Waiblingen

Corona: Polizei kontrolliert am Mittwoch, 9. Dezember 2020, Bahnhof und Lidl-Parkplatz in Waiblingen - trifft sie auf Maskenverweigerer?

Corona
Polizeihauptmeister Kenneth Eckstein (links) und sein Kollege auf dem Waiblinger Lidl-Parkplatz. © Benjamin Büttner

In Bussen und S-Bahnen muss schon länger eine Maske getragen werden – doch auf den Parkplätzen von Einkaufszentren und Supermärkten ist dies erst seit 1. Dezember 2020 Pflicht. Seitdem ist die neue Corona-Verordnung der Landesregierung in Kraft getreten – inklusive der erweiterten Maskenpflicht.

Unsere Zeitung hat am Mittwochnachmittag, 9. Dezember, eine Streife des Polizeireviers Waiblingen begleitet, die genau auf die Einhaltung dieser Verordnung achten sollte. Für Mittwoch und Donnerstag wurden nämlich im ganzen Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Aalen verstärkte Kontrollen geplant – mit zwei Zielen: Die Polizei will die Bürger aufklären und gleichzeitig gegen notorische Maskenverweigerer vorgehen.

Hin und wieder allerdings fehlt die Mund-Nasen-Bedeckung

Gegen 16.15 Uhr stehen Polizeihauptmeister Kenneth Eckstein und sein Kollege auf dem Parkplatz beim Waiblinger Lidl. Die meisten Leute, die von ihren Autos zur Filiale gehen oder von dort kommen, tragen eine Maske. Hin und wieder allerdings fehlt die Mund-Nasen-Bedeckung. Die beiden Beamten sprechen die Leute dann an und informieren über die Pflicht, auch auf Parkplätzen eine Maske zu tragen. Widerstand leistet keiner. Stattdessen heißt es, dass man nicht gewusst habe, dass auch auf Parkplätzen eine Maskenpflicht gilt.

Schwerpunkt: Remspark und Bahnhof samt Lidl-Parkplatz

16 Arbeitsstunden werden in jedem Polizeirevier des Polizeipräsidiums Aalen an jedem der beiden speziellen Kontrolltage investiert. Dazu kommen die Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Göppingen, die die Aktion ebenfalls unterstützen. Kenneth Eckstein und sein Kollege sollen an diesem Mittwoch von 16 bis 20 Uhr unterwegs sein, mit Schwerpunkt auf dem Waiblinger Einkaufszentrum Remspark und dem Bahnhof samt Lidl-Parkplatz.

Was sollen Bürger tun, wenn sie Maskenverweigerer beobachten?

Kenneth Eckstein ist bei einer Kontrolle erst einmal auf eine Maskenverweigerin gestoßen. Er selbst, sagt der Polizeihauptmeister, habe das Gefühl, dass mehr Menschen eine Maske tragen als noch vor einigen Wochen. Bürgern, die Maskenverweigerer in einem Geschäft beobachten, rät er, das Personal darauf aufmerksam zu machen. Dieses hätte Hausrecht, sprich die Möglichkeit, die Person aus dem Laden zu schicken. Das Anfertigen von Beweisfotos hält er dagegen für rechtlich heikel – und auch das Rufen der Polizei könne in solchen Fällen nur bedingt helfen: Schließlich seien die Maskenverweigerer meist weg, wenn die Polizei dann endlich da sei.

Platzverweis für Mann ohne Maske

Als Kenneth Eckstein und sein Kollege vom Lidl-Parkplatz zum Bahnhof gehen, sitzt dort ein Mann ohne Maske. Er kann kein Deutsch, Kenneth Ecksteins Kollege muss das Gespräch auf Englisch führen. Der Mann ist polizeibekannt, er gilt als Person mit psychischen Problemen. Nachdem er sich partout weigert, eine Maske aufzusetzen, erteilen ihm die Polizisten einen Platzverweis. Er muss den Bahnhof verlassen. Eine Weile schauen ihm die Beamten noch nach, dann geht es weiter.

Lange Alkohol trinken und keine Maske tragen: Ist das erlaubt?

Am Bahnhof stehen an der Treppe zur Unterführung zwei Trinker, die keine Maske tragen und Alkohol konsumieren. Tun, sagt Kenneth Eckstein, könne er dagegen nichts. Wer etwas trinkt, isst oder raucht, muss während dieser Zeit keine Maske tragen. Und selbst wenn einer eben eine Stunde am Stück trinkt, dann sehen die Beamten keine Möglichkeit zur Handhabe. Diese bestehe erst, wenn das Getränk leer sei.

Rauchen ist in der Unterführung nicht erlaubt

Es geht die Treppen runter zur Fußgängerunterführung, von der aus die Bahnkunden zu den Bahnsteigen eilen. Ein junger Mann geht schnell nach unten, ohne Maske und mit angezündeter Zigarette im Mund. Die Beamten stoppen ihn – hier unten herrscht nämlich Rauchverbot. Der junge Mann gibt sich einsichtig, rennt nach oben, wirft seine Zigarette weg und sprintet wieder nach unten. „Ich muss meine Bahn kriegen.“

Kenneth Eckstein gibt sich indes zufrieden, was die Einhaltung der Maskenpflicht angeht. Die Bereitschaft dazu am Bahnhof habe sich enorm verbessert. „Genau vor einem Monat ist es noch 50/50 gewesen.“

In Bussen und S-Bahnen muss schon länger eine Maske getragen werden – doch auf den Parkplätzen von Einkaufszentren und Supermärkten ist dies erst seit 1. Dezember 2020 Pflicht. Seitdem ist die neue Corona-Verordnung der Landesregierung in Kraft getreten – inklusive der erweiterten Maskenpflicht.

Unsere Zeitung hat am Mittwochnachmittag, 9. Dezember, eine Streife des Polizeireviers Waiblingen begleitet, die genau auf die Einhaltung dieser Verordnung achten sollte. Für Mittwoch und

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