Waiblingen

Fickler-Abgang: Keine Strafanzeige

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Symbolbild. © Danny Galm

Waiblingen.
Bernd Fickler, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Waiblingen, musste von jetzt auf nachher gehen, wir berichteten. Der Verwaltungsrat der Bank hatte nach eingehender Beratung so entschieden. Mit einbezogen waren dabei auch Externe, etwa Bankenaufseher. Dazu gehörte nicht nur der Sparkassenverband, sondern auch das Regierungspräsidium Stuttgart in seiner Funktion als Rechtsaufsichtsbehörde. Genannt auch Sparkassenaufsicht, die wiederum abzugrenzen ist von der bankenrechtlichen Kontrolle durch BaFin oder Bundesbank.

Anzeige etwa wegen Untreue

Das Referat 14 des Regierungspräsidiums Stuttgart war laut Auskunft seines Sprechers Matthias Kreuzinger frühzeitig, ungefähr seit Mitte November 2016, informiert und habe die Prüfungen aufmerksam verfolgt. Während der Prüfung fand ein Austausch mit Vertretern des Verwaltungsrates und des Sparkassenverbandes statt. RP-Vertreter hätten zu einzelnen Rechtsfragen Stellung genommen und verfahrensbezogene Hinweise gegeben.

Zu Details gibt es für die Presse keine Auskunft. Ein Befund ist dann doch noch zu haben: „Nach unserer Einschätzung haben Verwaltungsrat und Sparkassenverband fair und angemessen gehandelt.“

Kreissparkassen sind im Besitz der jeweiligen Landkreise. Also könnte es sein, dass der Landkreis Rems-Murr Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt hat. Etwa wegen Untreue. Schließlich geht es, rein theoretisch, um die Sicherung von Vermögenswerten. Es darf kein Schaden entstehen für den Kreis als Träger oder für die Kunden. Bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart liegt indes kein Antrag auf ein „strafrechtliches Ermittlungsverfahren vor“, gibt ihr Sprecher Jan Holzner zur Auskunft.