Waiblingen

FSV Waiblingen spendet Pizza für Betriebshof-Mitarbeiter

Alltagsheldenpizza
Damit für jeden etwas dabei ist, werden die Pizzas unterschiedlich belegt. © Gaby Schneider

Es gibt viele Möglichkeiten, Danke zu sagen. Blumen, Karten oder Pralinen zum Beispiel. Der Fußball- und Sportverein Waiblingen (FSV) hat sich etwas ganz anderes überlegt. Unter dem Motto „Pizza für unsere Alltagshelden“ hat der Verein neben seiner Einkaufshilfe eine weitere Aktion ins Leben gerufen: Jede Woche sollen bestimmte Berufsgruppen, die während der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, 30 Pizzas kostenlos erhalten.

Positiv überrascht

Damit die Sache ins Rollen kommt, hat der FSV die erste Pizza-Spende einfach selbst übernommen und die belegten Hefefladen der Stadtverwaltung überreicht. OB Andreas Hesky und Achim Wieler, Leiter des Betriebshofs, haben die Pizzas entgegengenommen. „Ich finde die Aktion sehr schön, es freut uns sehr“, sagt Wieler. Sie seien normalerweise nicht die Ersten, an die man denkt, deshalb sei Wieler positiv überrascht gewesen. Umso mehr habe es ihn gefreut, dass auch die Arbeit der Kollegen wertgeschätzt wird.

Nächste Spende an das Krankenhaus

Nach und nach sollen unterschiedliche Berufsgruppen, die seit dem Corona-Ausbruch mit noch mehr Zeitaufwand und unter stärkerem Druck als üblich arbeiten, in den Genuss ofenfrischer Pizzas kommen. Da es in Waiblingen kein Krankenhaus gibt, sei die Wahl auf die Stadtverwaltung gefallen, sagt FSV-Sportvorstand Florian Wörtz. Der Rechtsanwalt übernimmt mit seiner Kanzlei Wörtz die Kosten für die nächste Pizza-Ladung und beliefert das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden.

Doppelt Gutes tun: Vereinsgaststätte unterstützen und "Corona-Helden" ehren

Doch wie entstand die Idee zu dieser Aktion? Zum einen: „Jetzt ist die Zeit, Danke zu sagen, denjenigen, die in der Krise seinen Mann, ihre Frau stehen, gestanden haben“, sagt Wörtz. Und zum anderen wolle der FSV seine Gaststätte „Zum Sportpark“ auf diese Weise unterstützen. Wegen der Pandemie fehle der Pizzeria die Kundschaft, folglich fallen auch die Einnahmen weg. Da habe sich der Vorstand beraten und besprochen, wie er der Familie Lapelosa am besten helfen könne. „Meine Überzeugung ist, dass die Frage, ob wir die Pacht stunden oder erlassen, nicht entscheidend ist“, sagt Wörtz. Wichtig sei, der Pächterfamilie eine Hilfestellung anzubieten, damit die Lapelosas die Corona-Krise meistern.

Auch Pächterfamilie Lapelosa spürt die Folgen der Corona-Krise

Seit fünf Jahren betreibt das Ehepaar Concetta (50) und Luca (53) Lapelosa die Gaststätte „Zum Sportpark“ mit deutscher und italienischer Küche. Wie viele Gaststätten spüren auch sie die Folgen der Corona-Krise. „Es ist nicht viel los“, sagt Concetta Lapelosa. Derzeit gibt es Speisen nur zum Abholen. Allerdings sei die Nachfrage bisher nicht besonders groß.

Deshalb hat sich der Vorstand entschieden, einen Experten ins Boot zu holen, um gemeinsam ein Konzept für die Gaststätte zu erarbeiten. Zusammen mit dem Unternehmensberater Gerhard Bach aus Stuttgart sei die Pizza-Spendenaktion entstanden. Die Beratung war für die Familie Lapelosa kostenlos, weil es durch Fördermittel des Bundes für klein- und mittelständische Unternehmen gedeckt wird, sagt Wörtz.

Pizzas auf Steinboden mit unterschiedlichsten Belägen

Die Familie hofft, mit dieser Aktion wieder durchstarten zu können: Der langjährige Pizzabäcker Luca Lapelosa und Tochter Jessica (21) bereiten die Pizzas zu, Concetta Lapelosa ist normalerweise fürs Servieren und Organisieren zuständig. Weil zurzeit kaum Kunden kommen, packt sie mit an. Ihre Devise lautet: „Wir helfen uns gegenseitig, wir sind ein Familienbetrieb.“

Zusammen backen die Lapelosas auf Steinboden Pizzas mit unterschiedlichsten Belägen: vegetarisch, mit Speck oder auch mit Meeresfrüchten. So ist für jeden Geschmack etwas dabei.

FSV unterstützt bei der Lieferung

Wie die Spende an den Empfänger kommt, entscheide der Stifter. „Wir überlassen es dem Pizza-Stifter, ob er selbst liefern will oder uns die Lieferung überlässt“, sagt Florian Wörtz. Die Pizzeria der Lapelosas habe normalerweise keinen Lieferdienst. Doch das sei kein Problem, der Verein unterstütze die Familie. Entweder würden die ehrenamtlichen Helfer von der Einkaufshilfe des FSV die Aufgabe übernehmen oder der Verein organisiere die Fahrer.

Info

Wer eine Ladung Pizzas spenden will, kann sich wenden an den Sportvorstand Florian Wörtz per E-Mail an woertz@kanzlei-woertz.de, an den Vereinsvorsitzenden Klaus Riedel per E-Mail an klaus.riedel-wn@gmx.de oder an die Geschäftsstelle des FSV Waiblingen. Die Geschäftsstelle ist erreichbar unter0 71 51/9 86 15 62 und per E-Mail an info@fsvwaiblingen.de.

Es gibt viele Möglichkeiten, Danke zu sagen. Blumen, Karten oder Pralinen zum Beispiel. Der Fußball- und Sportverein Waiblingen (FSV) hat sich etwas ganz anderes überlegt. Unter dem Motto „Pizza für unsere Alltagshelden“ hat der Verein neben seiner Einkaufshilfe eine weitere Aktion ins Leben gerufen: Jede Woche sollen bestimmte Berufsgruppen, die während der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, 30 Pizzas kostenlos erhalten.

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