Waiblingen

Dafür gibt die Stadt 2020 das Geld aus

Rathaus Waiblingen
Symbolfoto. © Joachim Mogck

Waiblingen. Wenn die Kinder von heute die Zukunft von morgen sind, hat die Verwaltung bei der Planung des Haushalts 2020 alles richtig gemacht. Rund elf Millionen Euro will Oberbürgermeister Andreas Hesky in kommenden Jahren in Schulen und Kindergärten investieren. Sicher ist: 2020 wird ein Jahr der Baustellen. Im Folgenden die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.

Mit den Investitionen in Höhe von 26 Millionen Euro sollen Impulse zur Stadtentwicklung gesetzt werden, sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky zum Auftakt der Haushaltsberatungen. In den kommenden Wochen wird der Gemeinderat über die Investitionen, Steuern und Gebühren beraten. Ein Superlativ ist der Haushaltsplan mit geplanten Investitionen von 26 Millionen Euro – davon 18 Millionen für Baumaßnahmen - schon jetzt. „Damit können die begonnenen Projekte fortgesetzt und neue wichtige Impulse für die Stadtentwicklung gesetzt werden“, zeigte sich Hesky zuversichtlich. Und das sind die großen Investitionen im kommenden Jahr:

1. Schulen

Rund elf Millionen Euro und damit der größte Batzen des städtischen Geldes wird in die Schulen investiert: zwei Millionen für den Bau der Mensa an der Friedensschule, 1,5 Millionen Euro für die Sanierung des Staufer-Gymnasiums und 1,1 Millionen Euro für die Sanierung der Duschen der Sporthalle an der Salier-Realschule. 700 000 Euro sind zudem für die Ausstattung der Schul-IT der beiden Gymnasien und der Rinnenäckerschule veranschlagt. Für den Brandschutz der Salier-Gemeinschaftsschule sind 880 000 Euro eingeplant, 750 000 Euro für den Brandschutz an der Comeniusschule. Für die Waiblinger Förderschule sind für 2021 außerdem 1,5 Millionen und für 2022 eine Million Euro eingeplant. Mit dem Geld sollen ungenutzte Räume instand gesetzt werden, in denen die Kinder aus dem Kinderhaus Mitte während der Renovierungszeit des Kinderhauses untergebracht werden können.

2. Kindergärten

Kein Haushaltsjahr ohne Investitionen in die Kindergärten: 1,5 Millionen Euro sind in Waiblingen-Süd für den Bau einer viergruppigen Kita und einer Turnhalle eingeplant. Für 750 000 Euro soll außerdem ein Übergangskindergarten in der Schorndorfer Straße gebaut werden. Eine weitere Interimskita entsteht an der Friedensschule: Hier werden 320 000 Euro investiert. Dass sich die Stadt die Betreuung was kosten lässt, zeigt auch ein Blick auf die laufenden Zuschüsse: Die Gesamtsausgaben für den Kita-Bereich liegen 2020 bei mehr als 30 Millionen Euro. Nach Abzug von Zuschüssen und Elternbeiträgen muss die Stadt laut Hesky noch 16 Millionen Euro aus eigener Kraft stemmen.

3. Feuerwehr

Nicht erst seit den Großbränden beim Bürgerzentrum, in der Querspange und beim Müllentsorger Alba: Die Feuerwehr in Waiblingen wird geschätzt. Das zeigt sich auch in Zahlen: 825 000 Euro sind für einen Anbau ans Feuerwehrgerätehaus in Hohenacker vorgesehen, 250 000 Euro für eine Planungsrate für einen Anbau in Bittenfeld. Für 350 000 Euro soll ein Wechselladerfahrzeug angeschafft werden.

4. Sporthallen 

Ein (fast) ewiger Sanierungsfall sind die Hallen. 670 000 Euro sind für die Ausstattung des Gemeindehallen-Anbaus in Bittenfeld und die Erneuerung des Sportbodens vorgesehen, 300 000 Euro für den Brandschutz der Gemeindehalle in Hohenacker. Die Hegnacher wird’s freuen: Eine Planungsrate von 150 000 Euro wird für den Kabinentrakt an der Halle eingestellt.

5. Straßen 

Schlaglöcher, Risse, Dellen, Aufbrüche: Lang ist die Liste sanierungsbedürftiger Straßen in Waiblingen. Rund 1,75 Millionen Euro investiert die Stadt 2020 in Straßenbau und Straßenunterhaltung sowie marode Geh- und Radwege. 450 000 Euro sollen als große Investitionen in die Schmidener Straße und in die Karlstraße fließen. Der Radweg an der Korber Straße soll außerdem optimiert (250 000 Euro), in Hohenacker die Bergstraße saniert werden (250 000 Euro).

6. ÖPNV 

Keine Baustelle, aber trotzdem eine Investition in den ÖPNV: Ab 1. April 2020 will Waiblingen ein günstiges Tagesticket einführen. Schon im Advent soll der ÖPNV im Stadtgebiet an allen Adventssamstagen und am Samstag zwischen den Jahren kostenfrei sein. Nächstes Jahr sollen die fünf Samstage übers Jahr verteilt werden. „Damit wollen wir für Bus und Bahn werben und für bessere Luft sorgen“, sagte Hesky.


Stadtverwaltung will neue Stellen schaffen

Tariferhöhungen sind die Gründe für Kostensteigerungen im Personaletat der Waiblinger Stadtverwaltung. Von 2019 auf 2020 steigen die Ausgaben um 1,22 Millionen Euro auf 52,0 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 2,4 Prozent. Fürs kommende Jahr plant die Stadtverwaltung 31,51 neue Vollzeitstellen ein. Den Löwenanteil machen 14 Stellen in der Kinderbetreuung aus. Außerdem will Oberbürgermeister Andreas Hesky unter anderem drei befristete Vollzeitstellen im Fachbereich Bürgerdienste zur Durchführung des Zensus schaffen. Weitere Stellen sollen zur Einführung und Pflege eines Dokumentenmanagementsystems, für den IT-Support bei der Digitalisierung an den Schulen und im Ordnungsamt im Bereich Straßenverkehr geschaffen werden. Letztere soll kostenneutral sein.

Auch ein Verkehrsplaner wird gesucht, um den ständig wachsenden Anforderungen besonders bei der Radverkehrsplanung begegnen zu können. Außerdem ein Bautechniker, der unter anderem Grabungsarbeiten bei der Glasfaserverlegung überwachen soll.


Waiblingen. Wenn die Kinder von heute die Zukunft von morgen sind, hat die Verwaltung bei der Planung des Haushalts 2020 alles richtig gemacht. Rund elf Millionen Euro will Oberbürgermeister Andreas Hesky in kommenden Jahren in Schulen und Kindergärten investieren. Sicher ist: 2020 wird ein Jahr der Baustellen. Im Folgenden die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.

Mit den Investitionen in Höhe von 26 Millionen Euro sollen Impulse zur

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