Waiblingen

Anbau mit Speisesaal für die Haldenschule Kernen: bald geht's los

Mensa
An der Haldenschule soll bald die Essensausgabe für 50 Kinder gleichzeitig möglich sein (Symbolfoto) © Benjamin Buettner

Die Haldenschule in Rommelshausen soll nun endlich – und so schnell wie möglich – einen neuen Speisesaal und einen Verbindungsbau bekommen, der die Sanitäranlagen ans Schulgebäude anbindet. Gerade die Toilettensituation war in der Vergangenheit von Eltern der Grundschulkinder immer wieder bemängelt worden. Bis November soll die Baugenehmigung für den Anbau vorliegen, so die aktuelle Planung.

Machbarkeitsstudie zeigte, wo Sanierung dringend ist

Ende des vergangenen Jahres hatte das Planerbüro Zoll Architekten und Stadtplaner dem Kernener Gemeinderat die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie präsentiert: Lehrkräfte, Schüler, Elternvertreter, der Verwaltung, Hort- und Kernzeitkräfte wurden dafür in die Planung miteinbezogen.

Dabei hatten sich besonders dringend erforderliche Sanierungen herauskristallisiert – ganz vorn mit dabei die zu enge Mensa-Situation und die veralteten Toiletten gleich daneben, die bislang nur von außen zugänglich waren. Die Architekten schlugen vor, mit einem Anbau an die bestehende Küche für beide Problemzonen Abhilfe zu schaffen. Der Gemeinderat hatte diesem Vorschlag zugestimmt. Rund ein Dreivierteljahr später können die Architekten nun die ausgearbeiteten Pläne für diesen Anbau, der vor allem einen neuen Speisesaal beherbergt, vorweisen. Der Gemeinderat hat am Donnerstag einstimmig den Baubeschluss gefasst.

Anbau verbindet Toiletten, Küche und Pausenhalle

„Der Anbau schiebt sich unter die bestehende Pausenhalle“, erklärt Verena Vollath vom Planungsbüro Zoll Architekten Stuttgart. Dadurch soll sich das neue Element gut ins Gesamtbild fügen. In dem Modul können auf 68 Quadratmetern bis zu 50 Kinder gleichzeitig zu mittagessen.

Durch einen Verbindungsgang werden die Toiletten künftig vom Innenraum aus zugänglich sein, auch die bestehende Küche wird integriert und saniert. Dort verschwinden die bestehenden Sitzgruppen, dafür gibt es nun den neuen Speisesaal. Eine Speiseausgabe mit Durchreiche zum Essbereich ist miteingeplant, es sollen auch neue, mobile Küchengeräte her. Dafür gebe es im Moment eine 70-prozentige Förderung, erklärt Architekt Joachim Bürklein.

Baukörper soll klimaneutral werden 

Auch Brandschutzaspekte werden natürlich in die Sanierung der Küche miteinbezogen: Diese bekommt einen neuen Zugang durch einen ehemaligen Lagerraum. Das sei auch für die Anlieferung praktisch, so Bürklein. Ein weiterer Lagerraum wird zu einem WC für die Beschäftigten und für Menschen im Rollstuhl umgebaut. In Richtung Süden und Pausenhof bekommt der Anbau eine großzügige Verglasung, ein Vordach und Jalousien sollen auch im Sommer vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen.

Die neue Mensa soll mehrere Zugänge haben und beim Übergang zu der bestehenden Pausenhalle mehrere Sitznischen für die Schüler haben. Welches Material der Baukörper bekommt, ist noch nicht ganz sicher. Die Verwaltung hat die Arbeiten beschränkt ausgeschrieben. Dabei habe man aber explizit darauf hingewiesen, dass die Gemeinde auf eine klimaneutrale Bauweise abziele, erklärt Bauamtsleiter Peter Mauch. Vermutlich werde es auf eine Holzbauweise hinauslaufen.

Endlich tut sich was an der Haldenschule

Der Anbau wird nicht allzu lange seine jetzt geplante Funktion beibehalten: Wenn die eigentliche Sanierung der Haldenschule beginnt und in einigen Jahren der geplante Neubau steht, soll die Mensa – samt den neuen Küchengeräten – dorthin umziehen. Genutzt werden die neuen Räumlichkeiten dann aber weiterhin von den Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern.

Im Gemeinderat hat die Präsentation der Zoll Architekten viel Zuspruch gefunden. Immerhin zieht sich die Planung der Sanierung des Haldenschulcampus jetzt schon seit mehreren Jahren hin – auch im Bürgermeister-Wahlkampf 2019 war sie Thema. Benedikt Paulowitsch bemängelte damals den „erheblichen Investitionsstau“ für die Haldenschule und nannte deren Zustand „inakzeptabel“. Der neue Anbau stellt den ersten Bauabschnitt im größeren Konzept Quartier Haldenschule dar.

Die Kosten für den Bauabschnitt werden aktuell auf rund 920 000 Euro veranschlagt. Im Investitionsplan 2021 hatte die Gemeinde ursprünglich 650 000 Euro angesetzt. Diese Kostensteigerung liege unter anderem daran, dass damals unteranderem die neuen Küchengeräte noch nicht mit eingeplant gewesen seien, erläutert Joachim Bürklein. Der Gemeinde stehen aber noch Fördergelder von bis zu 665 000 Euro im Rahmen des „Beschleunigungsprogramm Ganztagsbetreuung“ des Landes zur Verfügung.

Die Haldenschule in Rommelshausen soll nun endlich – und so schnell wie möglich – einen neuen Speisesaal und einen Verbindungsbau bekommen, der die Sanitäranlagen ans Schulgebäude anbindet. Gerade die Toilettensituation war in der Vergangenheit von Eltern der Grundschulkinder immer wieder bemängelt worden. Bis November soll die Baugenehmigung für den Anbau vorliegen, so die aktuelle Planung.

Machbarkeitsstudie zeigte, wo Sanierung dringend ist

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