Waiblingen

Großbrand bei Entsorgungsfirma Alba in Waiblingen - Millionenschaden

Großbrand, Fa. ALBA, Waiblingen, 30.03.2022.
Die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen musste am Mittwochmorgen (30.03.) zu einem Großeinsatz ins Gewerbegebiet Eisental ausrücken. Dort stand eine Lagerhalle in Flammen. © Benjamin Beytekin

150 Feuerwehrleute kämpften beim Großbrand einer Lagerhalle der Entsorgungsfirma Alba am Mittwoch stundenlang mit den Flammen. Etwa 700 Tonnen Papier befanden sich in der Halle. Alle Informationen zum Großbrand finden Sie hier und in den weiteren, hier verknüpften Artikeln - darunter auch eine Einschätzung zum Brandrisiko bei Entsorgungsbetrieben und eine Chronik der Brände bei Alba Waiblingen. Hier der zeitliche Ablauf des Geschehens am Mittwoch:

15.27 Uhr: Die Sperrung der Schorndorfer Straße wurde laut Polizei aufgehoben, da kein Löschwasser mehr aus der Rems benötigt wird. Gesperrt bleibt die Anton-Schmidt-Straße im Eisental.

14.15 Uhr: Die Feuerwehr Waiblingen geht davon aus, dass der Einsatz bei Alba noch bis Mitternacht oder länger andauern kann. Am späten Vormittag wurden erste Einsatzkräfte nach Hause geschickt, damit sie sich für eine Weile erholen können, damit sie dann gegen Abend wieder im Einsatz sein können. Eine Schwierigkeit bei den Löscharbeiten stellen nach wie vor die großen Papierballen dar, in welchen sich die Glut hält. 

12.30 Uhr: Da alle Einsatzkräfte der Waiblinger Wehr im Einsatz sind, hat die Wache die Korber Feuerwehr übernommen. Ein Löschfahrzeug mit neun Feuerwehrmitgliedern ist demnach im Feuerwehrhaus in der Winnender Straße stationiert. Diese wurden zu einem zweiten Einsatz im Schlesierweg in Waiblingen gerufen. Dort gab es eine Verpuffung in einem Ölofen. Laut Feuerwehrsprecher Simon Holder aus Korb musste die Feuerwehr nicht mehr eingreifen. Lediglich wurde die Ölzufuhr abgestellt. Für einen möglichen weiteren Einsatz hielten sich ebenfalls Mitglieder der Feuerwehr Weinstadt bereit.  

12.20 Uhr: Ersten Einschätzungen von Statikern zufolge sei laut Feuerwehr Waiblingen die Halle bislang nicht einsturzgefährdet, dennoch ist das Dach an manchen Stellen beschädigt und eingeknickt.

12.09 Uhr: Aktuell versucht die Feuerwehr mithilfe von drei Radladern sowie zwei Baggern das Brandgut bestehend aus zusammengepressten Papierballen aus der Lagerhalle herauszuholen und im Freien zu löschen, wie Kommandant der Gesamtwehr Jochen Wolf erklärt. Für die Löscharbeiten sind drei Drehleitern sowie zwei mobile Wasserwerfer im Einsatz. 

11.37 Uhr: Die Feuerwehr Waiblingen gibt über die Nina-WarnApp bezüglich der Rauchwolke Entwarnung. Wie Kommandant der Waiblinger Gesamtwehr Jochen Wolf mitteilt, wurden den gesamten Vormittag über Messungen sowohl im Stadtgebiet als auch in den umliegenden Kommunen durchgeführt und"keine erhöhte Umweltgefahr festgestellt werden!"

11.15 Uhr: Die Löscharbeiten dauern immer noch an, weshalb die Straßensperrungen  rund um den Papierentsorger Alba immer noch aufrecht erhalten werden. Die Polizei spricht davon, dass dies noch Stunden so sein könnte.

Keine Infos bislang zur Brandursache

Zu einer möglichen Brandursache kann die Polizei noch nichts sagen, da die kriminaltechnischen Untersuchungen erst beginnen können, wenn das Feuer vollständig gelöscht, die Halle betreten werden kann und keine Einsturzgefahr bestehe, erklärt Polizeipressesprecher Robert Kauer.  

9 Uhr: Wie Feuerwehr-Pressesprecher Nick Bley mitteilt, ist die Lage am Brandort mittlerweile weitestgehend unter Kontrolle. "Wir konnten die Halle definitiv halten", informiert der Feuerwehrmann. Zwei Einsatzkräfte gelten aktuell aufgrund ihres Erschöpfungszustands als verletzt. 

Messungen der Feuerwehr zur Schadstoffbelastung seien bis her ohne besondere Ergebnisse verlaufen. Die Werte seien allesamt unbedenklich, so Nick Bley. Trotzdem werden weiterhin Messungen vorgenommen. Auch in den Gewässern würden parallel schon dementsprechende Messungen vorgenommen, auch die Kläranlage sei informiert worden. 

