Waiblingen

Halbzeit auf der Stihl-Baustelle für Markenwelt und Hochhaus

Stihl Markenwelt
Vorne steht der Rohbau der Markenwelt, die von angemeldeten Besuchern künftig ohne Werksausweis betreten werden kann. © Benjamin Büttner

Es tut sich was unterhalb von Neustadt, drunten am Stihl-Werk eins: Das altehrwürdige Hochhaus, das bis aufs Betongerippe entkernt wurde, bekommt stückweise seine neue Fassade. Ihm zu Füßen nimmt die Stihl-Markenwelt Gestalt an, in der internationale Besuchergruppen die Geschichte des Motorsägen-Herstellers aus Waiblingen und seine wichtigsten Modelle erleben können.

Das Stihl-Werk eins ist der Hauptsitz des Weltkonzerns und soll das Schaufenster beheimaten, in dem Handelspartner technologische Meilensteine wie die Stihl Contra und die neuesten Innovationen präsentiert bekommen. Die Markenwelt mit drei Ebenen umfasst 5000 Quadratmeter, wovon eine den Themen Wald und Forstwirtschaft gewidmet sein wird. Der Stihl-Markenshop soll als Vorbild fungieren für Stihl-Shops in aller Welt.

Kantine mit Fluss-Terrasse

Das Hochhaus stammt aus dem Jahr 1972. Im Kern bleibt es erhalten, die Leitungen allerdings sind schon ganz neu. Der Bau der Fassade hat begonnen. Glas dominiert, und wird durch sogenannte "Lisene" als architektonische Elemente ähnlich wie Mauerblenden, nur aus gebräuntem Aluminium, optisch ansprechend gegliedert. An Stelle des alten Betriebsratssitzes ist ein neuer Rohbau entstanden.

Verbunden wird er mit dem Hochhaus durch ein Foyer und die neue Kantine, die vom flussabwärts gelegenen Teil des Werks hierher verlegt wird. Eine Außenterrasse ragt in Richtung Fluss – so lässt sich die Mittagspause genießen. Provisorische Stützpfeiler müssen später zurückgebaut werden, denn das Remsufer hat frei zu bleiben.

Entfernt wurden beziehungsweise werden auch stählerne Stützpfeiler der Markenwelt, die eine Anmutung von Leichtigkeit und Schweben bekommen soll. Wobei das mit der Leichtigkeit relativ ist: 6300 Quadratmeter Beton und 900 Tonnen Baustahl wurden verbaut.

Eine mit Glas überdachte Freilufttreppe führt hinunter in Richtung Rems. Von den Sitzplätzen aus können die Besucher Vorführungen der neuesten Motorsägen erleben – an der frischen Luft, wie gesagt, aber wetterunabhängig im Trockenen.

Bisher keine Verzögerung durch Corona

Die Corona-Pandemie hat die Bauarbeiten, die im September 2019 mit der Entkernung des Hochhauses begannen, nicht verzögert, sagt Hubert Kieweg als Gesamtprojektverantwortlicher von Stihl. Der kniffligere Part in dieser Hinsicht folgt allerdings erst noch: Im Hochbau war das Infektionsrisiko gering – „mehr Belüftung geht nicht“. Beim Innenausbau, je mehr die Fassaden geschlossen werden, wird das Thema relevanter. Die Aufenthaltsräume im Containerdorf auf dem Parkplatz wurden wegen der Abstände verdoppelt. Übernachtet wird auf der Baustelle nicht.

Ende 2022 sollen die Stihl-Markenwelt und das modernisierte Hochhaus fertig sein. Spätestens dann sind die 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit im Werk zwei in Neustadt und im angemieteten Werk acht in Bahnhofsnähe in Fellbach arbeiten, zurückgekehrt.

Es tut sich was unterhalb von Neustadt, drunten am Stihl-Werk eins: Das altehrwürdige Hochhaus, das bis aufs Betongerippe entkernt wurde, bekommt stückweise seine neue Fassade. Ihm zu Füßen nimmt die Stihl-Markenwelt Gestalt an, in der internationale Besuchergruppen die Geschichte des Motorsägen-Herstellers aus Waiblingen und seine wichtigsten Modelle erleben können.

Das Stihl-Werk eins ist der Hauptsitz des Weltkonzerns und soll das Schaufenster beheimaten, in dem Handelspartner

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