Waiblingen

Bittenfeld hofft auf Verschönerung: Neugestaltung soll Läden in Ortsmitte halten

Rathausvorplatz
In Sachen Aufenthaltsqualität hat der Rathausvorplatz noch Luft nach oben. © Alexandra Palmizi

Bittenfeld soll schöner werden. Vor allem der Abschnitt der Schillerstraße von der Ulrichskirche bis zur Bäckerei John sowie der Rathausvorplatz hätten eine Aufwertung verdient. Was im Bereich des Löwenbrunnens und beim Haus Elim an Neugestaltung gelungen ist, soll fortgeführt werden. Das meinen der Ortschaftsrat und Ortsvorsteherin Veronika Franco Olias. Ihre Hoffnung ist, dass der Bittenfelder Ortskern ins Landessanierungsprogramm aufgenommen wird. „Mit der Aufwertung des Ortskerns wollen wir die Innenentwicklung stärken und die Ladengeschäfte sichern“, sagt die Ortsvorsteherin.

Was das Angebot an Dienstleistungen und Einzelhandel anbelangt, braucht sich Bittenfeld nicht verstecken. Nicht vor den anderen Waiblinger Ortschaften und auch nicht vor Gemeinden ähnlicher Größe. Der derzeit gute Ladenbestand soll weiter so bleiben – das ist das Ziel. Ein attraktives Einkaufsumfeld trage dazu bei, dass Läden eher langfristig besetzt bleiben. Eventuell lasse sich neben der Gestaltung der Straße auch die Parkierung noch einmal verbessern.

Attraktives Umfeld soll Läden in der Ortsmitte halten

Eine wichtige Rolle spielen aus Sicht von Veronika Franco Olias die Anlieger: Entlang der Schillerstraße gibt es historisch wertvolle Bausubstanz. Alte Häuser, die das Ortsbild prägen. Durch eine mögliche Aufnahme ins Landessanierungsprogramm könne für Eigentümer der Anreiz entstehen, ins Gebäude zu investieren. Zudem sind aus Sicht des Ortschaftsrats einige Flächen untergenutzt, bieten mehr Potenzial – und könnten sich eventuell bebauen lassen.

Unabhängig davon bitten die Bittenfelder die Stadtverwaltung, zu prüfen, ob sich an der Schillerstraße von der Bäckerei John bis zum Ortsausgang Hohenacker ein Angebotsstreifen für Radfahrer anlegen lässt, wie er bereits in anderen Ortschaften vorhanden ist.

Ein weiterer Wunsch aus Bittenfeld hat mit einem anderen Ortsausgang beziehungsweise Ortseingang zu tun. So ist die Schillerstraße in Richtung Weiler zum Stein im Rahmen der Bauarbeiten für das neue Wohngebiet Berg-Bürg in Mitleidenschaft gezogen worden. Es besteht Sanierungsbedarf. Bei der Gelegenheit möge die Stadt prüfen, ob die Möglichkeit einer Verkehrsberuhigung mittels einer kleinen Verkehrsinsel besteht, um den Autoverkehr etwas abzubremsen.

Teil des Landessanierungsprogramms wäre nach Wunsch der Bittenfelder auch der Rathausvorplatz. Er ist geprägt durch Parkplätze und unansehnliche Müllcontainer, die aus Sicht der Nutzer allerdings praktisch positioniert sind. Allzu konkret möchte die Ortsvorsteherin bezüglich etwaiger Ideen und Wünsche hierzu bewusst nicht werden, denn: „Da geht es um ganz grundsätzliche Dinge – und man braucht Zeit, sich darüber auszutauschen“.

Durch den Entfall zweier ortsbildprägender Kastanien vor dem Rathaus hat sich das Bild stark gewandelt, stellt der Ortschaftsrat Bittenfeld fest. Zu untersuchen sei, wie der Rathausvorplatz und die angrenzende Grünfläche parkähnlicher gestaltet und für die Öffentlichkeit attraktiver gemacht werden könnten. Mit neuen Bäumen und Blühstreifen könnte die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Auch eine Aufwertung des Spielplatzes am Rathaus sei in Blick zu nehmen. Um Raum zu gewinnen, könnte die bestehende Hecke gekürzt werden.

Stadtverwaltung und Gemeinderat haben den Bittenfeldern bereits bei den Haushaltsberatungen für 2022 teilweise Zustimmung signalisiert. Allerdings hat die Verwaltung aktuell auch noch die Ortskernsanierung Neustadt in Arbeit, was einiges an Kapazitäten bindet. Deshalb steht der Antrag, dass Bittenfeld ins Landessanierungsprogramm aufgenommen werden soll, erst für 2023 an. Ob es dann auch den erhoffen Zuschlag bekommt? „Das liegt nicht in unserer Hand“, sagt Veronika Franco Olias.

Unabhängig von der möglichen Ortskernsanierung hat der Ortschaftsrat Bittenfeld zum Haushalt beantragt, dass mit Abschluss der Baumaßnahmen in Berg-Bürg die dadurch in Mitleidenschaft gezogene Vogelsangstraße zwischen Schillerstraße und Schwaikheimer Straße erneuert wird. In diesem Jahr werden die Endbeläge im Erschließungsgebiet Berg-Bürg eingebaut – entsprechend sind die erforderlichen Mittel zur Sanierung der Vogelsangstraße – nämlich 250.000 Euro – für das Haushaltsjahr 2023 angemeldet.

Bittenfeld soll schöner werden. Vor allem der Abschnitt der Schillerstraße von der Ulrichskirche bis zur Bäckerei John sowie der Rathausvorplatz hätten eine Aufwertung verdient. Was im Bereich des Löwenbrunnens und beim Haus Elim an Neugestaltung gelungen ist, soll fortgeführt werden. Das meinen der Ortschaftsrat und Ortsvorsteherin Veronika Franco Olias. Ihre Hoffnung ist, dass der Bittenfelder Ortskern ins Landessanierungsprogramm aufgenommen wird. „Mit der Aufwertung des Ortskerns wollen

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