Straße wegen Löscharbeiten gesperrt: Feuerwehr zieht Wasser aus der Rems

8 Uhr: Neue Entwicklungen beim Großbrand-Ereignis im Eisental: Wie die Polizei am Mittwochmorgen um 8 Uhr bestätigt, ist die Schorndorfer Straße im Abschnitt Kreisverkehr bei der Sportanlage des FSVs bis zur Kreuzung mit der Alten Bundesstraße in Richtung Weinstadt-Endersbach an der Remsbrücke im Moment in beide Richtungen gesperrt.

Betroffen ist außerdem die Straße L1193, die auf Höhe der Aral Tankstelle von der Alten Bundesstraße abbiegt und auf Höhe des Waiblinger Freibads in die Schorndorfer Straße mündet. Grund dafür sind laut Polizei-Pressesprecher Robert Kauer Löschschläuche der Feuerwehr, die über diese Straßen zur Rems verlegt worden sind, um Löschwasser zum Brandort im Gewerbegebiet zu befördern. Diese dürfen nicht überfahren werden.

7 Uhr: Wie die Polizei in einem ersten Presse-Statement mitgeteilt hat, meldete ein Autofahrer gegen 2.45 Uhr aus Richtung des Industriegebietes Eisental eine starke Rauchentwicklung. Durch eine kurze Zeit später am Ereignisort in der Anton-Schmidt-Straße eingetroffene Streife konnte festgestellt werden, dass eine circa 30 mal 30 Meter große Lagerhalle des Entsorgungsunternehmens in Vollbrand steht.

Schaden in Millionenhöhe

In der Halle war nach bisherigem Kenntnisstand eine größere Menge Altpapier gelagert. Durch die große Hitzeeinwirkung wurden laut Polizei mehrere neben der Halle abgestellte Fahrzeuge ebenfalls beschädigt. Ersten Schätzungen zufolge dürfte der Schaden in Millionenhöhe liegen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Im Industriegebiet Eisental und drumherum kommt es derzeit aufgrund der Löscharbeiten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. 

Brand bei Abfallentsorgungsunternehmen

6.30 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen ist heute Morgen bei einem Großeinsatz: Im Gewerbegebiet Eisental steht die Lagerhalle eines Abfallentsorgungsunternehmen in der Anton-Schmidt-Straße  in Flammen.

Wegen der Rauchwolke werden Anwohner im Bereich Waiblingen-Kernstadt, Kernen-Rommelshausen und Fellbach gebeten, ihre Fenster und Türen geschlossen zuhalten.

Nachbargrundstücke und Tanks müssen geschützt werden

Der Einsatz begann um 2.51 Uhr. Inzwischen ist die Lage stabil, berichtet die Feuerwehr. Die Flammen selbst sind noch nicht ganz unter Kontrolle. Die Feuerwehr hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brandwand in Innern des Gebäudes zu halten und zu schützen, so Feuerwehrsprecher Jürgen Aldinger.

Hohe Priorität hatte, Nachbargebäude und auf den Nachbargrundstücken befindliche Tanks zu schützen. Dort befindet sich auch ein Wohngebäude, das evakuiert wurde. Die Metallkonstruktion der Halle wird von der Feuerwehr genau überwacht, denn sie könnte durch den Brand so betroffen sein, dass sie eventuell noch einstürzt. 

2018 hat es schon mal gebrannt

Alle Waiblinger Abteilungen sind im Einsatz. Unterstützt werden sie von den Feuerwehren Weinstadt, Fellbach, Korb und Backnang. Insgesamt sind es 140 Einsatzkräfte. Unter anderem arbeitet die Feuerwehr mit drei Drehleitern und zwei Wasserwerfern gleichzeitig. Eine Person gilt wegen Erschöpfungszustand als verletzt, hat sich aber inzwischen wieder etwas erholt. Die genaue Ursache des Brandes ist noch unklar.

Im Mai 2018 gab es auch schon einen Großbrand bei der Firma Alba in Waiblingen. Auch seitdem ist es mehrmals zu kleineren Brandereignissen auf dem Gelände gekommen. 

150 Feuerwehrleute kämpften beim Großbrand einer Lagerhalle der Entsorgungsfirma Alba am Mittwoch stundenlang mit den Flammen. Etwa 700 Tonnen Papier befanden sich in der Halle. Alle Informationen zum Großbrand finden Sie hier und in den weiteren, hier verknüpften Artikeln - darunter auch eine Einschätzung zum Brandrisiko bei Entsorgungsbetrieben und eine Chronik der Brände bei Alba Waiblingen. Hier der zeitliche Ablauf des Geschehens am Mittwoch:

15.27 Uhr: Die Sperrung der

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