Waiblingen

Brand: Alba entschuldigt sich bei Nachbarn in Waiblingen - und prüft Brandschutz

Alba Brand
Die Löscharbeiten bei Alba begannen in der Nacht auf Mittwoch, 30.3.2022, und dauerten den ganzen Tag bis in die nächste Nacht hinein. © Feuerwehr Waiblingen

Der Papierentsorger Alba, in dessen Lagerhalle im Waiblinger Eisental Ende März ein Großbrand ausbrach, hat sich nach eigenen Angaben an alle Vorschriften gehalten. Das habe auch die Feuerwehr bestätigt, so das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin auf Anfrage unserer Redaktion. Der Betrieb gehe nach dem Brand weitgehend normal weiter. Bei Anwohnern, die sich etwa über Ruß auf ihren Dächern beklagen, entschuldigt sich Alba.

„Es tut uns leid, dass unsere Nachbarn durch den Brand beeinträchtigt wurden, und wir bitten hierfür um Entschuldigung“, so Henning Krumrey, Leiter Unternehmenskommunikation & Politik bei der Alba Group, am Dienstag gegenüber unserer Redaktion. „Wir stehen mit der direkten Nachbarschaft in Kontakt, sofern Schäden entstanden sind.“

Zumindest ein Anwohner hatte sich nach dem Brand Ende März bei Alba, der Stadt und beim Zeitungsverlag (ZVW) gemeldet und Ruß auf dem Hausdach beklagt. Der Stadt lagen bis Ende vergangener Woche keine weiteren Beschwerden vor.

Alba: Halle brauchte keinen speziellen Schutz

Zum Brandschutz auf dem Gelände in Waiblingen heißt es nun von Alba: „Die geschlossenen Hallen verfügen über Brandmeldeanlagen.“

Bei der Lagerhalle, in der große Mengen gepressten Papiers aus nicht völlig geklärten Gründen Feuer gefangen hatten, „handelte es sich um eine offene Umschlag- und Lagerhalle, für die die gesetzlichen Vorgaben keine speziellen Brandschutzeinrichtungen vorsehen.“

Ob Alba beim Brandschutz im Eisental etwas verändert, wird laut Unternehmenssprecher Krumrey derzeit geprüft. Er sagt auch: „Papier entzündet sich nicht von selbst. Auch die Witterung der vergangenen Tage war nicht brandfördernd. Insofern spricht viel dafür, dass es sich um eine Selbstentzündung eines unsachgemäß entsorgten Gegenstandes handelt, der sich in den Abfällen befand.“

Diese Variante hält auch das Polizeipräsidium Aalen nach derzeitigem Stand für am wahrscheinlichsten. Hinweise auf Brandstiftung haben die Ermittler nicht gefunden.

Schadenshöhe noch nicht beziffert

Zur Schadenssumme, die die Polizei im siebenstelligen Bereich verortet, kann Alba noch nichts Näheres sagen. Krumrey: „Die Untersuchungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen, da die Gutachten der Sachverständigen noch nicht vorliegen.“ Gleiches gelte für die Frage, ob die Lagerhalle weiter genutzt werden kann oder womöglich abgerissen werden muss. Als einsturzgefährdet gilt sie laut Polizei nicht.

Recycling nicht gefährdet

Die Aufräumarbeiten nach dem Brand sind laut Alba inzwischen weitgehend abgeschlossen. Und: „Der Betrieb ist weitgehend unbeeinträchtigt, da in der betroffenen Halle das Material lediglich umgeschlagen und gelagert wurde. Aggregate und Anlagen sind nicht beschädigt worden. Insofern sind weder Entsorgung noch Recycling in der Region eingeschränkt oder gar gefährdet“, so Henning Krumrey. „Innerbetrieblich müssen wir etwas umorganisieren.“

Der Papierentsorger Alba, in dessen Lagerhalle im Waiblinger Eisental Ende März ein Großbrand ausbrach, hat sich nach eigenen Angaben an alle Vorschriften gehalten. Das habe auch die Feuerwehr bestätigt, so das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin auf Anfrage unserer Redaktion. Der Betrieb gehe nach dem Brand weitgehend normal weiter. Bei Anwohnern, die sich etwa über Ruß auf ihren Dächern beklagen, entschuldigt sich Alba.

„Es tut uns leid, dass unsere Nachbarn durch den Brand

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper