Waiblingen

Die zehn gesündesten Wildkräuter

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© Palmizi / ZVW
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Reich an Vitamin C: Der Bärlauch. © Palmizi / ZVW
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Brennnesseln sind nicht nur ein Unkraut, sondern können auch für Kräutertees verwendet werden. © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Spitzwegerich Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Roter Wiesenklee Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Löwenzahn Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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Wildkräuter Sanitas-Kräutergarten Silvia Lehmann gibt Tipps zu Wildkräutern, die nach ihrer Ansicht viel mehr Inhaltsstoffe enthalten als angebautes Gemüse. "Die zehn besten Wildkräuter". Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW

Weinstadt. Unkraut gibt’s für Silvia Lehmann nicht: Bärlauch, Brennnesseln und andere wildwachsende Kräuter sind für sie wertvolle Lebensmittel. Für die Endersbacherin haben sie eine Menge Vorteile: Sie müssen nicht verpackt werden, sind stets frisch und völlig umsonst. Unsere Zeitung stellt Ihnen die zehn gesündesten Wildkräuter vor.

Brennnesseln und Löwenzahn erkennen die meisten Menschen noch – aber wer weiß schon, wie der Gundermann oder der Spitzwegerich aussehen? So scheitert mancher an sich kulinarisch aufgeschlossene Mensch schlichtweg daran, essbare Wildkräuter in der freien Natur zu erkennen. Silvia Lehmann aus Endersbach kann das nicht passieren: Sie ernährt sich schon länger alternativ, schwört auf vegane Vitalkost. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache. Aber Silvia Lehmann will die Menschen zumindest dazu bewegen, wildwachsende Kräuter im eigenen Garten nicht gleich als Unkraut abzutun. „Wenn man das alles abmäht, tötet man gute Lebensmittel ab.“

Wer in großen Mengen Wildkräuter futtert, tut sich keinen Gefallen

Für unsere Zeitung hat Silvia Lehmann, die auch als Yoga-Lehrerin arbeitet und Vorsitzende des Vereins Kunstraum ist, zehn Wildkräuter aufgelistet. Auch hier gilt es freilich, Maß zu halten. Wer zu viele Wildkräuter auf einmal isst oder immer nur eine Sorte futtert, schädigt seinen Körper. Es ist letztlich alles eine Frage der Dosis.

1. Der Gundermann: Er enthält laut Silvia Lehmann ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Er gilt als entzündungshemmend, stoffwechselanregend sowie schleimlösend.

2. Der Rote Wiesenklee: In ihm stecken Provitamin A sowie pflanzliche Hormone. Zubereitungen aus den Blüten sollen gut gegen Wechseljahresbeschwerden sein.

3. Der Löwenzahn: Er enthält Vitamin A, B und C. Seine Bitterstoffe regen laut Silvia Lehmann Galle und Leber an. Löwenzahn wirkt entgiftend, harntreibend, entwässernd und schleimlösend. Diese positiven Effekte gelten allerdings nur für junge Blätter: Der Milchsaft in Stängeln und Blättern ist giftig!

4. Der Giersch: „Wer schlau ist, legt sich in die Hängematte und isst den Giersch, statt sich für den Spinat abzurackern“, sagt Silvia Lehmann. Das Wildkraut enthält ätherische Öle, Vitamin A und C, dazu Eisen, Kupfer und Mangan. Der Giersch gilt im Volksmund als Zipperleinskraut und wirkt antirheumatisch sowie verdauungsfördernd.

5. Das Wiesenlabkraut: Es beinhaltet das Lab-Enzym, das auch im Kälbermagen vorkommt. Die jungen Triebspitzen und Blüten können zum Beispiel für Salate oder Süßspeisen verwendet werden. Wiesenlabkraut wirkt laut Silvia Lehmann entwässernd und regt die Nierentätigkeit an.

6. Die Knoblauchsrauke: Sie besitzt reichlich Vitamin A und C. Laut Silvia Lehmann wirkt sie harntreibend, wundheilend, antibakteriell und verdauungsanregend.

7. Der Spitzwegerich: Er hilft gegen Atemwegsbeschwerden, wirkt bei Insektenstichen sowie offenen Wunden blutstillend. Im Spitzwegerich steckt neben Vitamin C auch Aucubin, ein antibiotisch wirkender Stoff.

8. Die Schafgarbe: Sie ist vielseitig wirksam. So hat die Schafgarbe entzündungshemmende ätherische Öle, dazu wirkt sie entkrampfend, außerdem regt sie den Stoffwechsel an und hilft bei Verdauungsbeschwerden.

9. Der Bärlauch: Die Pflanze ist komplett essbar, genutzt werden aber vor allem die Blätter. Bärlauch wirkt laut Silvia Lehmann antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend und antimykotisch. Vorsicht: Er sieht den giftigen Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich. Die Bärlauchsaison ist übrigens vorbei, sie geht nur von März bis Mitte Mai.

10. Die Brennnessel: Ihre Blätter brennen zwar, doch sie wirkt entzündungshemmend und stimuliert das Immunsystem. Brennnesseln enthalten übrigens 20-mal mehr Vitamin C und Calcium als Kopfsalat.

Wildkräuterbuffet am 12. Juni: Jetzt anmelden

Lust auf ein veganes Wildkräuterbuffet? Das bietet Silvia Lehmann am Sonntag, 12. Juni, von 13 Uhr an im Garten der Sinne zwischen Endersbach und Beutelsbach.

Probiert werden können grüne Smoothies mit Brennnesseln, veganer Käse mit Wiesenlabkraut, Rohkostcracker, Wildkräuterpesto mit Knoblauchsrauke, Linguine mit Vogelmierekäsesoße, Wildkräutersalat mit wilden Blüten, Hanfquark mit Löwenzahn, Zucchinidip mit Malvenblättern und Erdbeer-Chia-Dessert mit Gundermann.

Anmelden müssen sich Interessierte bei Silvia Lehmann unter ) 0 71 51/90 68 30 oder unter info@gruen-gesund-gluecklich.de. Die Kosten betragen 24 Euro (inklusive Wasser).

Auch sonst ist an dem Tag im Garten der Sinne sowie im benachbarten Sanitas-Kräutergarten einiges geboten. Von 14 Uhr an wird die schmiedeiserne Sonnenuhr von Bernhard Dippon enthüllt, außerdem wird die neue Skulptur von Karl Strohmaier zu sehen sein. Außerdem gibt es ein Kinderprogramm.