Waiblingen

Ärger über Hundekotbeutel und volle Mülleimer - wie oft wird geleert?

Mülleimer Schellingstraße
Das Foto vom überquellenden Mülleimer an der Bushaltestelle Schellingstraße hat uns Leser Heinz Vollmer geschickt. © Heinz Vollmer

Ein voller Abfalleimer - und oben drauf Plastikbeutel mit Hundekot. Ein Anblick, der Leser Heinz Vollmer an der Bushaltestelle Schellingstraße so ärgerte, dass er unserer Redaktion ein Foto geschickt hat. Dazu schrieb er: „Da macht es Spaß, auf der Bank eine Pause zu machen oder den Busfahrplan zu lesen. Die Stadt sollte sich schnellstens eine Lösung für die 'Hundegänger' einfallen lassen. Diese Verlagerung der Hundehinterlassenschaften vom Grünstreifen in den Papierkorb ist einfach unzumutbar.“

Der Frust mit dem Hundekot ist natürlich nichts Neues: Immer wieder ärgern sich Fußgänger über Haufen, die die Halter der Tiere nicht ordnungsgemäß eingesackt haben. Unverständlich für viele auch, wenn die Exkremente zwar in einen Plastikbeutel gepackt werden, dieser dann aber am Wegrand, an einem Baum oder in einer Grünfläche liegt. Im Fall der fotografierten Bushaltestelle liegen die Hundekot-Tüten immerhin auf dem Eimer. Innen scheint kein Platz mehr zu sein.

Problemmeldungen dieser Art kommen bei der Stadtverwaltung „immer wieder“ an, bestätigt Christian Friebe. Auf die Frage, wie oft an den Bushaltestellen die Abfallbehälter geleert werden, sagt der stellvertretende Leiter des städtischen Betriebshofs, „je nach Frequentierung der Haltestelle“ werde zwischen ein- und fünfmal pro Woche geleert. Fünfmal, „also praktisch täglich“, geschieht das beispielsweise am Alten Postplatz, so Friebe. Man habe auch „Problem-Eimer“ identifiziert. Bei diesen versuche der Betriebshof, noch häufiger zu leeren.

Friebe sagt aber auch, die Eimer seien nicht allein aufgrund des normalen Abfalls von Buspassagieren und Passanten so voll: „Das Problem ist, dass viele ihren Hausmüll dort entsorgen, wofür die Eimer natürlich nicht vorgesehen sind.“

Erst Anfang Oktober hatte die Stadtverwaltung im Amtsblatt Hundehalter um mehr Rücksicht gebeten. Hundekot müsse „unverzüglich“ beseitigt werden. Andernfalls droht ein Bußgeld von bis zu 500 Euro. Außerdem erinnerte die Stadt mit Verweis auf Polizeiverordnung, dass Hunde in „im Zusammenhang bebauten Ortsteilen“ auf öffentlichen Straßen und Gehwegen an der Leine zu führen sind. In Grünanlagen, darunter Talaue und Erleninsel, dürfen Hunde nicht unangeleint herumlaufen – ausgenommen sind Blindenhunde.

Ein voller Abfalleimer - und oben drauf Plastikbeutel mit Hundekot. Ein Anblick, der Leser Heinz Vollmer an der Bushaltestelle Schellingstraße so ärgerte, dass er unserer Redaktion ein Foto geschickt hat. Dazu schrieb er: „Da macht es Spaß, auf der Bank eine Pause zu machen oder den Busfahrplan zu lesen. Die Stadt sollte sich schnellstens eine Lösung für die 'Hundegänger' einfallen lassen. Diese Verlagerung der Hundehinterlassenschaften vom Grünstreifen in den Papierkorb ist einfach

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