Waiblingen

Altstadtfest Waiblingen fällt aus

Altstadtfest 2019_0
Das Altstadtfest 2019 - dieses Jahr fällt das Fest aus. © Joachim Mogck

Waiblingen/Weinstadt/Kernen/Korb.
Keine Großveranstaltungen bis zum 31. August: Das betrifft auch zahlreiche Feste und Konzerte in Waiblingen und Umgebung. Ein Überblick.

Waiblingen

Schlechte Nachrichten für alle Fans des Altstadtfests: Die Stadtparty fällt in diesem Jahr ersatzlos aus – ein Novum in ihrer mehr als 40-jährigen Geschichte. Keine Livebands auf den Bühnen, keine Bier- oder Weinseligkeit an den Tischen. Das stimmt viele traurig, doch Groll gegen Berlin wäre fehl am Platz. An der Notwendigkeit der Absage scheint kein Zweifel zu bestehen – und genau deshalb kam die Bundesregierung mit ihrem pauschalen Verbot nur der Entscheidung zuvor, die sich in den vergangenen Tagen in Waiblingen zumindest abzeichnete.

Bei einer Mail-Abfrage durch die Stadt meldeten sich Vereine, die mit einer endgültigen Absage noch etwas abwarten wollten, und solche, die das Fest praktisch sofort absagen wollten. Hintergrund dafür, sagt Oberbürgermeister Andreas Hesky, sei das Verantwortungsgefühl der Vereinsmacher, die die Menschen schützen wollten. Kein Altstadtfest 2020 – „das ist bedauerlich, aber es lässt sich nicht ändern“.  

Ein Ersatztermin, etwa im Herbst, stand nicht wirklich zur Debatte. Denn das Altstadtfest ist ein Fest der Vereine, der vielen, vielen Ehrenamtlichen. Hesky möchte es zwar nicht als „großen Tanker“ bezeichnen, wie jüngst die SchoWo in Schorndorf tituliert wurde – sondern lieber augenzwinkernd als „sportliches Schnellboot“. Trotzdem könnten die Vereine nicht so flugs einen Ersatztermin finden, für den außer der Helfer auch die Bands und das Equipment inklusive Toiletten vorgehalten werden müssen. Darum stand schon länger fest: Entweder das Astaf findet am geplanten Termin statt – oder eben gar nicht.

Der Rathauschef bezweifelt zudem, ob ein Nachholtermin etwa im September überhaupt sinnvoll gewesen wäre. Denn wer weiß heute, ob dann nicht weiterhin Einschränkungen und Verbote erforderlich sind? Dann würden Vorbereitungszeit und Kosten investiert - und das Fest trotzdem platzen. „Deswegen bin ich froh über eine rasche Absage.“ So könnten die bereits entstandenen Kosten klein gehalten werden. Damit verbunden versichert Hesky: „Wir lassen die Vereine nicht im Regen stehen.“ Schon nach dem Altstadtfest-Unwetter von 2012 gab es eine städtische Unterstützung für die Veranstalter. Und auch jetzt ist an eine Art „Rettungsschirm“ gedacht. Denn es gibt zwar Vereine, die sich seit Jahren fragen, ob sie sich eine Beteiligung überhaupt noch leisten können. Auf der anderen Seite gibt es auch einige, für die das Fest die Haupteinnahmequelle darstellt. Art und Höhe der Hilfen stehen noch nicht fest, werden noch mit den Beteiligten abgeklärt.

Außer dem Altstadtfest - und dem stets parallel gefeierten Staufer-Spektakel - können auch der BMX-Cup beim Skaterpool, das Drachenbootrennen, der Buchmarktplatz, der Rosenmarkt und wohl der größte Teil des Remstal-Sommers nicht stattfinden. Der Landessportbund hat Stadtlauf und Triathlon bereits abgesagt.

Weinstadt

„Stand heute gehen wir davon aus, dass beispielsweise der Leuchtende Weinberg nicht stattfinden wird können“, teilt Jochen Beglau, Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Stadtmarketing, auf Nachfrage am Donnerstagnachmittag mit. Doch zunächst müsse das Land die neuen Bestimmungen noch konkretisieren und vor allen Dingen den aus seiner Sicht unbestimmten Rechtsbegriff Großveranstaltung näher definieren, bevor die Stadt eine endgültige Aussage über die abzusagenden Veranstaltungen in Weinstadt treffen könne. Der Leuchtende Weinberg sollte eigentlich am Samstag, 1. August, zum 13. Mal in den Wengert zwischen Schnait und Beutelsbach stattfinden – mit Musik, Feuerartistik und einem großen Feuerwerk. Die Veranstaltung lockt jährlich mehr als 10 000 Gäste an. 2019 musste sie wegen eines Unwetters vorzeitig abgebrochen werden.

Kernen: Feste in der Größenordnung des Waiblinger Altstadtfests oder des Leuchtenden Weinbergs in Weinstadt stehen in Kernen nicht auf dem Programm. Betroffen ist allerdings der Kultur-Sommer im Schlosspark der Diakonie Stetten, der erst für die Remstal-Gartenschau 2019 für größere Veranstaltungen und Konzerte umgebaut wurde, und das Sommerfest („Kernen feiert den Sommer“) beim Bürgerhaus. Bezüglich anderer Feste, die in den kommenden Monaten anstehen, gehe Bürgermeister Benedikt Paulowitsch in der kommenden Woche auf die Vereine zu, sobald genauere Vorgaben des Landes bekannt sind, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Kernener Rathaus.

Korb

Hier steht bereits seit einigen Wochen fest, dass die 750-Jahr-Feier des Weinorts inklusive der Partnerschaftsfeierlichkeiten auf das Jahr 2021 verschoben wird. Darüber haben nach Informationen aus dem Rathaus auch die Freunde aus den Partnerstädten Mansle und Matrei schon ihr Bedauern, aber auch Dankbarkeit ausgedrückt. Abgesagt werden außerdem Open-Air-Konzerte auf dem Seeplatz und Vereinsfeste wie das Maifest am Hanweiler Sattel oder das Bergfest auf dem Kleinheppacher Kopf. Bürgermeister Jochen Müller bringt es auf den Punkt: „Es ist traurig, da die Bürgerinnen sich treffen, gemeinsam feiern, reden und diskutieren wollen, aber es ist nicht zu ändern, da der Schutz der Gesundheit einfach Vorrang hat.“

Waiblingen/Weinstadt/Kernen/Korb.
Keine Großveranstaltungen bis zum 31. August: Das betrifft auch zahlreiche Feste und Konzerte in Waiblingen und Umgebung. Ein Überblick.

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Schlechte Nachrichten für alle Fans des Altstadtfests: Die Stadtparty fällt in diesem Jahr ersatzlos aus – ein Novum in ihrer mehr als 40-jährigen Geschichte. Keine Livebands auf den Bühnen, keine Bier- oder Weinseligkeit an den Tischen. Das stimmt viele traurig, doch Groll

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