Waiblingen

Hotels in Waiblingen beklagen fehlende Übernachtungsgäste

Tine Huber leitet das Gästehaus Insel
Tine Huber vom Gästehaus Insel.

Hotels in Waiblingen verzeichnen nach wie vor ein deutliches Minus bei Übernachtungsgästen. Das betonten Geschäftsführer und Inhaber im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Grund dafür sei, dass private Veranstaltungen nach wie vor nicht oder nur sehr selten stattfinden.

Keine Hochzeiten, keine Geburtstage – auch am diesjährigen beliebten Hochzeitsdatum 22. Februar „ist gar nichts los“, sagt Tine Huber, die Leiterin des Gästehauses Insel in der Winnender Straße. Bis Ostern seien Anfragen „sehr, sehr verhalten“, meint sie. Solange die Pandemie so allgegenwärtig ist, werde sich auch daran nichts ändern, mutmaßt sie. Immer wieder würden Buchungen von Gästen im Kalender auftauchen, die Familienmitglieder besuchen wie die Großeltern. Reisende, die geschäftlich unterwegs sind, gebe es gerade weniger im Gästehaus Insel.

Allerdings bescheren Kulturveranstaltungen etwa im benachbarten Kulturhaus Schwanen dem Gästehaus Insel immer wieder Übernachtungsgäste oder im März die Jazztage des Weinstädter Jazzclubs Armer Konrad. „Da sind wir an einem Wochenende komplett ausgebucht“, freut sich Tine Huber.

Keine Beherbergung von Ungeimpften

Im Gästehaus Insel gilt wie in allen anderen Beherbergungsbetrieben in Baden-Württemberg die 2G-Regel – auch in der nun aktuell gültigen Alarmstufe I des Landes. Das Haus verzichtet auf die Beherbergung von Personen, die nicht immunisiert sind und eine entsprechende Ausnahmebescheinigung vorlegen können „zum Schutz der Mitarbeiter und anderen Gäste“, wie Tine Huber erklärt.

Das Gästehaus Insel fungiert unter dem Dach der Diakonie Stetten und ist gleichzeitig ein Ausbildungsbetrieb des Berufsbildungswerks Waiblingen und bildet junge Menschen im Gastgewerbe aus.

Auch im Hotel Lamm in Hegnach ist die Zahl der Gäste „deutlich weniger als sonst“, sagt Hotel-Chefin Silke Frölich im Gespräch mit der Lokalredaktion. „Momentan ist es sehr schwach“, betont sie. Der Januar sei ohnehin ein mauer Monat. Doch sonst gebe es um diese Zeit immerhin schon Anfragen für Hochzeiten, das Frühlingsfest oder den Wasen im Herbst. Doch auch für dieses Jahr bleiben die Nachfragen bisher aus. Was bleibt, seien ein paar Geschäftsreisende, die in Hegnach übernachten.

Aktuell befinden sich die Mitarbeiter des Hotels noch immer in Kurzarbeit. Mit den Corona-Hilfen sei das so eine Sache, meint Silke Frölich. „Man steht da und weiß nicht, was man kriegt“, sagt sie. Die Ausgaben seien aber dennoch vorhanden. Energiekosten sind gestiegen. „Ich muss trotzdem das ganze Haus beheizen“, betont sie, auch wenn es nicht ganz oder nur im geringen Maß belegt sei. Um Kosten zu sparen, übernehmen eigene Mitarbeiter etwa die Reinigungsarbeiten, was sonst eine Fremdfirma erledige. „Wir hoffen, dass es besser wird“, so Frölich.

Die allermeisten Gäste halten sich an die gültige 2G-Regel. Silke Frölich prüft dies mit Hilfe der CovPass-App, wobei sie den QR-Code einscannt. Immer wieder müsse sie Diskussionen mit Hotelgästen führen, warum sie nur noch, wie vorgeschrieben, den digitalen Impfnachweis akzeptieren darf. „Bisher hatten wir noch kein ungültiges Zertifikat gehabt“, sagt sie.

Änderung des Impfstatus bei Johnson&Johnson

Wer mit dem Vakzin von Johnson&Johnson geimpft wurde, benötigt ab sofort eine Auffrischimpfung eines mRNA-Impfstoffes, um den 2G-Anforderungen entsprechen zu können. Das hat die Bundesregierung vor kurzem mitgeteilt. An die Lokalredaktion wurde herangetragen, dass sich der Status in der CovPass-App nach einer Impfung des Vakzins von Johnson&Johnson nicht zum Negativen geändert habe, obwohl die neue Regelung schon eine Weile gelte. Nach wie vor erscheine dort, dass man vollständig geimpft sei und die 2G-Regel erfülle – allerdings mit der Empfehlung für eine Auffrischimpfung.

Anders ist es bei Menschen, die durch einen mRNA-Impfstoff vollimmunisiert sind. Auch nach Ablauf der sechsmonatigen Frist bleibt die Immunisierung bestehen. Allerdings werde das nicht dauerhaft so sein, erklärt ein Sprecher des Sozialministeriums auf Nachfrage der Lokalredaktion. „Die ersten Impfzertifikate laufen Ende des zweiten Quartals 2022 aus. Bis dahin wird es eine einheitliche europäische Lösung geben, so dass auch nach Ablauf der Impfzertifikate eine Nutzung des digitalen Impfnachweises möglich sein wird“, sagt er.

Wer innerhalb Deutschlands verreisen möchte, sollte vorab die Corona-Verordnung des Bundeslandes überprüfen. Denn die Zugangsbeschränkungen für Hotels unterscheiden sich teils deutlich.

Hotels in Waiblingen verzeichnen nach wie vor ein deutliches Minus bei Übernachtungsgästen. Das betonten Geschäftsführer und Inhaber im Gespräch mit der Lokalredaktion Waiblingen. Grund dafür sei, dass private Veranstaltungen nach wie vor nicht oder nur sehr selten stattfinden.

Keine Hochzeiten, keine Geburtstage – auch am diesjährigen beliebten Hochzeitsdatum 22. Februar „ist gar nichts los“, sagt Tine Huber, die Leiterin des Gästehauses Insel in der Winnender Straße. Bis Ostern

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