Waiblingen

Ein Nachfolger fürs Iguana in Waiblingen steht fest - wer ist es und was gibt es dort?

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Vor dem ehemaligen Iguana in der Innenstadt. © Gabriel Habermann

Nach dem Lockdown im Frühjahr bliebt das Restaurant Iguana in Waiblingen zu. Jetzt steht fest, wie es weitergehen wird. Der neue Mieter ist in der Stadt kein Unbekannter. 

Das Iguana in der Marktgasse war bis vor der Krise vor allem unter jungen Menschen ein beliebter Ort in der Waiblinger Innenstadt. Dann lief der Pachtvertrag aus, die Besitzer gaben das Restaurant auf. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten für all diejenigen, die Enchiladas und Mojitos schon schmerzlich vermissen: Matthias Hönes, Chef des  „CBC“  eröffnet wieder ein mexikanisches Resaurant. Er plant die Eröffnung eines Joe Peña’s. Die Kette hat sich auf mexikanisches Essen, Cocktails und Steaks spezialisiert, wie Hönes erklärt.

Ein großes Franchise-Unternehmen

Joe Peña’s ist ein großes Franchise-Unternehmen, auch in Stuttgart, Schorndorf, Ludwigsburg, Backnang und vielen anderen Orten gibt es einen Ableger. Das Konzept mit Cocktails und mexikanischem Essen scheint dem bisherigen Iguana insgesamt recht ähnlich zu sein. Doch es gibt vor allem einen Unterschied: Die Räume werden renoviert und neu gestaltet, erzählt Hönes.

Wann ist die Eröffnung geplant?

Doch noch ist ein bisschen Geduld gefragt, bis hier die Türen in der Waiblinger Passage sich öffnen. „Ich plane den Start für März“, sagt Matthias Hönes. Doch ob das tatsächlich klappt, werde man wohl sehen müssen. Vor allem seien die weiteren Schritte von der Entwicklung der Pandemie und den Regeln der Politik abhängig. Doch Hönes scheint ein Optimist zu sein. „Es gibt ein Leben nach Corona“, sagt er. Trotz derzeit schwieriger Lage hat er sich für die zusätzliche Investition entschieden.

Erst im vergangenen Jahr hat Hönes das CBC in Waiblingen umgebaut. Im ersten Stock bietet er mit dem Wirtshaus am Alten Postplatz schwäbische und bayrische Gerichte an. Im Erdgeschoss ist nach wie vor das CBC. Die Essen kommen dabei aber aus einer Küche. Früher durfte im oberen Bereich noch geraucht werden, heute darf in keinem der beiden Bereiche mehr geraucht werden.

Große Teile des Umsatzes fehlen

Es ist eine schwere Zeit für die Gastronomie. „80 Prozent des Umsatzes fehlen“, sagt Matthias Hönes. Auch er habe die Novemberhilfe beantragt und Kurzarbeit angemeldet. Doch weil er Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten wolle, zahle er ihnen die Differenz zwischen Kurzarbeitergeld und vollem Lohn aus. Schließlich sei es bereits ein harter Einschnitt, dass die Trinkgelder komplett fehlen.

Wie die Karriere des Gastronomen begann

In seiner Existenz sehe er sich durch Corona derzeit nicht bedroht. Doch vor allem für die kleineren Betriebe sei es derzeit sehr schwer. Über sich selbst sagt der 1,95 Meter große Mann aber: „Ich bin ein Kämpfer“. Der heute in Alfdorf Lebende hat einst in Fellbach eine Lehre zum Außenhandelskaufmann gemacht, baute einen Sandwichservice auf und ging schließlich in die Gastronomie. Heute betreibt der 55-Jährige neben seinen Waiblinger Lokalen auch das CBC in Fellbach und den Biergarten am Hanweiler Sattel.

Ein echter Familienbetrieb

Es ist ein großer Familienbetrieb, den Hönes aufgebaut hat. Auch seine Söhne Dennis, Dustin und Marvin arbeiten mit. Fast 50 fest angestellte Mitarbeiter hat er. Hönes hat sich in Sachen Gastronomie nicht nur auf einem Bereich festgelegt. Ob Burger und Pommes im Biergarten, Braten im Wirtshaus am Alten Postplatz oder wie jetzt mexikanische Gerichte – aus Hönes’ Küchen gibt es alles Mögliche.

Nach dem ersten Corona-Lockdown im Frühjahr blieb das Iguana in der Marktgasse geschlossen. Doch mit dem Virus habe das nicht zu tun gehabt, erklärten die Betreiber Daniel Trick und Mario Diaz im August. Der Pachtvertrag wäre ohnehin bald ausgelaufen. Das Duo habe in den vergangenen Jahren enorm expandiert. Unter anderem betreiben sie den „Forsthof“ in Steinheim an der Murr, ein Hotel mit 60 Betten sowie mehreren Sälen. Bis zu fünf Hochzeiten könnten dort gleichzeitig gefeiert werden. Der Aufwand fürs Iguana habe sich für sie nicht mehr gelohnt, erklärten die beiden unserer Zeitung vor einigen Monaten. Ein starkes Wochenende im Forsthof werfe ungefähr so viel ab wie ein ganzer Monat beim Mexikaner, erklärte Trick damals. Sie hatten das Iguana vor sechs Jahren von Jürgen Olga und dem Betreiber des „Sachsenheimer“ und des „Tagsblatts“ übernommen.

Nach dem Lockdown soll es richtig los gehen

Harald Sauter, Eigentümer der Immobilie und Zweiter Vorsitzender beim Bund der Selbstständigen in Waiblingen, sprach im August noch davon, dass es sehr schwierig werden könnte, einen Nachfolger zu finden. Vor allem sei er auf der Suche nach jemandem, der nicht schon nach zwei Jahren wieder draußen ist.

Mit Matthias Hönes hat er nun ein Gastro-Schwergewicht mit viel Erfahrung gefunden. Darüber sei er sehr froh, erklärte er nun. Mit einem breiten Angebot an Gastronomie könne es nach dem Lockdown also wieder richtig losgehen, meint Sauter.

 

Nach dem Lockdown im Frühjahr bliebt das Restaurant Iguana in Waiblingen zu. Jetzt steht fest, wie es weitergehen wird. Der neue Mieter ist in der Stadt kein Unbekannter. 

Das Iguana in der Marktgasse war bis vor der Krise vor allem unter jungen Menschen ein beliebter Ort in der Waiblinger Innenstadt. Dann lief der Pachtvertrag aus, die Besitzer gaben das Restaurant auf. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten für all diejenigen, die Enchiladas und Mojitos schon schmerzlich vermissen:

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