländern gibt es nach wie vor Asylbewerber. Um alle Hilfesuchenden unterzubekommen, reichen die aktuellen Kapazitäten nicht aus. Könnte das Urbacher Hotel zur Mühle nun bald als neue Unterkunft dienen? Und was würde das für den geplanten Neubau für Geflüchtete und Obdachlose im Neumühleweg 31 und 33 bedeuten?

Bei einer Diskussion über den Neubau im Technischen Ausschuss fragte der SPD-Gemeinderat Jürgen Schlotz die Verwaltung auch, ob an den Gerüchten, dass der Kreis das Hotel zur Mühle im Neumühleweg 32 kaufen will, etwas dran sei. Bürgermeisterin Martina Fehrlen hielt sich zunächst bedeckt und auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Detlef Holzwarth meinte: „Es wird viel gesprochen, aber wir wissen es nicht.“

Landkreis: Hotels sind eine gute Option

Auf Nachfrage unserer Zeitung gibt die Pressestelle des Landratsamts die folgende Auskunft: „Das Hotel in Urbach steht zum Verkauf und ist dem Landkreis angeboten worden.“ Ehemalige Hotels seien schon durch ihre Aufteilung in einzelne Zimmer eine geeignete Option. Aktuell prüfe der Landkreis eine Nutzung des Hotel zur Mühle als Flüchtlingsunterkunft. „Als Reaktion auf die Ukraine-Krise werden vom Kreis bereits zwei ehemalige Hotels als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Die Unterbringung funktioniert an diesen Standorten bisher sehr gut“, so die Pressesprecherin. „Derzeit ist aber noch nicht absehbar, ob der Kreis einen Ankauf des Hotels in Urbach zum Zweck der Flüchtlingsunterbringung finalisieren kann und wird.“

Klar ist aber: Der Landkreis ist mit Hochdruck auf der Suche nach geeigneten Unterkünften, um weitere Notunterkünfte zu verhindern und die bestehenden möglichst schnell wieder aus der Nutzung nehmen zu können. „Dies geschieht immer im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden“, so das Landratsamt.

Was würde mit dem Projekt im Neumühleweg 31 und 33 passieren?

„Uns ist bekannt, dass das Hotel zur Mühle zum Verkauf steht“, sagt die Bürgermeisterin Martina Fehrlen auf Nachfrage. Die Gemeinde sei in die Verhandlungen des Landkreises aber nicht involviert. „Sofern der Landkreis das Hotel zur Mühle kaufen sollte, würden wir dem Gemeinderat vorschlagen, gegenüber im Neumühleweg 31 und 33 keine Unterkunft, sondern ein Gebäude mit Sozialwohnungen zu errichten“, so die Bürgermeisterin. „Hierfür würden wir entsprechende Fördermittel beantragen und den Bebauungsplan ändern. Die Wohnungen würden für Personen mit Wohnberechtigungsschein unter dem normalen Mietniveau zur Verfügung gestellt werden.“

Der Landkreis steht aktuell vor einer großen Herausforderung. Wegen des Kriegs in der Ukraine müssen nach wie vor viele Menschen ihr Heimatland verlassen und flüchten unter anderem nach Deutschland. Auch aus vielen anderen Ländern gibt es nach wie vor Asylbewerber. Um alle Hilfesuchenden unterzubekommen, reichen die aktuellen Kapazitäten nicht aus. Könnte das Urbacher Hotel zur Mühle nun bald als neue Unterkunft dienen? Und was würde das für den geplanten Neubau für Geflüchtete und

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