Waiblingen

Grundstück in Sicht: Waiblingen soll ein Tierheim bekommen

Katze
Katze in einem Tierheim. © Habermann

Anders als etwa in Schorndorf oder Winnenden gibt es in Waiblingen bisher kein Tierheim. Hunde, Katzen und Hasen in Not werden mit viel organisatorischem Aufwand bei ehrenamtlich engagierten Privatpersonen untergebracht. Mit diesen Pflegestellen kann der Bedarf aber immer schwieriger gedeckt werden. Ein Tierheim für Waiblingen ist schon länger ein Wunsch des Tierschutzvereins. Ein geeignetes städtisches Grundstück dafür scheint jetzt gefunden.

Prinzipiell scheint die Stadt Waiblingen bereit, das Grundstück zur Verfügung zu stellen. Nächster Schritt sei eine artenschutzrechtliche Voruntersuchung, bei der festgestellt werden soll, ob auf dem Grundstück mit dem Vorkommen geschützter Arten zu rechnen ist. Die Verwaltung stehe in einem guten Austausch mit den Vertreterinnen des Tierschutzvereins Waiblingen und Umgebung und unterstütze diesen bei der Grundstückssuche. Favorisiert wird nun eine Fläche am Schüttelgrabenring, die derzeit vor allem als Maisacker dient.

Planung ist Aufgabe des Vereins

Die Ratsfraktion von „Grünt“ und Tierschutzpartei forderte in einem Haushaltsantrag, die Stadt möge gemeinsam mit dem Tierschutzverein das Tierheim planen und dafür eine Planungsrate von 20.000 Euro vorsehen. Letztlich zog sie den Antrag zurück – aber nicht, weil das Tierheim nicht gebaut werden soll. Die weitergehenden Planungen seien jedoch nicht Aufgabe der Stadt, sondern des Vereins, argumentierte Baubürgermeister Dieter Schienmann.

Abgegebene oder ausgesetzte Tiere in den Pflegestellen unterzubringen, werde immer schwieriger, so die Antragsteller. Unter anderem, weil es immer weniger ehrenamtlich Tätige gebe. Die Corona-Pandemie habe für eine „Abgabe-Welle“ gesorgt und die Situation weiter verschärft.

Steigende Kosten bei der Tierhaltung

Durch die steigenden Haltungskosten für Haustiere sei in Zukunft noch mit höheren Abgabezahlen zu rechnen, befürchtet die Fraktion. Laut Prognosen könnten sich die Tierarztkosten durch die neu überarbeitete Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) verdoppeln bis vervierfachen. Die Kosten für Tiernahrung seien gestiegen. Auch die gestiegenen Stromkosten spielten, vor allem bei der Haltung von Reptilien und Amphibien, eine zentrale Rolle. Sie könnten Tierhalter dazu zwingen, ihre Tiere abzugeben.

In einer zentralen Auffangstation auf Waiblinger Markung könnten zudem gefundene Wildtiere, wie beispielsweise Igel, Mäusebussarde und Rebhühner, die aufgrund ihrer speziellen Bedürfnisse nicht in privaten Stellen untergebracht werden könnten, von einer fachlich versierten, kurzfristigen Unterbringungsmöglichkeit profitieren.

Der Tierschutzverein Waiblingen und Umgebung ist Ansprechpartner in Baach, Beinstein, Beutelsbach, Bittenfeld, Endersbach, Großheppach, Grunbach, Hegnach, Hohenacker, Kleinheppach, Korb, Neustadt, Rommelshausen, Schnait, Stetten, Strümpfelbach und Waiblingen.

Anders als etwa in Schorndorf oder Winnenden gibt es in Waiblingen bisher kein Tierheim. Hunde, Katzen und Hasen in Not werden mit viel organisatorischem Aufwand bei ehrenamtlich engagierten Privatpersonen untergebracht. Mit diesen Pflegestellen kann der Bedarf aber immer schwieriger gedeckt werden. Ein Tierheim für Waiblingen ist schon länger ein Wunsch des Tierschutzvereins. Ein geeignetes städtisches Grundstück dafür scheint jetzt gefunden.

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Prinzipiell scheint die Stadt

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