Waiblingen

Am Montag geht es los: Wie sich Waiblingen auf die Freibad-Saison vorbereitet

Freibad Waiblingen
Freibad Waiblingen © Büttner

Normalerweise würden die eingeschworenen Frühschwimmer im Freibad schon seit eineinhalb Monaten ihre Bahnen ziehen. Doch was ist schon normal in Zeiten der Corona-Pandemie. Die gute Nachricht: Am Montag, 15. Juni, um 7 Uhr öffnen die Freibäder in Waiblingen und Bittenfeld. Und der Eintritt wird sogar günstiger. Die schlechte: Coronabedingt müssen sich die Badegäste auf deutliche Einschränkungen einstellen. Einen ungezwungenen Freibadsommer wird es in diesem Jahr nicht geben.

Ohne Online-Buchung geht es nicht

Spontan das Handtuch und die Badesachen schnappen und ab ins Bad? Leider ausgeschlossen. Wer schwimmen gehen oder im Freibad auch nur in der Sonne liegen will, muss sich vorher anmelden, online auf der Homepage der Stadtwerke. Mit der Buchungsbestätigung in der Tasche gehen die Badegäste an die Kasse und holen sich dort für drei Euro (Erwachsene) beziehungsweise zwei Euro (Kinder) eine Eintrittskarte. Online zahlen ist noch nicht möglich. Um Warteschlangen an der Kasse zu vermeiden, wurden allerdings die vereinfachten Tarife eingeführt. Saison-, Dauer- oder Zehnerkarten können nicht genutzt werden. Diese werden um den Zeitraum der Schließung und der eingeschränkten Nutzung verlängert.

Ein ganzer Sonntag im Freibad? Dieses Jahr nicht

Einen ganzen langen Sonntag im Freibad liegen – in Corona-Zeiten ist das nicht möglich. Badegäste können für die Freibäder Zeitfenster von vier Stunden buchen. Möglich ist der Badespaß von 7 bis 11 Uhr, von 12 bis 16 Uhr und von 17 bis 21 Uhr. Zwischen den Zeitfenstern werden die Bäder inklusive Einzelumkleidekabinen und Toiletten gereinigt und desinfiziert. Die Duschräume sind geschlossen. Damit sich die Badegäste trotzdem abbrausen können und dabei keinen Kälteschock bekommen, wird das sonst kalte Wasser der Außenduschen leicht temperiert.

Maximal 600 Badegäste sind im Freibad in der Kernstadt zugelassen, 400 in Bittenfeld, 80 im Hallenbad. Anders als in anderen Jahren bleibt das Hallenbad den ganzen Sommer über geöffnet. Die Schließzeit, in der das Hallenbad auf Vordermann gebracht wurde, entfällt. „Wir wollten möglichst vielen Menschen das Schwimmen ermöglichen“, sagt Bernhard Zipp, Leiter Technik der Stadtwerke. Allerdings sind im Hallenbad die Zeitfenster für die Schwimmer kleiner – die Badezeit beträgt hier zwei Stunden. Unter der Woche von 8 bis 10 Uhr, von 11 bis 13 Uhr, von 14 bis 16 Uhr, von 17 bis 19 Uhr und von 20 bis 22 Uhr. Samstags und sonntags von 9 bis 11 Uhr, von 12 bis 14 Uhr, von 15 bis 17 Uhr und von 18 bis 20 Uhr.

Zwischen 3500 und 5000 Badegäste drängeln sich in normalen Zeiten an einem sonnigen Hochsommertag im Waiblinger Freibad. Angesichts der 27 000 Quadratmeter großen Außenfläche werden die 600 erlaubten Badegäste auf der Wiese also richtig viel Platz haben. Für die Einhaltung der Abstandsregeln sollen zwei Security-Leute sorgen. Denn Kontakte außerhalb der Schwimmbecken sind nach wie vor auf ein Mindestmaß zu beschränken, heißt es bei den Corona-Bestimmungen des Landes. Ansammlungen im Eingangsbereich sind untersagt. Ob sich die Security-Leute gegebenenfalls die Ausweise von Badegästen, die in Gruppen zusammenliegen, zeigen lassen, werde noch geklärt, sagt Badleiter Lars Thies.

Reglementiert ist auch die Zahl der Wasserratten in den Becken. 131 Leute sind im Erlebnisbecken erlaubt – den Regeln zufolge ein Badegast auf vier Quadratmeter in einem Nichtschwimmerbecken. Im Schwimmerbecken dürfen 75 Schwimmer gleichzeitig ihre Bahnen ziehen. Das entspricht einem Schwimmer auf zehn Quadratmeter Wasserfläche. Keine Regelung gibt es für das Planschbecken. „Wir gehen davon aus, dass sich zwei Drittel der Leute auf der Wiese und ein Drittel in den Becken aufhalten“, sagt Bernhard Zipp.

Beachvolleyball- und Fußballfeld werden gesperrt

Das Beachvolleyballfeld und der Fußballplatz sind gesperrt. Auch Wassergymnastik, Yoga und Aquacycling wird es nicht geben. Der Strömungskanal und die Sprudelliegen sind außer Betrieb. Immerhin sollen die Sprungbretter und die breite Rutschbahn bei Bedarf geöffnet werden und die Nacken- und Massagendüsen in Betrieb sein.

Um all diese Regeln einhalten zu können, wird nach Angaben Bernhard Zipps zusätzliches Personal gebraucht. „Die Kollegen waren in Kurzarbeit, jetzt sind alle wieder da“, sagt er. Stadtwerke-Chef Frank Schöller hofft aber bei all dem aber vor allem auf die Vernunft und die Eigenverantwortung der Badegäste, die die Regeln einhalten und das Bad am Ende ihres gebuchten Zeitfensters verlassen müssen. Ganz leer müssen die Bäder nämlich sein, wenn sie zwischen den Zeitfenstern sauber gemacht und desinfiziert werden. „Es ist im Sinne aller, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten“, sagt Frank Schöller. Wobei es aus seiner Sicht durchaus möglich ist, dass sich die Regeln im Laufe des Sommers noch ändern werden: Ändert sich Zahl der Infizierten, ändern sich ganz schnell auch die Vorgaben in den Bädern.

Normalerweise würden die eingeschworenen Frühschwimmer im Freibad schon seit eineinhalb Monaten ihre Bahnen ziehen. Doch was ist schon normal in Zeiten der Corona-Pandemie. Die gute Nachricht: Am Montag, 15. Juni, um 7 Uhr öffnen die Freibäder in Waiblingen und Bittenfeld. Und der Eintritt wird sogar günstiger. Die schlechte: Coronabedingt müssen sich die Badegäste auf deutliche Einschränkungen einstellen. Einen ungezwungenen Freibadsommer wird es in diesem Jahr nicht geben.

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