Waiblingen

Feuerwehrhaus Hegnach: Neubau nötig, aber Bauplatz fehlt

Feuerwehrhaus
Das Feuerwehrhaus Hegnach wurde im Jahr 1965 erbaut. © Gabriel Habermann

Die Freiwillige Feuerwehr muss in Hegnach unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Das Gerätehaus aus dem Jahr 1965 entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen. So gibt es für die Einsatzkräfte, die in Privatautos zum Einsatz kommen, im Alarmfall zu wenig Parkplätze. Die Fahrzeughalle ist für moderne Feuerwehrfahrzeuge zu klein. Und weil es keine Duschen gibt, müssen die Feuerwehrmänner und -frauen nach dem Einsatz ungewaschen wieder in ihre Privatkleidung schlüpfen und nach Hause fahren.

Ein Hof, den Feuerwehrleute für gewöhnlich zum Üben und zum Warten der Fahrzeuge nutzen, steht nicht zur Verfügung. Doch die räumliche Situation zwischen Kirchstraße und Wolfgang-Gans-Straße gibt keine echte Verbesserung her. Daher sucht die Stadt Waiblingen jetzt nach einem Grundstück für einen Neubau.

Um die Möglichkeiten einer Modernisierung vor Ort auszuloten, hat die Stadt durch das Architekturbüro Glück+Partner eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Die Planer aus Stuttgart sollten untersuchen, ob das Bestandsgebäude an die aktuellen technischen Vorschriften angepasst werden kann und was dafür gebaut werden müsste. Grundlage dafür war ein von der Feuerwehr Waiblingen erstelltes Raumprogramm.

Baurechtlich nicht möglich

Das Ergebnis war ernüchternd: Alle untersuchten Varianten am bestehenden Standort – vom Umbau über Anbau einer Fahrzeughalle bis zu Abbruch und Neubau auf einem vergrößerten Baufenster - fielen mehr oder weniger durch. Ein Neubau oder wenigstens eine neue Fahrzeughalle erwiesen sich nach Prüfung durch die Baurechtsbehörde als nicht genehmigungsfähig. Die Variante mit Sanierung und Bestand des jetzigen Gerätehauses bringt aus Sicht der Feuerwehr wegen der weiterhin fehlenden Stellplätze, der zu kleinen Halle und des zu kleinen Vorplatzes keine wirkliche Lösung der Probleme. Ähnlich der Teilabbruch und Neubau innerhalb des Baufensters: Aus Sicht der Unfallkasse Baden-Württemberg gäbe es auch dabei Probleme, unter anderem weil die Fahrzeuge beim Einfahren ins Gerätehaus die Straße blockieren und beim Ausfahren quasi „sofort“ auf der Straße stehen, ohne dass der Fahrer die Verkehrssituation gut überblicken kann.

OB Hesky: „Würde gerne lieber heute beschließen als morgen“

Wie der städtische Hochbauchef Michael Gunser im Gemeinderat erklärte, braucht die Feuerwehr im Vergleich zum Ist-Zustand etwa die zweieinhalbfache Fläche, um das geforderte Raumprogramm zu erfüllen. Ein Grundstück für einen Neubau müsse rund 2700 Quadratmeter haben, durch den Bau eines Obergeschosses könne sich die Fläche auf etwa 2100 bis 2200 Quadratmeter reduzieren.

Sabine Häfner (CDU): "Hohe Priorität"

CDU-Stadträtin Sabine Häfner verwies unter anderem darauf, dass es für Mädchen und Frauen, die in wachsender Zahl bei der Feuerwehr aktiv sind, keine angemessenen Umkleidemöglichkeiten gibt. Die Modernisierung wäre eigentlich schon fällig – und sollte darum hohe Priorität genießen. Eile ist auch aus der Stadt durchaus geboten. „Wir würden gerne lieber heute beschließen als morgen“, sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky. Das passende Grundstück in geeigneter Lage fehle noch, aber „an der bestehenden Stelle zu investieren, macht keinen Sinn“.

Abteilung Waiblingen hofft ebenfalls auf Neubau

Der Gemeinderat hat daher einstimmig die Stadtverwaltung beauftragt, nach einem verkehrstechnisch und bautechnisch geeigneten Grundstück für die Neuerrichtung eines Feuerwehrhauses zu suchen. So oder so werden sich die Einsatzkräfte noch eine Weile mit den räumlichen Gegebenheiten in Hegnach behelfen müssen.

Auch die Feuerwehr-Kameraden in der Waiblinger Kernstadt hoffen derweil weiter auf einen Neubau. Für diesen hat die Stadt zwar schon ein Grundstück im Auge, dennoch werden bis zur Realisierung noch Jahre vergehen. Wenn das Rote Kreuz und die Rettungsleitstelle dereinst ihren Neubau gegenüber der Rundsporthalle beziehen, kann an der Henri-Dunant-Straße der Neubau des Feuerwehrhauses in Angriff genommen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr muss in Hegnach unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Das Gerätehaus aus dem Jahr 1965 entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen. So gibt es für die Einsatzkräfte, die in Privatautos zum Einsatz kommen, im Alarmfall zu wenig Parkplätze. Die Fahrzeughalle ist für moderne Feuerwehrfahrzeuge zu klein. Und weil es keine Duschen gibt, müssen die Feuerwehrmänner und -frauen nach dem Einsatz ungewaschen wieder in ihre Privatkleidung schlüpfen und nach

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