Waiblingen

Automatisierung in Waiblingen: Bus ohne Fahrer wartet in der Garage

Ameise
Die „Ameise“ bei einer Fahrt vor dem Berufsbildungswerk in Waiblingen. © Benjamin Büttner

„Ameise – das Projekt ist beendet. Es finden keine weiteren Probefahrten statt!“ Der letzte Blog-Eintrag zum fahrerlosen Bus, der 2022 zwischen dem Bahnhof Waiblingen und dem Berufsbildungswerk hin- und hergefahren ist, stammt von 21. Dezember. Damals endete der wissenschaftliche Versuch. Die Beteiligten, darunter die Stadt Waiblingen, hoffen auf gute Nachrichten vom Land – auf Geld, um weiter zu forschen im Bereich automatisiertes Fahren. Was passiert in der Zwischenzeit mit der „Ameise“, dem kleinen Elektrobus?

Forschung zum autonomen Fahren geht weiter

Auf Waiblinger Straßen ist das Gefährt, ein „EZ 10 Passenger Shuttle“ des französischen Herstellers Easymile, aktuell nicht unterwegs. „Zwischenzeitlich steht das Fahrzeug in der Garage und wird weiter auch von der Hochschule Esslingen genutzt im Rahmen der Ausbildung“, so Projektsprecher Frank Ulmer auf Anfrage.

Die Forschung zum autonomen Fahren gehe weiter. „Wir sind aktuell mit den Projektpartnern in der Entwicklung von neuen Forschungszielen. Ein Ziel wird sicher sein, dass das Fahrzeug schneller fahren kann beziehungsweise die Sensorik das mitmacht.“

"Wohlwollen im Verkehrsministerium sehr hoch"

Zurzeit arbeiteten die Beteiligten außerdem die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „für das Berichtswesen auf“, so Ulmer. Die „Ameise“ war von Sommer bis kurz vor Weihnachten meist montags und dienstags vom Bahnhof (am P+R-Parkplatz auf dem Hess-Areal war eine Haltestestelle eingerichtet worden) zum Berufsbildungswerk und wieder zurückgefahren. Interessierte konnten kostenlos mitfahren – ohne Anspruch auf Beförderung.

Neben der Akzeptanz der Nutzer wollten die Forscher auch mehr darüber wissen, wie die zu Operatoren geschulten Busfahrer zum lenkradlosen Fahrzeug stehen.

Noch im Januar steht laut Frank Ulmer ein Treffen der „Ameise“-Partner an. „Danach werden wir wissen, mit welchen konkreten Wünschen wir auf das Verkehrsministerium zugehen.“ Dem Sprecher zufolge ist „das Wohlwollen im Verkehrsministerium sehr hoch“. Klappt es mit den Fördermitteln, könnte das Projekt – auch in Waiblingen – also weitergehen. Aber, so Ulmer: „Welche Bedeutung die weitere Forschung für den weiteren öffentlichen Betrieb in Waiblingen hat, ist noch offen.“

„Ameise – das Projekt ist beendet. Es finden keine weiteren Probefahrten statt!“ Der letzte Blog-Eintrag zum fahrerlosen Bus, der 2022 zwischen dem Bahnhof Waiblingen und dem Berufsbildungswerk hin- und hergefahren ist, stammt von 21. Dezember. Damals endete der wissenschaftliche Versuch. Die Beteiligten, darunter die Stadt Waiblingen, hoffen auf gute Nachrichten vom Land – auf Geld, um weiter zu forschen im Bereich automatisiertes Fahren. Was passiert in der Zwischenzeit mit der „Ameise“,

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