Waiblingen

2G in Sportstätten: So ergeht es Clever-fit, Active Garden, Armare und VfL in Waiblingen

High Five
Oliver Zeitvogel bietet beim VfL das Trainingsprogramm High Five an. © Benjamin Büttner

Mit der Alarmstufe, die von diesem Mittwoch an gilt, ist Ungeimpften der Zutritt zu Sportstätten verwehrt. Laut Corona-Verordnung des Landes dürfen nicht immunisierte Personen lediglich im Freien und mit einem negativen PCR-Testergebnis Sport betreiben, nicht aber in Innenräumen.

Wenn auch die meisten Mitglieder geimpft sind, macht sich die Regel unter den Betreibern bemerkbar. In der bisher geltenden Warnstufe war das Sporteln Ungeimpften nach Vorlage eines negativen PCR-Tests erlaubt. Zwischen fünf bis zehn Prozent der Mitglieder würden ein solches Testergebnis vorlegen, gibt das Team des Fitnessstudios Clever fit in Waiblingen Auskunft. Die meisten seien demnach geimpft. „Anhand der Stoßzeiten merken wir, dass das Fitnessstudio weniger besucht ist als zuvor“, so die Mitarbeiter des Studios. Mit einem Einbruch der Besucherzahlen rechnet das Fitnessstudio demnach nicht. "Da es wenige Mitglieder gibt, die mit einem PCR-Test ins Studio kommen, würden wir sagen, es wird sich nicht arg viel an der Situation im Fitnessstudio ändern, wenn es zu der 2G-Regelung kommen sollte. Wir hoffen natürlich, dass sich die Lage verbessert. So dass auch alle Mitglieder wieder trainieren und etwas für sich und ihre Gesundheit tun können“, so das Clever-fit-Team.

Active Garden: Die meisten sind geimpft

Auch Alexander Hille, Leiter des Active Garden in Waiblingen, rechnet mit keinen Einbrüchen mit Einführung der Alarmstufe. „Die meisten sind geimpft“, sagt er. Ganz selten hätte mal jemand einen negativen PCR-Test vorgelegt, wenn er zum Klettern in die Ninja-Warrior-Halle käme. „Ich gehe davon aus, dass das den Betroffenen einfach zu teuer ist“, meint er. Den Impfausweis zeigen Tageskunden oder Mitglieder direkt beim Eintritt. Ebenso erfolgt ein Check-in über die Buchungssoftware, so dass sämtliche Daten erfasst sind. Letzteres sei schon immer so, erklärt Hille.

Armare: Deutlich weniger Mitglieder

Dagegen macht sich im Kampfsport-Verein Armare die Corona-Krise mit all ihren Einschränkungen deutlich bemerkbar. Der Verein bietet Taekwondo, Tae Bo, Selbstverteidigung, Yoga und Fitnesstraining an. „Es gibt Mitglieder, die nicht geimpft sind und deshalb am Betrieb nicht teilnehmen können“, weiß die Zweite Vorsitzende Ana Trapp. Es seien einmal rund 340 Mitglieder gewesen, im Moment sind es lediglich 290, so Trapp. Über den Sommer sei der Verein gerade dabei gewesen, sich von dem deutlichen Mitglieder-Rückgang zu erholen, bevor nun die nächste Einschränkung kommt.

Dass man etwas tun müsse, um das Pandemiegeschehen einzudämmen, daran bestehe kein Zweifel. Im Frühjahr, als die Teilnahme nur mit einem aktuellen Antigen-Schnelltest möglich war, haben geschulte Ehrenamtliche im Verein Mitglieder getestet. Der Verein Armare würde es begrüßen, wenn dies wieder möglich wäre.

Dass bisher in der Warnstufe jemand mit einem negativen PCR-Test-Ergebnis als Voraussetzung erschienen sei, habe sie nicht mitbekommen. Dafür seien diese auch zu teuer. Kinder bis 17 Jahren sind von der Regel durch die Tests an den Schulen ausgenommen. „Es betrifft lediglich die Erwachsenen“, so Ana Trapp. Weshalb es auch schon die eine oder andere Kündigung gegeben hätte.

High Five beim VfL: Mitgliederzahl steigt

Keinen Rückgang, sondern einen Anstieg der Mitglieder verzeichnet Oliver Zeitvogel, der im Mai beim VfL sein spezielles Trainingsprogramm High Five etabliert hat. Bei dem Training geht es darum, Muskeln, Beweglichkeit, Koordination, Herz-Kreislauf und mentale Power gleichzeitig zu trainieren, wobei den Sportlern neben Krafttraining an Geräten viele weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, darunter etwa auch ein Kletterparcours. Die Mehrheit seiner Sportler seien 50 Jahre und älter. „Alle, die kommen, sind geimpft“, sagt er. Kündigungen habe es keine gegeben.

Mit der Alarmstufe, die von diesem Mittwoch an gilt, ist Ungeimpften der Zutritt zu Sportstätten verwehrt. Laut Corona-Verordnung des Landes dürfen nicht immunisierte Personen lediglich im Freien und mit einem negativen PCR-Testergebnis Sport betreiben, nicht aber in Innenräumen.

Wenn auch die meisten Mitglieder geimpft sind, macht sich die Regel unter den Betreibern bemerkbar. In der bisher geltenden Warnstufe war das Sporteln Ungeimpften nach Vorlage eines negativen PCR-Tests

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