Waiblingen

Dr. Hans-Ulrich Rülke bei „ZVW im Gespräch“

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FDP-Spitzenkandidat Dr. Hans-Ulrich Rülke. © Privat

Waiblingen. Um Publicity zu bekommen, stellt sich Hans-Ulrich Rülke schon mal als junger Mann mit Badehose ins weltweite Netz. Die FDP könnte es am 13. März mit Rülke an der Spitze wieder in den Landtag schaffen. Am Montag, 22. Februar, ist der FDP-Spitzenkandidat zu Gast bei „ZVW im Gespräch“ und stellt sich den Fragen von Chefredakteur Frank Nipkau und denen unserer Leserinnen und Leser.

Mit der bunten Badehose hat es der ranke und schlanke Hans-Ulrich Rülke von einst sogar in die Tagesthemen der ARD von heute geschafft. Rülke gilt als der Lautsprecher im Landtag. Um flotte Sprüche – knapp über der Gürtellinie, siehe Badehose – ist er nie verlegen. Als ein Interviewer kürzlich meinte, er habe „zeitweise als eigentlicher Oppositionsführer im Landtag“ gegolten, antwortete er: „Nein, nicht zeitweise.“ Diejenigen, die seine manchmal rüpelhaften und nicht immer inhaltlich ausdifferenzierten Beiträge aushalten mussten, gaben Rülke Spitznamen wie „Brüllke“. Stolz ist der FDP-Spitzenkandidat auf sein jüngstes Wahlplakat: „Du kannst Rülke nicht ändern. Aber Rülke etwas im Land.“

Zu Nils Schmid meinte er einst: „Einen Finanzminister wie Sie müsste man eigentlich in die Wüste schicken, aber vermutlich würde dann der Sand knapp.“ Die Grünen mussten sich einmal anhören: „Es ist mittlerweile so weit, dass die Grünen per SMS zu Demonstrationen gegen Mobilfunkmasten aufrufen.“ Und bei einer Haushaltsdebatte verspottete er den Ministerpräsidenten als „Winfriedos Kretschmannakis“, der das Ländle ähnlich in Grund und Boden regiere wie die griechischen Politiker ihr Land.

Dennoch hat der 54-Jährige in einem Redaktionsgespräch bei der Rhein-Neckar-Zeitung die Tür zu einer Koalition mit den Grünen und der SPD vorsichtig geöffnet: „Meiner Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt“, sagte er über mögliche Koalitionen. Und schlug sie anschließend fast wieder zu, indem er darauf pochte, unbedingt eigene Forderungen durchsetzen. „Für Grün-Rot würde das einen Politikwechsel bedeuten. Und: „Grün-Rot müsste vieles, was in den vergangenen Jahren beschlossen wurde, in einer 180-Grad-Wendung wieder zurücknehmen.“ Rülke müsste sich bei einer Ampel übrigens auch gegen zwei Landtagsabgeordnete aus dem Rems-Murr-Kreis durchsetzen. Prof. Dr. Ulrich Goll und Jochen Haußmann hatten erst jüngst in einer Unternehmerrunde eine solche Koalition definitiv ausgeschlossen.

Hans-Ulrich Rülke gehört dem Landtag seit 2006 an, vertritt den Wahlkreis 44 (Enz) und ist seit 2009 Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion. Nach Abitur und Wehrdienst hat Rülke Germanistik, Politik, Geschichte und Soziologie an der Universität Konstanz studiert, promovierte mit einer Arbeit zu Gottesbild und Poetik bei Klopstock zum Dr. phil. und war von 1993 bis 2001 Gymnasiallehrer in Pforzheim und von 2001 bis 2006 Fachberater für das Oberschulamt Karlsruhe.

Die aktuellen Umfragen sehen die FDP am 13. März bei knapp sechs Prozent. Zu einer Mehrheit mit dem Lieblingskoalitionspartner CDU reicht es der FDP nicht, so dass es für die Partei um zwei Übel geht: Opposition oder Ampel.

Zu diesen und anderen Fragen stellt sich Hans-Ulrich Rülke am Montag, 22. Februar, um 19 Uhr den Fragen von ZVW-Chefredakteur Frank Nipkau. Die Diskussion kann auch im Liveticker auf www.zvw.de oder über Twitter verfolgt werden.

In der Reihe „ZVW im Gespräch“ sind alle vier Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien zu Gast. Eine Woche vor der Wahl, am Samstag, 5. März, kommt Ministerpräsident Winfried Kretschmann um 20 Uhr in die Jahnhalle nach Weinstadt-Endersbach. Bündnis 90/Die Grünen liegen aktuell bei 28 Prozent.

Info

Anmeldungen zu „ZVW im Gespräch“ mit Hans-Ulrich Rülke ab sofort im Internet: www.zvw-shop.de oder telefonisch von 8 Uhr an () 0 71 51/5 66-0). Der Veranstaltungsort ist das Zeitungshaus Waiblingen, Albrecht-Villinger-Straße 10 (Industriegebiet Ameisenbühl).