Waiblingen

Immer derselbe Schnelltester? Apotheker Patrick Pfeifer erklärt, warum auf Hunderten Tests in Waiblingen sein Name steht

Schnelltests
Apotheker Patrick Pfeifer mit einer Schnelltest-Verpackung (Archivfoto). © ZVW/ALEXANDRA PALMIZI

Die aktuelle Debatte über Abrechnungsbetrug bei Corona-Schnelltests hat wohl auch einen Waiblinger hellhörig gemacht: In einer Mail an die Redaktion wundert er sich darüber, dass bei Antigen-Tests im Bürgerzentrum oder im Testbus am Alten Postplatz als Tester immer derselbe Name hinterlegt ist, obwohl er jedes Mal von anderen Personen abgestrichen worden sei. Außerdem sei das Ergebnis „teilweise bereits nach wenigen Minuten übermittelt“ worden.

Dass bei den Tests im Bürgerzentrum stets derselbe Name als Testperson angezeigt wird, hat mit der Zulassung der Teststelle zu tun: Sie liegt bei Apotheker Patrick Pfeifer von der Central-Apotheke. Daher werde jedes Mal sein Name angegeben, erklärt er. Der Name zeigt also, wer für die Tests verantwortlich ist, und nicht, wer sie konkret durchführt.

Im Bürgerzentrum testet Pfeifers Team „aufgrund der hohen Nachfrage“ mittlerweile in drei Räumen. Weitere Teststationen betreibt die Central-Apotheke im Rathaus Hegnach, in der Gemeindehalle Neustadt, in der Zehntscheune in Bittenfeld und im Begegnungsraum in Hohenacker.

Testbus am Alten Postplatz: Betreiber ist Hautarzt Pfeifer aus Schorndorf

Hinzu kommt der Testbus am Alten Postplatz: Die Zulassung läuft hier allerdings auf Patrick Pfeifers Bruder, den Schorndorfer Hautarzt Dr. Frederic Pfeifer. Also wird er bei diesen Tests namentlich genannt.

Er betreibt auch in Schorndorf, Fellbach sowie Stuttgart Testbusse und kümmert sich um das Personal, erklärt sein Bruder Patrick Pfeifer. Dieser stellt wiederum die Testkits zur Verfügung und in Waiblingen den Kundenparkplatz seiner Apotheke.

Central-Apotheke macht aktuell etwa 1000 Schnelltests am Tag

Im Bürgerzentrum und in den Teststellen in den Ortschaften führt die Central-Apotheke nach Pfeifers Angaben aktuell circa 1000 Schnelltests pro Tag durch - die Testbusse seines Bruders sind hier nicht mitgerechnet. Die Zahlen schwanken aber sehr stark, sagt der Apotheker.

Abrechnen kann er dafür wie alle nichtärztlichen Tester bundesweit zwölf Euro pro Test plus maximal sechs Euro Sachkosten, insgesamt also bis zu 18 Euro.

Die Zahlen seien aber zweitrangig, sagt Patrick Pfeifer. Es gehe darum, mit dem Testen einen Beitrag zu leisten: „Wir freuen uns, wenn es nicht mehr nötig ist und Normalität einkehrt.“

Zwischen Test und Ergebnis liegen im Schnitt 15 bis 20 Minuten

Durchschnittlich dauert es laut Patrick Pfeifer 15 bis 20 Minuten, bis das Testergebnis per Mail verschickt ist oder in der Cosima-App erscheint. Manchmal führe es zu Verwirrung, dass das Ergebnis vermeintlich nach weniger als 15 Minuten vorliegt.

Das könne etwa passieren, „wenn Patienten zum Beispiel bereits vor ihrem reservierten Termin erscheinen und dadurch dann auch früher das Ergebnis mitgeteilt werden kann“.

Beispiel: Jemand hat einen Termin um 16.10 Uhr, ist aber schon um 16.05 Uhr da und wird auch gleich getestet. Dann erhält er das Ergebnis schon gegen 16.20 Uhr. Auf dem Papier bzw. in der App sind zwischen Termin und Ergebnis dann aber erst zehn Minuten vergangen.

Die aktuelle Debatte über Abrechnungsbetrug bei Corona-Schnelltests hat wohl auch einen Waiblinger hellhörig gemacht: In einer Mail an die Redaktion wundert er sich darüber, dass bei Antigen-Tests im Bürgerzentrum oder im Testbus am Alten Postplatz als Tester immer derselbe Name hinterlegt ist, obwohl er jedes Mal von anderen Personen abgestrichen worden sei. Außerdem sei das Ergebnis „teilweise bereits nach wenigen Minuten übermittelt“ worden.

Dass bei den Tests im Bürgerzentrum

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