Waiblingen

Der Abriss läuft: Das Hotel Koch in Waiblingen ist bald verschwunden

Abriss Hotel Koch
Der Eingangsbereich fehlt bereits: In den nächsten Wochen sind die Gebäude links und rechts dran. © ALEXANDRA PALMIZI

Seit Wochen arbeitet der Abrissbagger auf der Rückseite des einstigen Hotels Koch am Bahnhof, nun geht es zunehmend an die Fassade auf Seiten der Bahnhofstraße und der Devizesstraße. Sie gehörte für Jahrzehnte zum Waiblinger Stadtbild und ist nun im Verschwinden begriffen. Das Rezeptionsgebäude mit dem Haupteingang steht bereits nicht mehr.

Begonnen wurde mit dem Abriss des Wohngebäudes im rückwärtigen Bereich des Hotels. Im Lauf des Augusts werden die beiden verbliebenen Hotelgebäude maschinell abgebrochen. Nach dem oberirdischen Rückbau erfolgen der „unterirdische Abbruch“ und die Sicherung der Baugrube. In bislang zwei Hauswurfsendungen habe er die Anwohner über das Vorgehen informiert, sagt Bauleiter Andreas Fröse. Die Baumaßnahmen führten zwar unter Umständen zu einem erhöhten Lärmpegel – „wir sind aber bemüht, diesen auf ein Minimum zu beschränken und die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen“.

Sperrungen bis nach den Ferien

Wegen der beengten Platzverhältnisse sind der Geh- und Radweg der Devizesstraße sowie der Gehweg der Bahnhofstraße im Bereich der Baustellen seit drei Wochen gesperrt, der Schutzstreifen für Radfahrer aufgelöst. So soll es sogar bis über die Sommerferien hinaus bleiben.

Neues Hotel soll im Frühjahr 2023 eröffnen

Mit dem Bau ist der Komplettanbieter Köster GmbH (ehemals Baresel) beauftragt. Das Gebäude mit rund 6200 Quadratmeter Bruttogrundfläche auf Erd- und sechs Obergeschossen sowie Untergeschoss soll in weniger als zwei Jahren errichtet werden – den jetzigen Rückbau der alten Gebäude eingerechnet. Die Eröffnung des neuen Hotels der Kette „Loginn by Achat“ ist für das Frühjahr 2023 geplant.

Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll

Hinter dem Hotelprojekt stehen Großinvestor Harald Panzer mit seiner Grundstücksgesellschaft Alpenland GmbH mit Sitz in Waiblingen und die Avonia Real Estate GmbH aus Leinfelden-Echterdingen. Sie baut und saniert Hotels in der Region und darüber hinaus. Im Mai 2018 hatte er sein Vorhaben öffentlich gemacht und dabei der Familie von Manfred Koch und Rosemarie Reutter für deren Lebensleistung Respekt gezollt. „Das Haus wurde über Dekaden freundlich, familiär und gut geführt.“ Eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes habe wirtschaftlich keinen Sinn ergeben – daher die Entscheidung für den Neubau.

Das „Koch“ war als Hotel wie als Restaurant eine Waiblinger Institution und galt in den Achtzigern nach großer Sanierung und Ausbau auf mehr als 50 Betten als eins der führenden Häuser in der Umgebung. Das Nachfolge-Hotel soll 136 Doppelzimmer, 27 Tiefgaragenplätze sowie vier Außenstellplätze haben.

Der Neubau am altbewährten Hotel-Standort ist eine Investition inmitten einer schweren Krise. Aber auch während der Corona-Pandemie gelte es, langfristig zu planen und in strategisch wichtigen Regionen weiter zu wachsen, ließ Philipp Freiherr von Bodman, geschäftsführender Gesellschafter von Achat-Hotels, vor Beginn der Abbrucharbeiten verlauten.

Seit Wochen arbeitet der Abrissbagger auf der Rückseite des einstigen Hotels Koch am Bahnhof, nun geht es zunehmend an die Fassade auf Seiten der Bahnhofstraße und der Devizesstraße. Sie gehörte für Jahrzehnte zum Waiblinger Stadtbild und ist nun im Verschwinden begriffen. Das Rezeptionsgebäude mit dem Haupteingang steht bereits nicht mehr.

Begonnen wurde mit dem Abriss des Wohngebäudes im rückwärtigen Bereich des Hotels. Im Lauf des Augusts werden die beiden verbliebenen Hotelgebäude

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