Waiblingen

Bernd Bachofer setzt auf 2G im Restaurant und Hotel in Waiblingen

Hotel Bachofer
Bernd Bachofer setzt in seinem Haus auf 2G. © Gabriel Habermann

Wie ergeht es Betreibern von Hotels in der geltenden Warnstufe? Kommen genug Gäste? Denn wer von den Gästen nicht geimpft ist, muss einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorlegen. Tritt die Alarmstufe in Kraft, dürfen Übernachtungsgäste als Eintrittskarte nur noch einen negativen PCR-Test vorlegen. Anders dagegen ist die Regel im Restaurant. Dort gilt mit Inkrafttreten der Alarmstufe 2G.

Bereits vergangene Woche hat Bernd Bachofer in seinem gleichnamigen Gastronomie- und Hotelbetrieb in der Waiblinger Altstadt die 2G-Regel umgesetzt. „Im Restaurant gab es daraufhin drei Stornierungen“, sagt er im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Dafür gab es von den Gästen, und das mehrheitlich, „jede Menge positive Reaktionen“, berichtet er.

Tritt mit einer zunehmenden Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern die Alarmstufe in Kraft, haben Ungeimpfte und Nichtgenesene keinen Zutritt mehr zu den Innenräumen von Restaurants.

Warum sich Bachofer vorzeitig für die 2G-Regel entschieden hatte, war die Idee, dass in der Basisstufe die Beschäftigten im Restaurant auf das Tragen einer Maske verzichten hätten können, was aber durch das Erlangen der nächsten Stufe, der aktuell geltenden Warnstufe, wieder hinfällig war.

Dennoch ist er sich sicher, dass 2G den Gästen ein besseres Gefühl gebe und das sei ihm wichtig. Wer bei ihm im Restaurant speist und ein ganzes Menü bestellt, verbringe mehrere Stunden dort.

Bevor Bernd Bachofer die 2G-Regel eingeführt hat, hatte er sämtliche Gäste angerufen und informiert. „Wir hatten keine Angst, dass der Umsatz einbricht“, sagt er. Es habe auch noch niemanden gegeben, den sie wegen der 2G-Regel hätten wegschicken müssen. Was die Reservierungen für Weihnachten und Silvester betreffe, sei das Restaurant komplett ausgebucht. Es gebe sogar eine Warteliste. Bei den Hotelgästen beobachtet Bachofer, dass es viele Kurzurlauber aus der Umgebung gebe, die für zwei Nächte in Waiblingen bleiben, bevor sie wieder nach Hause fahren. Dafür gebe es weniger Geschäftsreisende in seinem Haus.

Hotel Lamm in Hegnach: Keine Stornierungen

„Wir haben keine Stornierungen in Hinblick auf die Alarmstufe. Die meisten Gäste sind sowieso geimpft“, sagt Silke Frölich vom Hegnacher Hotel Lamm und nennt hierzu die Zahl von 95 Prozent. Der wirklich kleinere Teil seien demnach ungeimpfte Gäste, die meist bei den Geschäftsreisenden zu verorten sind, so ihre Beobachtung. Aber dieser wirklich kleine Anteil an Ungeimpften mache dafür am allermeisten Arbeit. Häufig fehle beim Einchecken das erforderliche Schnelltest-Ergebnis. Nach drei Tagen erlischt die Gültigkeit, so dass man mit Nachdruck einen neuen aktuellen Test verlangen müsse. Dies sei mit einem erheblichen Aufwand verbunden, so Frölich, sowie nervigen Diskussionen darüber.

Mit der Bettenbelegung des Hotels Lamm in Hegnach zeigt sich Silke Frölich zufrieden. Immerhin liege diese bei 80 Prozent. Während der Sommermonate gab es einige Radfahrer, die eine Nacht oder höchstens zwei in Hegnach verbrachten, bevor sie weiterradelten. Es sei eine Tendenz zu Kurzurlauben spürbar, meint sie.

Der Monat Dezember sei ihrer Erfahrung nach ruhiger, da viele zu Hause bleiben. Trotz angekündigter Alarmstufe und der einhergehenden PCR-Testpflicht in Hotels rechne sie bisher in den kommenden zwei Wochen mit keiner Veränderung.

Holiday-Inn-Express: Einschränkungen machen sich bemerkbar

„Jede Einschränkung macht sich negativ im Geschäft bemerkbar“, sagt Ellen Aschke, die mit ihrem Mann aktuell vier Hotels in Baden-Württemberg betreibt, zu welchen auch das Waiblinger Holiday-Inn-Express zählt. „Wir selbst sind geimpft, ebenfalls unsere Angestellten, wir wünschen uns, dass das auch bei unseren Gästen so ist“, sagt sie im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Spürbar mache sich auch die Tatsache, dass Weihnachtsfeiern von Firmen wegfallen würden sowie Tagungen oder Konferenzen. In Hinblick auf die Alarmstufe und die damit geltende PCR-Testpflicht für Ungeimpfte und Nichtgenesene gebe es einige Stornierungen bei den Übernachtungsgästen.

Auf die Frage, ob schon versucht wurde, Gäste mit günstigen Angeboten zu locken, meint Aschke, dass sie dies schon ausprobiert hätten, dadurch aber nicht mehr Gäste gekommen wären. Es sei auch nicht zielführend. Ganz im Gegenteil: Gegenüber Kunden, die schon längerfristig zu einem höheren Preis ihr Zimmer reserviert hätten, sei das eher ungerecht. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns das Geschäft nicht kaputtmachen“, sagt Ellen Aschke. „Wir bleiben optimistisch“, betont die Hotelière, „und hoffen, dass kein weiterer Lockdown kommt!“

Wie ergeht es Betreibern von Hotels in der geltenden Warnstufe? Kommen genug Gäste? Denn wer von den Gästen nicht geimpft ist, muss einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorlegen. Tritt die Alarmstufe in Kraft, dürfen Übernachtungsgäste als Eintrittskarte nur noch einen negativen PCR-Test vorlegen. Anders dagegen ist die Regel im Restaurant. Dort gilt mit Inkrafttreten der Alarmstufe 2G.

Bereits vergangene Woche hat Bernd Bachofer in seinem gleichnamigen Gastronomie- und

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