Waiblingen

Feuerwehr Waiblingen: Mobile Sirenen kommen mit Verzögerung

Sirene
Geliefert werden die beiden mobilen Sirenenanlagen von der Firma Hörmann Warnsysteme aus dem oberbayerischen Kirchseeon. Zu sehen ist auf dem Bild das Modell „MOBELA 150-DII“. © Hörmann Warnsysteme GmbH

Zum Schutz der Bürger hat Waiblingen zwei mobile Sirenen bestellt – und die sollen nun Mitte September endlich ankommen. Das teilt der Waiblinger Feuerwehr-Kommandant Jochen Wolf mit. Bereits im April 2022 hatte er in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) den Kauf der Sirenenanlagen angekündigt und davon gesprochen, dass diese in den nächsten Wochen geliefert werden sollen. Dazu kam es jedoch nicht, was Jochen Wolf mit einem Lieferverzug begründet.

Die Warn-App Nina hat längst nicht jeder

Mit dem Kauf der beiden mobilen Sirenenanlagen reagiert Waiblingen darauf, dass die Stadt wie 14 andere Kommunen im Rems-Murr-Kreis bei den Förderanträgen für stationäre Sirenen vor mehr als einem halben Jahr nicht zum Zug kam. Eine flächendeckende Alarmierung im Notfall ist aber wichtig, wie das Beispiel der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gezeigt hat. Auch bei einem Großbrand wie am 30. März 2022 beim Entsorgungsunternehmen Alba im Waiblinger Gewerbegebiet Eisental können Sirenen helfen, Menschen schnell zu warnen. Zwar gibt es die Warn-App Nina fürs Smartphone, aber die hat nur eine Minderheit der Menschen auf ihrem Handy installiert.

Die Stadt Waiblingen hat nun laut Kommandant Jochen Wolf zur Ergänzung der bestehenden Durchsagemöglichkeiten zwei dieser mobilen Anlagen beschafft. „Die Besonderheit dieser kompakten Anlagen liegt in der kugelförmigen Ausbreitung des Schalls“, erläutert Wolf. Somit könnten auch höher liegende Bereiche in der Stadt informiert beziehungsweise gewarnt werden. Auf der Homepage der Herstellerfirma Hörmann Warnsysteme aus dem oberbayerischen Kirchseeon bei München ist die Schallausbreitung laut dem Kommandanten gut visualisiert. Neben dem Abspielen des Warntons (Warnung/Entwarnung) bestehe über ein Handmikrofon auch die Möglichkeit, Durchsagen vorzunehmen oder vordefinierte Texte abzuspielen.

Für den Ernstfall gelagert

Die beiden Lautsprechereinrichtungen werden laut Jochen Wolf bei der Feuerwehr Waiblingen für den Ernstfall einsatzbereit gelagert. Im Bedarfsfall erfolge durch die Ortspolizeibehörde oder in dessen Auftrag durch die Feuerwehr die Bevölkerungswarnung. „Darüber hinaus wird der Aufbau von stationären Sirenenanlagen im Stadtgebiet gegenwärtig analysiert und geprüft.“ Zur Grundlagenerhebung diene unter anderem eine Schallausbreitungsprognose, die vom Landkreis beauftragt wurde.

Zum Schutz der Bürger hat Waiblingen zwei mobile Sirenen bestellt – und die sollen nun Mitte September endlich ankommen. Das teilt der Waiblinger Feuerwehr-Kommandant Jochen Wolf mit. Bereits im April 2022 hatte er in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV) den Kauf der Sirenenanlagen angekündigt und davon gesprochen, dass diese in den nächsten Wochen geliefert werden sollen. Dazu kam es jedoch nicht, was Jochen Wolf mit einem Lieferverzug

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