Waiblingen

Gewa-Tower: Waiblingen im Überblick

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gewatower Mark Warbanoff Sommertour zum Gewa-Tower Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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GEWA_Aussicht © Palmizi / ZVW
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gewatower Mark Warbanoff Sommertour zum Gewa-Tower Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW
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gewatower Mark Warbanoff Sommertour zum Gewa-Tower Foto: Alexandra Palmizi © Palmizi / ZVW

Waiblingen/Fellbach. Die Grabkapelle am Württemberg lässt sich von schräg oben betrachten, im Norden kann man den Windkraftmast in Ingersheim gut erkennen, das Remstal öffnet sich bis in den Raum Schorndorf – und Waiblingen liegt einem sowieso zu Füßen. Eindrücke von unserer Sommertour zum Fellbacher Gewa-Tower.

Video: Sommertour zum Gewa-Tower.

Der Außenaufzug ist eine Art Hebebühne mit Geländer. Fünf Minuten braucht er bis zum 27. Stock. Unterwegs ruckelt und rattert es ein bisschen, während sich das am Boden lagernde Baumaterial in der Tiefe verliert und der Horizont sich weitet. In vielleicht 50 Metern Höhe kommt der Sommertour-Gruppe plötzlich jemand entgegen: Der Kranführer steigt, Leiter für Leiter, hinab in den Feierabend. 20 Minuten nimmt die Kletterei, die er mit sicheren Tritten und ohne Hektik vollzieht, in Anspruch. In eine Richtung. Morgens klettert er rauf bis über 100 Meter, abends wieder runter. Den ganzen Arbeitstag lang bleibt er oben – und schwankt unaufhörlich mit dem Kran hin und her.

Intelligente Aufzüge

Ganz anders die künftigen Bewohner des dritthöchsten Wohngebäudes Deutschlands. Sie werden mit intelligenten, programmierbaren Aufzügen nach oben sausen. Je nach Wunsch alleine und mit Sicht nach draußen – oder mit Nachbarn, falls der Sinn mehr nach Plauderei steht. Bis jetzt freilich existieren nur die himmelhohen Aufzugsschächte, das High-Tech-Innenleben kommt noch. Schwanken werden selbst die Bewohner der obersten Etagen nicht. „Ein Wohnturm darf sich nicht bewegen“, sagt Gewa-Geschäftsführer Mark Warbanoff. Dafür sorgt die 2,50 Meter dicke, 650 Tonnen schwere Bodenplatte, die unter der Tiefgarage liegt und von der aus 100 dicke Gründungspfähle 22 Meter tief in den Boden reichen.

Alles exklusiv: Keine Aussichtsplattform geplant

Keine Feuerwehr-Drehleiter erreicht die 107 Meter Höhe, umso aufwendiger das Brandschutzkonzept für den Gewa-Tower. Außer zwei getrennten, entrauchbaren Treppenhäusern gibt es noch einen Feuerwehraufzug und Sprinkleranlagen in jeder Wohnung. Apropos Treppenhäuser: Die Mehrheit der Sommertour-Teilnehmer meisterte den Rückweg zu Fuß. Eine machbare Sache von wenigen Minuten, nach oben wäre die Angelegenheit allerdings ziemlich schweißtreibend.

Es gibt noch freie Wohnungen

Zwei Drittel der 65 Wohnungen sind verkauft, die bislang teuerste für 1,7 Millionen Euro. Während in den unteren Etagen schon der Innenausbau begonnen hat, liegt an der Hausspitze der Rohbau in den letzten Zügen. Am 9. September wird Richtfest gefeiert. Jedoch nicht oben, das wäre für rund 150 geladene Gäste nicht realisierbar. Es war wirklich eine ziemlich seltene Gelegenheit, die sich den Leserinnen und Lesern mit dieser Sommertour bot. Kaum überraschend, dass etwa 500 Bewerbungen eingingen. Später wird der Tower nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich sein. Eine Aussichtsplattform oder ein Restaurant wären nicht wirtschaftlich, glaubt Seniorchef Michael Warbanoff, der vor zehn Jahren die Idee für den Turm hatte. Zudem würden die Käufer der exklusiven Appartements so viel Publikumsfrequenz wohl nicht mögen. Promis haben übrigens noch nicht zugeschlagen, versichert Juniorchef Mark Warbanoff. Doch die Gerüchte um Sami Khedira und Kevin Kuranyi halten sich hartnäckig. Und der Verkauf in den oberen Etagen laufe jetzt an, sagt Mark Warbanoff: „So etwa kauft man nicht vom Plan weg, man muss es erleben.“