Waiblingen

Einkaufen ohne Plastik: Neuer Unverpackt-Stand kommt auf die Wochenmärkte in Waiblingen und Umgebung

unverpackt
Martina Mohr (links) und Uta Grasmannsdorf mit einer kleinen Auswahl ihrer Produkte. Das Foto wurde übrigens vor der Verschärfung der Maskenpflicht aufgenommen. © Kölbl

Ihren Traum von einem Unverpacktladen in Waiblingen geben Martina Mohr und Uta Grasmannsdorf nicht auf, obwohl ihre Suche nach geeigneten Verkaufsräumen bislang erfolglos verlaufen ist. Mangels Laden werden sie jetzt mobil – und starten am Samstag mit einem Stand auf dem Waiblinger Wochenmarkt. Auch auf anderen Märkten der Umgebung werden sie ab sofort regelmäßig ihre Lebensmittel anbieten.

Die Gründerinnen des Nachhaltigkeitsprojekts „b:OHNE - besser OHNE“ sind fest entschlossen, ihren Ankündigungen Taten folgen zu lassen, auch unter erschwerten Bedingungen. Selbst von morgendlich frischen Temperaturen und Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt wollen sie sich nicht abhalten lassen. Am Samstag, 14. November, eröffnet der Unverpackt-Verkaufsstand gegenüber der Osianderschen Buchhandlung und der Stadtbücherei zum ersten Mal.

Vorbilder in Schorndorf und Sillenbuch machen Mut

Müsli, Nudeln, Hülsenfrüchte, Schokolade – das und vieles mehr wird es beim Unverpackt-Stand zu kaufen geben. Die Kundinnen und Kunden lassen sich die Ware direkt in Beutel, Gläser oder Boxen füllen - ohne Verpackungsmüll, ohne Plastik, regional und aus biologischer Produktion. Ganz wie in Unverpackt-Läden, von denen deutschlandweit immer mehr eröffnen. Das Konsumverhalten verändert sich und die Branche wächst, davon sind die Gründerinnen überzeugt. Vorbilder wie die Unverpackt-Läden in Stuttgart-Sillenbuch oder die „Bergerei“ in Schorndorf machen ihnen zusätzlich Mut, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Ebenso die vielen Rückmeldungen der interessierten Kundschaft aus Waiblingen.

Bisher waren die neuen Marktbeschickerinnen beruflich in den Bereichen Dentaltechnik und Telekommunikation unterwegs. Bei der IHK hat die 57-jährige Martina Mohr Kurse zu Gesundheitsvorschriften, Hygiene, Buchhaltung und Controlling belegt. In der 38-jährigen Uta Grasmannsdorf hat sie eine ebenfalls von der Nachhaltigkeits-Idee überzeugte Partnerin gewonnen. Die Mutter von drei Kindern zwischen fünf Monaten und acht Jahren versucht mit ihrer Familie, mit möglichst wenig Plastik auszukommen.

Vor- und Nachteile des Markt-Verkaufs

Der Verkauf auf dem Wochenmarkt birgt gegenüber dem in einem Laden andere Herausforderungen, die vor allem mit dem Wetter zu tun haben: „Wir müssen die Ware besonders schützen und genau beobachten, wie sie reagiert.“ Schwankende Temperaturen können zum Beispiel auf Schokolade zu weißlichem Fettreif führen, was zwar unbedenklich ist, aber nicht so schön aussieht. Gleichwohl versprechen sich Martina Mohr und Uta Grasmannsdorf von ihrer Markt-Präsenz den Vorteil, gleich bei Kundenkreisen bekanntzuwerden, die ohnehin aufgeschlossen sind für bewussten, nachhaltigen Konsum. Unverpacktes zu kaufen, ist auf dem Wochenmarkt üblich. Derweil ist der Plan vom eigenen Laden noch nicht passé – die Suche läuft weiter. Fest steht: Es soll in Waiblingen sein.

Diese Märkte werden besucht

Ein Problem sind die verfügbaren Flächen. Zwischen 80 und 100 Quadratmeter wären optimal. Die leerstehenden Räume von (ehemals) Tamaris und Street One etwa erwiesen sich als zu groß. Für diese steht der Hausverwalter nach Angaben des städtischen Wirtschaftsförderers Marc Funk in Verhandlungen mit zwei Interessenten, die allerdings, kaum verwunderlich, wegen der aktuell schwierigen Corona-Situation wohl noch dauern.

Das werden die wöchentlichen Stationen sein: mittwochs von 7 bis 13 Uhr in Waiblingen vor der Stadtbücherei; donnerstags von 8 bis 14 Uhr in Winnenden vor der Kreissparkasse, Marktstraße; freitags 7 bis 12 Uhr in Endersbach in der Strümpfelbacher Straße; freitags 13.30 bis 16.30 Uhr in Fellbach-Schmiden beim Großen Haus, Otilia-Frech-Platz sowie samstags von 7 bis 13 Uhr wiederum in Waiblingen. Die Premiere ist am Samstag, 14. November.

Ihren Traum von einem Unverpacktladen in Waiblingen geben Martina Mohr und Uta Grasmannsdorf nicht auf, obwohl ihre Suche nach geeigneten Verkaufsräumen bislang erfolglos verlaufen ist. Mangels Laden werden sie jetzt mobil – und starten am Samstag mit einem Stand auf dem Waiblinger Wochenmarkt. Auch auf anderen Märkten der Umgebung werden sie ab sofort regelmäßig ihre Lebensmittel anbieten.

Die Gründerinnen des Nachhaltigkeitsprojekts „b:OHNE - besser OHNE“ sind fest entschlossen,

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