Waiblingen

Die Arbeiten am Krankenhaus-Areal gehen weiter

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Klinikareal
Die Drohne hat’s im Blick: Die Erdarbeiten sind in vollem Gang. © Büttner / ZVW
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Klinikareal
Blickrichtung Korber Höhe und Winnender Straße. © Büttner / ZVW

Waiblingen. Nach einem monatelangen Baustopp rollen auf dem Waiblinger Krankenhaus-Areal wieder die Bagger. Sie modellieren das Gelände so um, dass von der Mitte des Jahres an die Erschließung für das Wohngebiet beginnen kann. In zwei oder drei Jahren könnten dort etwa 400 bis 440 Menschen einziehen.

Video: Mit der Drohne über die Baustelle des Klinik-Areals in Waiblingen. Da ist Bewegung drin.

Derzeit gleicht das Krankenhaus-Areal einem wüsten Canyon mit Tälern, Schluchten und Hängen. Die Firma Fischer aus Weilheim an der Teck wird dort in den nächsten Wochen rund 30 000 Kubikmeter Boden bewegen. Was im Lauf dieser Woche bei Erdtransporten für mächtige Dreckspuren auf den umliegenden Straßen und für Unmut in den sozialen Netzwerken sorgte. Infolge des starken Regens fielen Brocken von den Fahrzeugen und verteilten sich großflächig. „Die Baufirma wurde in die Pflicht genommen und wird die Straße reinigen“, teilt Sandra Weiss, Pressesprecherin des Landratsamts, auf Anfrage mit.

Wettbewerbs-Ergebnisse Ende April oder Anfang Mai

Aktuell wird die ursprünglich für das Sozialdezernat des Landratsamtes vorgesehene Fläche entlang der Winnender Straße in einem städtebaulichen Wettbewerb neu überplant, den die Kreisbau in Abstimmung mit der Stadtverwaltung ausgelobt hat. Ergebnisse sollen Ende April oder Anfang Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dann könnte endlich der gesamte Bebauungsplan für das Krankenhaus-Areal auf den Weg gebracht werden. Oberbürgermeister Andreas Hesky freut’s, denn nicht zuletzt bei der Flächensuche für Wohnungsbau im vergangenen Jahr wurde die Stadt immer wieder auf das alte Krankenhaus angesprochen – und musste auf Landkreis und Kreisbau verweisen.

Areal ausschließlich für Wohnungsbau - mit einer Ausnahme 

Lange Zeit war unklar, was der Kreis auf der Fläche an der Winnender Straße vorhat, bis sich der Kreistag im Oktober festlegte, die Pläne für ein Sozialdezernat an dem Standort zu verwerfen, und sich im Zug seines Gesamtimmobilienkonzepts für das Postareal an der Mayenner Straße als zweiten Standort des Landratsamts entschied. Damit wurde der Weg frei, das Areal für ausschließlich Wohnungsbau zu nutzen. Mit einer Einschränkung: Auf Bitten der Stadt werden die planerischen Voraussetzungen für einen möglichen Kindergarten geschaffen.

Kreisbaugesellschaft verantwortet Geländemodellierung und Erschließungsarbeiten

Die Kreisbaugesellschaft, der das Gelände gehört, verantwortet die aktuelle Geländemodellierung, welche die Grundlage wird für die Neubebauung und eine Straße durch das Wohngebiet. Ebenso die Erschließungsarbeiten, die im Juli oder August beginnen sollen. Eine Abstimmung über Ausführung und Qualität soll mit der Stadt Waiblingen erfolgen, eine Lenkungsgruppe wurde zu diesem Zweck eingerichtet.

Stadt darf sich für 40 Wohnungen Belegungsrechte sichern 

Keine Spur von den Misstönen nach dem von Landrat Richard Sigel veranlassten Baustopp im Frühsommer 2016. OB Andreas Hesky berichtet von großer Einmütigkeit. Welche sogar dazu führt, dass die Stadt sich für 40 Wohnungen Belegungsrechte für die Dauer von 30 Jahren sichern darf.

Wohnraum für sozial Schwächere

Ein pragmatischer Weg, um Menschen, die auf dem freien Markt geringe Chancen haben, bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Als möglicher Beginn für die Hochbauarbeiten wird März 2018 anvisiert. Der Großteil der Bewohner wird nach Einschätzung der Stadt in den Jahren 2019 und 2020 einziehen.

Geländemodellierungsarbeiten nach Unterbrechung jetzt wieder ausgeführt

Derzeit werden die Geländemodellierungsarbeiten ausgeführt, welche als vorbereitende Maßnahme für die anschließenden Erschließungsmaßnahmen (Herstellung der Straßen, Wege, Ver- und Entsorgungsleitungen) dienen. Die Geländemodellierungsarbeiten hatten schon Ende 2016 begonnen, mussten nach Auskunft des Landratsamts aber aufgrund der Witterungsbedingungen unterbrochen werden. Eigentlich hätten sie Ende Januar abgeschlossen sein sollen - jetzt werden sie nachgeholt.

Krankenhaus-Areal

Auf dem gesamten ehemaligen Krankenhaus-Areal mit den Baufeldern 1,2,3,4 und A sollen etwa 200 bis 210 Wohnungen für voraussichtlich 400 bis 440 Bewohner entstehen.

Für das gesamte Areal hat sich die Stadt das Belegungsrecht für 40 Wohnungen gesichert. Diese Wohnungen werden im Baufeld A geschaffen.

Die Baufelder 1,2,3 und 4 mit bis zu 130 Wohnungen und Reihenhäusern werden durch das Siedlungswerk und die GWG-Gruppe errichtet.