Waiblingen

Click & Meet ab Freitag: Waiblinger Geschäfte bereiten sich vor

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Die Waiblinger Einzelhändler putzen heute ihre Geschäfte, gestalten die Ladenfläche und die Schaufenster um  (Archivfoto). © Gabriel Habermann

Ab Freitag soll es auch in Waiblingen wieder die Möglichkeit geben, nach Terminvereinbarung und mit einem negativen Corona-Testergebnis (nicht älter als 24 Stunden) in den Geschäften einkaufen zu gehen: Click & Meet, nennt sich dieser erste Schritt in Richtung Ladenöffnung. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit. Diese Veränderung ist möglich, weil im Rems-Murr-Kreis die Siebentage-Inzidenz seit vergangenem Donnerstag unter 150 liegt. Seit Mittwoch, 19. Mai, hat sie sogar die 100er-Marke unterschritten – eine gute Nachricht für den Einzelhandel.

Click & Meet bedeutet keine Ladenöffnung

Denn obwohl sich die Waiblinger Einzelhändler sehr darüber freuen, ab Freitag wieder den ein oder anderen Kunden in den Laden lassen zu dürfen – mir einer Ladenöffnung gleichzusetzen ist das Modell nicht, stellt Max Pfund, Vorsitzender des Vereins Innenstadt-Marketing und Geschäftsführer des Hauswarenladens Villinger-Zeller, klar. Das Schlimmste, was den Einzelhändlern passieren könne, wäre, dass die Inzidenz nach ein oder zwei Wochen wieder über 150 klettert und dann wieder ganz Schluss ist mit dem Verkauf vor Ort.

„Die Inzidenz muss möglichst schnell unter 50“, wünscht er sich. Erst dann kann der Einzelhandel wirklich wieder öffnen: Zwar weiterhin unter strengen Auflagen, aber die Testpflicht entfällt schon mal und einen Termin müssen die Kunden dann auch nicht mehr ausmachen. „Alle Geschäfte in der Waiblinger Innenstadt sind darauf ausgelegt, dass der Kunde reinkommt“, so Max Pfund.

Einzelhändler müssen ihre Läden wieder zurückbauen

Heute ist in den Waiblinger Geschäften aber erstmal Großputz angesagt: „Wir müssen jetzt erstmal abstauben und den Laden wieder publikumsfähig machen“, erklärt Max Pfund. Viele Einzelhändler haben in den vergangenen Wochen ihre Innenräume und auch die Schaufenster kreativ umfunktioniert, um sich irgendwie an das Click & Collect-Modell anzupassen.

Sein Geschäft habe zum Beispiel Video-Beratungen angeboten und dann danach das betreffende Produkt, zum Beispiel einen Grill oder Gartenliegen in verschiedenen Farben, im Schaufenster positioniert. So konnte der jeweilige Kunde sich das Produkt wenigstens von außen durch die Scheibe anschauen. Das Schuhhaus Wäller habe ein Probier-Bänkle neben den Abholbereich gestellt, damit die abgeholten Schuhe dort direkt anprobiert werden konnten.

Einige Geschäfte haben die Artikel im Schaufenster mit gut sichtbaren Nummern versehen: „So, dass die Leute dann anrufen konnten und sagen: Ich will die Vier“, erklärt Max Pfund. „Da gibt es in Waiblingen zum Glück sehr motivierte und kreative Lösungen.“

Es gibt schon Buchungen für kommende Woche

Beim Villinger-Zeller haben Kunden jetzt schon Termine für kommende Woche ausgemacht – vor allem die Grills sind bei den Click & Meet-Kunden sehr beliebt, erklärt der Geschäftsführer. „Einen Grill muss man anschauen, sich beraten lassen, den kauft man nicht online.“ Ob die Testpflicht Kunden abschreckt, sei schwer einzuschätzen, glaubt Max Pfund.

Er weiß aus seinem Bekanntenkreis, dass die Haltungen sehr weit auseinandergehen: „Manche sind nur im Homeoffice und haben sich bis jetzt nur ein oder zweimal testen lassen – für die ist die Hürde riesig hoch“, glaubt er. „Andere arbeiten zum Beispiel im Einzelhandel und lassen sich sowieso schon zweimal die Woche testen.“ Für diese Personengruppe stelle die Testpflicht wohl kaum ein Hindernis dar, glaubt der Einzelhändler.

Problem: Keiner weiß mehr, was aktuell gilt

Das wohl größte Problem sei wohl eher, dass sich die Regeln schon wieder ändern: Keiner weiß mehr, was aktuell gilt, befürchtet Max Pfund. „Mir wäre es am wichtigsten, dass alle wissen, wie man einkaufen kann.“ Das ist aber gar nicht so einfach zu erreichen, wenn selbst die Einzelhändler noch nicht wissen, wie genau die neue Click & Meet-Regelung ablaufen wird: Müssen alle wirklich im Voraus telefonisch oder online einen Termin ausmachen? Oder reicht es, vorbei zu kommen und sich vor Ort in eine Liste eintragen zu lassen – was für die Geschäfte natürlich viel einfach wäre. „Dann müssen wir eigentlich nur noch Daten erfassen.“

In den ersten Tagen werde deshalb jedes Geschäft in Waiblingen erstmal schauen, wie die anderen das handhaben. Und sich dann der Mehrheit anschließen. So oder so: Dass der Einzelhandel wieder Click & Meet anbieten darf, ist der „nächste Modus, um mit dem Virus in Richtung Normalität zu gehen“, hofft Max Pfund.

Ab Freitag soll es auch in Waiblingen wieder die Möglichkeit geben, nach Terminvereinbarung und mit einem negativen Corona-Testergebnis (nicht älter als 24 Stunden) in den Geschäften einkaufen zu gehen: Click & Meet, nennt sich dieser erste Schritt in Richtung Ladenöffnung. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit. Diese Veränderung ist möglich, weil im Rems-Murr-Kreis die Siebentage-Inzidenz seit vergangenem Donnerstag unter 150 liegt. Seit Mittwoch, 19. Mai, hat sie sogar

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