Waiblingen

Karl Heinz Donner: Ein Leben für die Ressource Bildung

40 Jahre Donner + Partner
Karl Heinz Donner mit seiner Lebensgefährtin und Buchhaltungschefin Ute Funke auf dem Dach der Privatschule. © ALEXANDRA PALMIZI

Alle reden derzeit von der Energie. Doch in der Wissensgesellschaft ist eine andere Ressource mindestens ebenso wichtig: Bildung. Ihr hat der 72-jährige Karl Heinz Donner seine Lebensleistung gewidmet. Gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Gerhard Kern baute er ein Bildungszentrum mit Standorten in acht Bundesländern sowie eine private Schule auf, in der junge Leute die Mittlere Reife oder die Fachhochschulreife erlangen oder das Abitur machen können. Das Unternehmen wurde vor 40 Jahren gegründet.

Zu den Anfangszeiten standen arbeitslose Akademiker im Fokus – davon gab es Anfang der achtziger Jahre eine Menge. Das Klischee vom Taxifahrer mit Doktortitel entsprach allzu oft der Realität. Erfahrung hatte Karl Heinz Donner im Bereich der Schulung von Außendienstlern und Führungskräften sowie der Azubi-Ausbildung. Im Auftrag des Arbeitsamts führten sie Seminare für Akademiker im Raum Tübingen, Reutlingen und Rottweil durch.

Der Anfang: Jobs für arbeitslose Akademiker

Ein Ansatz war, die Teilnehmer mit der Wirklichkeit in der Wirtschaft bekanntzumachen, sie zu erden. Sie holten Azubis in die Seminare, die den Studierten auf Augenhöhe erklärten, was in den Firmen läuft. So erkannte manch einer, was ihm die Azubis voraushatten – etwas Wissen über Buchhaltung – und was es nachzuholen galt. Es sollte sich lohnen, denn am Ende winkte ein Arbeitsvertrag. Dank guter Kontakte zu Firmen betrug die Vermittlungsquote quasi 100 Prozent.

Von Herzen Waiblinger

Stammsitz war seit 1984 Waiblingen – der Chef ist von Herzen Waiblinger. Das Jahr 1991 markierte einen Meilenstein mit dem Beginn der kaufmännischen Umschulungen mit IHK-Abschluss. Sie laufen bis heute mit großem Erfolg und Vermittlungsquoten von 80 bis 90 Prozent. Nach der Wende eröffnete sich auch in den neuen Bundesländern für den privaten Bildungsträger ein weites Betätigungsfeld. „Das war eine spannende Zeit“, sagt Karl Heinz Donner, „der Bedarf war riesengroß.“

Rasantes Wachstum

In der Maybachstraße wurde 1993 das Waiblinger Haupthaus eingeweiht. Zur Eröffnung kam Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, zu dem Karl Heinz Donner eine gute Verbindung hatte. Aber die Entwicklung verlief so steil nach oben, dass bereits im Jahr 2000 das Bildungszentrum „Am Wasserturm“ eingeweiht wurde – übrigens erneut im Beisein von Lothar Späth. 2005 wurde die Donner + Kern gGmbH mit Betrieb als private kaufmännische Schule in Waiblingen gegründet. „Junge Leute lagen mir schon immer am Herzen“, sagt Karl Heinz Donner.

Die Schule, günstig in der Nähe des Bahnhofs gelegen, wird derzeit von 270 Schülerinnen und Schülern besucht. 2010 dann wurde ein Bildungszentrum mit Werkstatt in der Stuttgarter Straße eröffnet. Seit 2012 ist der Sohn Lars Donner für die Gesamtgruppe Donner + Partner mit allen Tochterunternehmen verantwortlich. Karl Heinz Donners langjähriger Geschäftspartner Gerhard Kern, der schon länger aus dem Geschäft ausgeschieden war, ist Ende des vergangenen Jahres verstorben.

Alle reden derzeit von der Energie. Doch in der Wissensgesellschaft ist eine andere Ressource mindestens ebenso wichtig: Bildung. Ihr hat der 72-jährige Karl Heinz Donner seine Lebensleistung gewidmet. Gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Gerhard Kern baute er ein Bildungszentrum mit Standorten in acht Bundesländern sowie eine private Schule auf, in der junge Leute die Mittlere Reife oder die Fachhochschulreife erlangen oder das Abitur machen können. Das Unternehmen wurde vor

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