Waiblingen

Alexander Vetter ist neuer Chef der Jugendfarm Waiblingen

Jugendfarm
Alexander Vetter ist der neue pädagogische Mitarbeiter der Jugendfarm Waiblingen. © Alexandra Palmizi

Auf der Jugendfarm in Waiblingen hat es im Frühjahr einen personellen Wechsel gegeben: Alexander Vetter ist dort der neue pädagogische Mitarbeiter, der sich um die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren kümmert, die dort an ihren freien Nachmittagen vorbeikommen.

Vetter ist 42 Jahre alt, wohnt in Schorndorf und ist selbst zweifacher Vater. Zuvor war er für die Stadtverwaltung mit dem Spiel- und Spaßmobil in Waiblingen unterwegs. Auch in der Jugendarbeit in Ludwigsburg und Schwaikheim war er tätig. Außerdem hat sich der studierte Sozialpädagoge mehrere Jahre lang um Schulverweigerer im Rems-Murr-Kreis bemüht.

Jede Woche anderes Angebot

Auf der Jugendfarm in der Korber Straße, die von einem Verein in Kooperation mit der Stadt betrieben wird, zeigt Alexander Vetter Kindern nun die Vielfalt der Natur. Ein vielseitiges Programm bietet den Besuchern jede Woche neue Aktivitäten: Im Juli wird zum Beispiel alte Kleidung neu gefärbt, die Kinder können selbst Spiele wie Memory oder ein Schachbrett bauen oder sich aus Material, das sie auf dem Gelände sammeln, Traumfänger basteln.

Unterstützung bekommt Alexander Vetter, der der Sozialpädagogin Kim Zackel nachgefolgt ist, momentan von Nina Soika, die dort ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr macht, und von Kevin Drechsel, der dort seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert.

"Kinder sollen hier frei entscheiden, was sie machen möchten"

In der größten Sommerhitze waren zuletzt nur wenige Kinder auf der Jugendfarm, doch bei passendem Wetter sind gerne mal acht bis fünfundzwanzig Kinder dort, sagt Vetter. An den Wochenangeboten müssen die Besucher nicht unbedingt teilnehmen. „Die Kinder sollen hier frei entscheiden, was sie machen möchten.“ Diese Freiheit ist ihm wichtig. Auch mit Tieren können sie sich beschäftigen. 15 Hühner und 15 Schafe, drei Ziegen und neun Hasen. Eine Ziege ist trächtig und wirft bald, sagt Alexander Vetter. Eine andere hat gerade erst drei Junge zur Welt gebracht. Zur Geburt kommen die Tiere extra in einen Schuppen.

Jede Tierart hat ihren eigenen Bereich. Das Futter wird in einer extra Kammer gelagert. Die Tiere haben auch Namen, jedoch könne er sich noch nicht alle merken, sagt Alexander Vetter. Einer der Hasen wird „Humpelheiner“ und ein weißer Artgenosse „Hilde“ genannt. Es ist auch möglich, dass zwei Rehe auf dem Gelände leben, sagt Alexander Vetter. Gesichtet habe er sie bisher noch nicht.

Der wöchentliche Höhepunkt ist das Stallputzen mittwochs. Am Freitag wird Stockbrot gebacken. Im nächsten Schuljahr findet die Kinder-Kreativ-Woche statt. Töpfern, eine Wasserschlacht im Sommer und Malen sind sehr beliebte Aktivitäten der Kinder. Und dann gibt es noch „Holzhausen“: Es besteht aus mehreren von den Kindern gebauten Holzhütten. Alexander Vetter baut das Grundgerüst und danach dürfen die Kinder mit ans Werk.

Vetter beobachtet Corona-Folgen

Für Alexander Vetter sei die Tätigkeit in der freien Kinderpädagogik der beste Job, sagt er. Hier habe er immer was zu tun. Doch so vielfältig die Angebote und das Gelände der Jugendfarm sind: Corona hat Spuren hinterlassen. Die Kinder haben Schwierigkeiten, sich selbst zu beschäftigen und sich etwas auszudenken, beobachtet Vetter. Auch im Umgang untereinander seien sie unsicher - er müsse oft nachhelfen.

Um die Jugendfarm bekannter zu machen, will Alexander Vetter künftig auch direkt an die Schulen gehen. Nach den Sommerferien steht außerdem ein Tagesausflug in den Freizeitpark Tripsdrill an.

Auf der Jugendfarm in Waiblingen hat es im Frühjahr einen personellen Wechsel gegeben: Alexander Vetter ist dort der neue pädagogische Mitarbeiter, der sich um die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren kümmert, die dort an ihren freien Nachmittagen vorbeikommen.

Vetter ist 42 Jahre alt, wohnt in Schorndorf und ist selbst zweifacher Vater. Zuvor war er für die Stadtverwaltung mit dem Spiel- und Spaßmobil in Waiblingen unterwegs. Auch in der Jugendarbeit in Ludwigsburg und

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