Waiblingen

Großer Polizeieinsatz in Waiblingen: Passant hat harmlose Gegenstände für etwas Gefährliches gehalten

Polizei
Eine verdächtige Wahrnehmung eines Passanten hat am Montagmittag zu einem großen Polizeieinsatz in Waiblingen geführt. Der Mann hatte sich zum Glück geirrt: Es bestand keine Gefahr. © Benjamin Büttner

Ein großer Polizeieinsatz hat am Montagmittag in Waiblingen für Aufregung gesorgt. Wie sich schnell herausstellte, hatte eine Beobachtung eines Passanten keinen ernsten Hintergrund. Dem Mann war eine Person aufgefallen, die seiner ersten Wahrnehmung zufolge verdächtige Gegenstände, vielleicht eine Waffe, bei sich trug. Die Vermutung bestätigte sich nicht: Es handelte sich lediglich um Anglerutensilien, die der Betreffende mit sich geführt hatte.

Eine Vielzahl von Polizeikräften, die zum Teil mit martialisch aussehender Schutzausrüstung und schweren Waffen in den Straßen standen, zogen wieder ab.

Zuvor hatten sich in der Blumenstraße in Waiblingen und in benachbarten Straßen Szenen abgespielt, die zunächst durchaus zu Beunruhigung führten: Eine Vielzahl von Streifenwagen war angerückt; laut Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier waren 18 Einsatzwagen vor Ort. Viel Polizei war auf der Straße – beispielsweise an der Ecke Blumenstraße /Fronackerstraße standen behelmte Beamte in schwerer Schutzausrüstung und mit Maschinenpistolen bewaffnet. Ein Polizeihubschrauber war im Einsatz – kurz sah es aus, als sei mit einer ernsten Bedrohungslage zu rechnen. Gegen 11.40 Uhr hatte die Polizei am Montag die Meldung erreicht, einem Zeugen sei in der Blumenstraße eine Person mit verdächtigen Gegenständen aufgefallen. Die Polizei schickte starke Kräfte los – niemand kann nach solch einer Erstmeldung wissen, ob nicht tatsächlich eine bewaffnete Person in der Stadt unterwegs ist. Vor einer Arztpraxis in der Blumenstraße sammelten sich mehrere Beamte; es fanden Zeugenvernehmungen statt. Die Praxis selbst stand offenbar in keinem direkten Zusammenhang mit den Vorfällen.

Einsatz war gegen 12.30 Uhr beendet

Kurze Zeit später konnten Beamte, wie Rudolf Biehlmaier weiter berichtet, die Person antreffen, auf welche die Beschreibung des besorgten Passanten passte. Große Erleichterung: Der Mann führte lediglich Anglerutensilien mit sich – und nichts Böses im Schilde. Nach mehreren Vernehmungen weiterer Personen und weiterem Check der Lage kam man zu dem Schluss, der Passant müsse einer „Trugwahrnehmung“ aufgesessen sein. Gegen 12.30 Uhr war der Einsatz beendet, die Beamten zogen nach und nach wieder ab.

Bei Gefährdungslagen – oder wenn es so aussieht, als könnte eine solche vorliegen, greift die Polizei auf eine besondere Schutzausrüstung zurück, die im ganz normalen Streifendienst nicht zum Einsatz kommt. Diese Ausrüstung schützt einen größeren Teil des Körpers der Einsatzkräfte und weist eine höhere Wirkungsklasse auf als die gewöhnliche Schutzausrüstung der Polizei. Dass die Beamten zusätzlich einen Helm und schwere Waffen tragen, lässt sich leicht nachvollziehen – wenngleich all das auf unbeteiligte Passanten verständlicherweise beängstigend wirkt.

Ein großer Polizeieinsatz hat am Montagmittag in Waiblingen für Aufregung gesorgt. Wie sich schnell herausstellte, hatte eine Beobachtung eines Passanten keinen ernsten Hintergrund. Dem Mann war eine Person aufgefallen, die seiner ersten Wahrnehmung zufolge verdächtige Gegenstände, vielleicht eine Waffe, bei sich trug. Die Vermutung bestätigte sich nicht: Es handelte sich lediglich um Anglerutensilien, die der Betreffende mit sich geführt hatte.

Eine Vielzahl von Polizeikräften, die

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper