Waiblingen. Als Osama Hamid vor zehn Jahren aus Syrien floh, war er knapp zwölf - doch ein Kind war er nicht mehr. Dazu hatte er im Kriegsland schon zu viel erlebt: einen Bruder verloren, gehungert, war von Assad-Soldaten "zum Spaß" schikaniert und verprügelt worden, erzählt er. Auf der Route nach Westeuropa war er zwölf Stunden auf einem Schlauchboot, lag nach einem Schlag mit einem Polizeiknüppel tagelang im Krankenhaus. Seinen Vater sah er erst drei Jahre später wieder.