Waiblingen

Bachofer und Brunnenstuben in Waiblingen: Wirte finden 2G besser als 3G

Bachofer02
Der Waiblinger Gastronom Bernd Bachofer findet das 2G-Modell in Anbetracht der Umstände besser als das 3G-Modell. © ZVW/Ralph Steinemann

Bei einer Intensivbettenauslastung von 390 oder einer Hospitalisierungsinzidenz von 12 ist 2G in der nun geltenden neuen Corona-Verordnung in allen Restaurants Pflicht – doch das bereitet dem Waiblinger Gastronomen Bernd Bachofer und Thorsten Beyer von den Brunnenstuben Beinstein keine Bedenken. Bachofer ist zwar klar, dass er wohl einige Kunden verlieren wird, wenn statt 3G dann 2G gilt – aber insgesamt überwiegen für ihn im direkten Vergleich die Vorteile. Zum Beispiel empfand er es nach eigenen Angaben bislang als gar nicht so leicht, die Qualität von Schnelltests zu beurteilen, die ihm von Gästen vorgelegt wurden. „Bei Schnelltests ist viel Fake dabei.“

Bachofer: Besserer Schutz mit 2G

Die 2G-Regel ist aus Sicht von Bernd Bachofer leichter zu kontrollieren. Zutritt zum Lokal erhält dann nur noch derjenige, der geimpft oder genesen ist und dies belegen kann. „Im Grunde ist es eine saubere Sache“, findet der Waiblinger Gastronom. Damit seien auch seine Mitarbeiter besser geschützt vor einer möglichen Corona-Infektion – und natürlich auch die anderen Gäste im Lokal.

r

Die neue Corona-Verordnung kennt drei Stufen. In der Basisstufe ist im Außenbereich einer Gaststätte kein 3G-Nachweis nötig, nur im Innenbereich. Bei einer Hospitalisierungsinzidenz von 8 oder einer Intensivbettenauslastung von 250 gilt die zweite Stufe, bei der dann auch im Außenbereich eines Restaurants das 3G-Modell angewandt wird. Im Innenbereich ist dann ein Schnelltest aber nicht mehr ausreichend: Hier muss mindestens ein PCR-Test vorliegen. Ab der dritten Stufe, der sogenannten Alarmstufe, muss man dann für den Restaurantbesuch entweder geimpft oder genesen sein – sonst kann man nicht mehr einkehren, weder im Innen- noch im Außenbereich.

Zu viel Aufwand: Bernd Bachofer hat den Abholservice für Essen eingestellt

Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann dann nur noch Essen bei Lieferdiensten bestellen oder Essen im Lokal abholen. Solch einen Abholdienst bietet Bernd Bachofer aber anders als früher gar nicht mehr an. „Das war sehr aufwendig“, erläutert der Waiblinger. Seit der Restaurantbetrieb nach dem 3G-Modell wieder möglich ist, hat Bernd Bachofer den Abholservice eingestellt. Logistisch sei es gar nicht anders zu stemmen, seit sein Lokal wieder ausgebucht sei.

Genauso geht es auch Thorsten Beyer, der mit seiner Frau Petra Beyer die Brunnenstuben in Beinstein betreibt. Das Paar hat den Abholservice ebenfalls eingestellt. Hätten die Brunnenstuben das nicht gemacht, hätte Köchin Petra Beyer mit ihrem Team im Grunde von 8 Uhr in der Früh bis 24 Uhr durcharbeiten müssen. „Wir sind alle keine Konzerne, sondern kleine Familienbetriebe in der Gastronomie.“

2G: Brunnenstuben-Wirt Thorsten Beyer sieht Vorteile

Genauso wie auch Bernd Bachofer findet Thorsten Beyer einen Betrieb unter 2G-Bedingungen einfacher als mit einem 3G-Modell. Er sieht auch einen Vorteil mit Blick auf die Sitzplätze. „Dann gewinnen wir einen Tisch mehr.“ Auch bei der Kontrolle der Gäste sieht Thorsten Beyer einen Vorteil mit 2G. Dass es Leute gibt, die einen Nachweis fälschen, kann natürlich auch bei 2G möglich sein. Thorsten Beyer erinnert sich an einen Gast, bei dem sich beim Blick aufs Handy herausgestellt hat, dass der Impfnachweis nur ein Screenshot war, aber nicht in der offiziellen Corona-Warn-App oder der CovPass-App hinterlegt war.

Klar ist für Thorsten Beyer von den Brunnenstuben auch, dass die Gastronomen trotz aller Sorgfalt auch nicht jedem Betrüger auf die Schliche kommen könnten. „Wir sind keine Polizei.“

Bei einer Intensivbettenauslastung von 390 oder einer Hospitalisierungsinzidenz von 12 ist 2G in der nun geltenden neuen Corona-Verordnung in allen Restaurants Pflicht – doch das bereitet dem Waiblinger Gastronomen Bernd Bachofer und Thorsten Beyer von den Brunnenstuben Beinstein keine Bedenken. Bachofer ist zwar klar, dass er wohl einige Kunden verlieren wird, wenn statt 3G dann 2G gilt – aber insgesamt überwiegen für ihn im direkten Vergleich die Vorteile. Zum Beispiel empfand er es nach

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper