Waiblingen

Großbaustelle: Straßen bei Schnait werden saniert

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Die Kreisstraße zwischen Schnait und Manolzweiler ist eine der Straßen, die bald saniert werden. © Laura Edenberger

Weinstadt. Fünf Wochen lang wird Schnait zur Großbaustelle. Vom 26. März bis 9. April wird die Kreisstraße nach Baach saniert. Gleich im Anschluss bis 27. April folgen die Belagsarbeiten auf der Kreisstraße nach Manolzweiler hinauf. Die Sanierung der Beläge ist mehr als notwendig. Auf einer Skala von 1,0 bis 5,0 bekam der Zustand der Straße nach Manolzweiler die Note 4,5 bis 5.

Noch hat der Kreistag den neuen Kreisstraßenmaßnahmenplan 2018 bis 2021 nicht beschlossen. Doch zählen die beiden Kreisstraßen in Schnait fraglos zu den zehn dringlichsten Erhaltungsmaßnahmen zwischen Rems und Murr, sagte Stefan Hein, Leiter des Straßenbauamtes, im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistages. Im vergangenen Jahr hat das Straßenbauamt den Zustand der Kreisstraßen wieder einmal erfasst und bewertet. Autofahrer, die die Straßen benutzen, werden dem Urteil der Experten nicht widersprechen, die den Zustand der Kreisstraße Schnait-Baach mit 4,5 bis 5,0 bewerten. Auf 2,5 Kilometer muss die Fahrbahn erneuert werden. Wie die Untersuchung des Untergrunds ergab, ist die Straße „historisch gewachsen“, meinte Stefan Hein. Aus dem einstigen Feldweg war mit der Zeit wohl ein Sträßle geworden, das sich zu einer inzwischen vielbefahrenen Kreisstraße entwickelt hat.

Auf die alte Straße kommt ein neuer Belag

Die Sanierung trägt dem Rechnung: „Um auf einen vollständigen Ausbau und Entsorgung verzichten zu können, wird im Hocheinbau ein neuer Oberbau eingebaut.“ Kurz gesagt: Auf die alte Straße kommt einfach ein neuer Belag. Darüber hinaus aber erhält die Straße nun endlich Gräben mit funkionierenden Abläufen. Bei starkem Regen liefen die alten Gräben voll und wurde die Straße oft überschwemmt.

Nicht viel besser ist der Zustand der Kreisstraße von Schnait nach Manolzweiler: Note 4,5 bis 5. Auf 2,6 Kilometer wird der Fahrbahnbelag erneuert; auf rund einem Kilometer ist laut Straßenbauamt jedoch eine tiefergehende Fahrbahnsanierung notwendig. Hauptproblem ist aus Sicht der Straßenbauexperten die Entwässerung. An vielen Stellen fehle diese, sei unterdimensioniert oder nicht mehr funktionsfähig. Folglich staut sich bei Starkregen das Wasser an den Rändern und überflutet stellenweise die Straße.

Die Kosten für beide Straßen belaufen sich auf 913 000 Euro

Das Straßenbauamt will die beiden Kreisstraßen in einem Aufwasch sanieren, zumal sie aneinandergrenzen und die Vergabe und Ausführung sinnvollerweise gemeinsam erfolgen sollten. „Auf diese Weise können Kosten eingespart und Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer reduziert werden“, hieß es in der Vorlage für die Kreisräte. Die Umleitung bei der Vollsperrung der Kreisstraße 1862 zwischen Schnait und Baach (26. März bis 9. April) erfolgt von Beutelsbach über Aichelberg und Aichwald nach Baltmannsweiler. Die Umleitung bei der K 1865 Schnait-Manolzweiler (9. bis 27. April) läuft über die dann frisch sanierte Kreisstraße Schnait-Baach nach Baltmannsweiler und Hohengehren nach Manolzweiler. Die Kosten für beide Straßen belaufen sich auf 913 000 Euro. Die Vergabe erfolgte an die Firma Strabag aus Dettingen unter Teck.

Die Stadt Weinstadt begrüßt die geplanten Straßensanierungen des Kreises, wie Sprecher Jochen Beglau auf Anfrage bestätigt: „Wir freuen uns natürlich, wenn der Landkreis seine Straßen in Schuss hält, keine Frage.“

Nicht von den Straßenbaumaßnahmen betroffen ist die umstrittene Sanierung der Baacher Brücke, die teilweise unter Denkmalschutz steht. Gutachten steht gegen Gutachten, sagte Stefan Hein über den Stand der Dinge. Das Straßenbauamt arbeite an einem „vernünftigen Sanierungsvorschlag“, mit dem geklärt werden solle, was an der alten Brücke erhalten werden könne.