Urbach

Warum der Chef der Urbacher Firma Dungs Wasserstoff für die einzige Chance hält, die Wirtschaft klimaneutral zu machen

Wasserstoff
Gruppenbild mit Klimahoffnung Wasserstoff: Ing. Dr. Michael Severin, Firmenchef Karl Dungs und MdB Dr. Stefan Kaufmann. © ALEXANDRA PALMIZI

Hier, so hat man beim Besuch im Labor der Urbacher Firma Dungs den Eindruck, hier wird unsere Zukunft gestaltet. Und das mit Selbstbewusstsein und erfinderischem Enthusiasmus, der Hoffnung machen könnte, was die notwendige Vermeidung des weltweiten Ausstoßes von CO2 (Kohlenstoffdioxid) als Klimakiller Nummer 1 betrifft.

„Wir sehen es als große Zukunftschance, dass wir Wasserstoff einsetzen können“, erklärt Firmenchef Karl Dungs zu diesem Energieträger, ein Gas, dessen Verbrennung kein CO2 frei setzt. „Alle werden bis 2050 ihre Klimaneutralität nachweisen müssen. Wasserstoff ist die einzige Chance, uns in die Nähe dazu zu bringen. Wir könnten es, wenn wir wollen!“

Diese Botschaft scheint nun auch in der Bundesregierung angekommen zu sein. Im Juni 2020 hat sie mit dem Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann einen im Forschungsministerium angesiedelten Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ ernannt.

Wasserstoffstrategie: Transfer von Forschung in die Praxis stärken

Nach, so war zu lesen, „langem Kompetenzgerangel“ wurde dazu eine milliardenschwere nationale Wasserstoffstrategie beschlossen mit sieben Milliarden Euro für den „Markthochlauf von Wasserstofftechnologien in Deutschland“ und zwei Milliarden Euro für den „Aufbau internationaler Partnerschaften“. Sozusagen Projektmanager dieses Vorhabens ist der 50-jährige Stefan Kaufmann. Und der soll nun, wie die zuständige Ministerin Anja Karliczek (CDU) sagte, „den Transfer von Forschung in die Praxis stärken, damit aus guten Ideen erfolgreiche Innovationen werden.“

Und genau das, Innovationen, sind das Kerngeschäft der Urbacher Traditionsfirma Dungs, die weltweit führend Technologien für „sichere und saubere Verbrennung von Gas“ anbietet, darunter seit längerem auch Wasserstoff. Grund genug, weshalb Karl Dungs nun Stefan Kaufmann eingeladen hatte, um ihm das Interesse seiner Firma an der Wasserstoffstrategie der Politik zu signalisieren und dem Regierungsbeauftragten die Entwicklung der Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs in seinem Unternehmen vorzustellen.

„Wir warten auf den Wasserstoff“, erklärte der Firmenchef, und ergänzte: „Hier sitzt die Kompetenz! Wir bieten an, als Wärme oder Leistung, etwa bei Turbinen, sicher Wasserstoff zur Verwendung zu bringen.“ Dazu müsse allerdings auch ein ausreichendes Wasserstoffnetz aufgebaut werden. „Darauf setzt unsere ganze Branche, dass dieser sekundäre Brennstoff in großer Menge zur Verfügung steht.“ Grüner Wasserstoff soll umweltfreundlich (durch Wasser-Elektrolyse) mit Wind- und Sonnenenergie erzeugt werden. Die intensive Nutzung von grünem Wasserstoff, so hat die Politik erkannt, sei von zentraler Bedeutung für Klimaschutz, aber auch für den Erhalt der Industrie in Deutschland.

„Wasserstoffrepublik Deutschland“

Deshalb wurde im Juni auch der Startschuss für einen Ideenwettbewerb „Wasserstoffrepublik Deutschland“ gegeben. Daran zeigte sich auch Karl Dungs interessiert, ob sich Ideen-Pools bilden könnten und „man sich zusammentut“. Und er hob vor seinem Gast hervor, wie schnell sich die Industrie an klimapolitische Erfordernisse anpasse, „wenn man ihr nichts Bestimmtes vorschreibt“.

Und der Innovationsbeauftragte war – auch unter seiner Maske erkennbar – sichtlich beeindruckt vom Elan des Teams bei Dungs und sprach „vom Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft“, an dem viele Firmen in der Region beteiligt sind: „Als Bindeglied zwischen Erzeugung und Anwendung. Hier findet ein Stück Zukunft statt.“

Hier, so hat man beim Besuch im Labor der Urbacher Firma Dungs den Eindruck, hier wird unsere Zukunft gestaltet. Und das mit Selbstbewusstsein und erfinderischem Enthusiasmus, der Hoffnung machen könnte, was die notwendige Vermeidung des weltweiten Ausstoßes von CO2 (Kohlenstoffdioxid) als Klimakiller Nummer 1 betrifft.

„Wir sehen es als große Zukunftschance, dass wir Wasserstoff einsetzen können“, erklärt Firmenchef Karl Dungs zu diesem Energieträger, ein Gas, dessen Verbrennung kein

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper