Waiblingen

Demo gegen die Corona-Maßnahmen und Gegendemo in Waiblingen: Gab es Verstöße gegen die Maskenpflicht und die Ausgangssperre?

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Mehr als 100 Personen nahmen an der Querdenker-Demo teil. Foto: Gabriel Habermann

Mehr als 100 Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Montagabend, 14. Dezember, in Waiblingen demonstriert – und damit deutlich weniger als erwartet. Zwei große Fragen gab es: Werden sich die Gegner der Corona-Maßnahmen an die von 20 Uhr an geltende Ausgangssperre halten und rechtzeitig ihre Kundgebung beenden? Und wird es zu Zusammenstößen mit den linken Gegendemonstranten kommen?

Plakat: „Euer Egoismus geht über Leichen“

Gleichzeitig fand nämlich eine Gegendemo statt, zu der das linke Bündnis „Zusammen gegen rechts“ aus dem Rems-Murr-Kreis aufgerufen hatte. Etwa 50 Menschen kamen, um ihren Protest gegen die Maskenverweigerer kundzutun, darunter Vertreter von Verdi, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, „Die Partei“ und von der Fraktionsgemeinschaft AGTiF, die sich aus der Alternative Liste, Den Grünen und der Tierschutzpartei zusammensetzt. „Euer Egoismus geht über Leichen“ und „Querdenken tötet“ stand auf Plakaten, die sich gegen die Maskengegner richteten. 

Maskenpflicht während der Kundgebungen

Angemeldet war die Versammlung der Maskengegner für 18.30 Uhr bis spätestens 19.45 Uhr. Für die Auftaktkundgebung auf dem Elsbeth-und-Hermann-Zeller-Platz sowie die Abschlusskundgebung auf dem Postplatz galt indes für die Teilnehmer Maskenpflicht. Nach Polizeiangaben wurde sie allerdings nicht von allen eingehalten – und so wurden von mehreren Demonstranten die Personalien aufgenommen. „Wir werden auch Verstöße anzeigen“, stellte die Einsatzleiterin im Gespräch mit unserer Zeitung klar. Die Ordner der Demonstranten seien nicht in der Lage gewesen, die Einhaltung der Maskenpflicht bei allen durchzusetzen. Zum Teil seien die Leute sehr provokant gegenüber den Einsatzkräften aufgetreten.

Starke Polizeipräsenz

Die Polizei war an diesem Montag mit dutzenden Einsatzkräften in Waiblingen vertreten. Als Verstärkung waren Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz da, wie die Bereitschaftspolizei aus Göppingen mittlerweile heißt. Auch der kommunale Ordnungsdienst war in hoher Zahl anwesend.

Blockade durch die Antifa

Die Demo der Maskengegner und auch die Gegendemo verliefen insgesamt friedlich. Als die Gegner der Corona-Maßnahmen gegen 19 Uhr vom Elsbeth-und-Hermann-Zeller-Platz Richtung Bahnhofstraße zogen, versuchten einige Antifa-Aktivisten den Zug der Maskengegner zu blockieren. Der Versuch scheiterte jedoch an der Polizei, die ein Aufeinandertreffen verhinderte. Ob dies Konsequenzen hat? „Da ermittelt die Polizei“, sagte die Einsatzleiterin. Um 19.45 Uhr endete die Versammlung – und um 20 Uhr hatten tatsächlich alle Demonstranten den Postplatz verlassen.

Reaktion auf Ausgangssperre: Nächste Demo beginnt früher

Die Regeln der Ausgangssperre haben trotzdem viele gebrochen, da sie deutlich zu spät den Platz verließen. Sie waren allerdings nicht die Einzigen: So gab es Menschen, die kurz vor 20 Uhr gerade vom Shoppen aus Geschäften im Postplatzforum kamen. Allerdings passen sich die Maskengegner an: Die nächste Demo in Waiblingen beginnt um 17.30 Uhr – und damit eine Stunde früher als bislang.

Mehr als 100 Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Montagabend, 14. Dezember, in Waiblingen demonstriert – und damit deutlich weniger als erwartet. Zwei große Fragen gab es: Werden sich die Gegner der Corona-Maßnahmen an die von 20 Uhr an geltende Ausgangssperre halten und rechtzeitig ihre Kundgebung beenden? Und wird es zu Zusammenstößen mit den linken Gegendemonstranten kommen?

Plakat: „Euer Egoismus geht über Leichen“

Gleichzeitig fand nämlich eine Gegendemo statt, zu der

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