Waiblingen

Kleiderladen Pfiffikus sucht Helfer

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Die ehrenamtlichen Helferinnen Clara Pipilis, Eva-Maria Schäfer, Gerda Kunkel, Monika Aldinger, Siglinde Lehmann, Waltraud Plessing, Christa Hecht und Bruni Metzler (v. l. n. r.) machen den Kleiderladen Pfiffikus fit für Herbst und Winter. © Schneider/ZVW

Waiblingen. Der Herbst kommt und mit ihm die neuen Kollektionen der Modewelt. Auch im Kleiderladen Pfiffikus zieht derzeit die Sommerware aus und dafür Winterkleidung ein. Seit einem Jahr gibt es den Secondhandladen für Kindersachen in Waiblingen nun, und das Konzept kommt gut an. Doch die Ehrenamtlichen brauchen noch Unterstützung.

Jeans werden gefaltet, Jacken vom Bügel genommen, T-Shirts gestapelt. Was im nächsten Jahr noch verkauft werden soll, packen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in schwarze Plastikboxen. Die anderen Teile verpacken sie sorgfältig in Säcke, diese werden in einer gemeinsamen Aktion mit dem Schorndorfer Pfiffikus-Laden nach Rumänien gebracht. Dort wird die Kleidung an Bedürftige gespendet.

Weggeworfen wird nichts

Weggeworfen wird nichts, das ist das Konzept des Kleiderladens Pfiffikus: Wer etwas verkaufen möchte, kann hier seine Sachen in Kommission geben. Den Preis legt der Verkäufer fest, an den Kleiderladen geht eine kleine Provision. Damit werden die Unkosten, wie zum Beispiel die Ladenmiete, gedeckt, der Rest fließt in die Projekte des Kinderschutzbundes, wie die Elternkurse, das Ferienprogramm oder die Babysitter-Zentrale.

Im Pfiffikus abgegeben werden können beispielsweise Kleidung, Spielzeug, Bettwäsche, Wickelzubehör, Bücher oder Schuhe. Was nach sechs Wochen nicht verkauft ist, kann entweder abgeholt oder dem Kinderschutzbund als Spende überlassen werden. Größere Gegenstände, wie Kinderwagen, Fahrräder oder Kinderbetten, können an einem Schwarzen Brett inseriert oder in den Schorndorfer Laden gebracht werden, wo mehr Lagerfläche zur Verfügung steht.

Hier darf jeder einkaufen

Seit einem Jahr gibt es den Pfiffikus-Laden in Waiblingen nun schon – und seit kurzem zieren auch das Logo und der Verweis auf den Kinderschutzbund das Schaufenster. Einkaufen darf dort jeder, wer einen Tafelladenausweis besitzt, erhält eine Ermäßigung auf die ohnehin schon günstigen Preise.

„Wir möchten insbesondere junge Familien und Alleinerziehende unterstützen, aber grundsätzlich sind hier alle willkommen“, sagt Eva-Maria Schäfer, Ehrenamtliche im Laden und zuständig für die Pressearbeit. Das Konzept werde sehr gut angenommen. Insbesondere gefalle es vielen Müttern, dass sie im Pfiffikus Kleidung bekommen, die bereits mehrmals gewaschen und daher frei von Schadstoffen ist. „Wir bekommen auch oft Komplimente dafür, wie gut sortiert und schön dekoriert unser Laden ist“, fügt Schäfer hinzu.

Alle Helferinnen arbeiten ehrenamtlich

Möglich ist all das durch die Arbeit der derzeit elf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Zwei von ihnen sind schon fast von Anfang an dabei, die anderen nach und nach dazugestoßen. Einige waren selbst Kundinnen. Gerda Kunkel zum Beispiel war zufällig mit ihrer Schwester im Waiblinger Laden einkaufen und traf dort ihre Bekannte, Christa Hecht. Letztere half dort bereits – sie war über ihre Nichte darauf gekommen – und überzeugte Kunkel, es doch auch mal zu versuchen. „Es ist einfach eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung“, sagt Kunkel. Ihr gefalle der nette Kontakt mit den Müttern und Kindern. „Außerdem ist das Zeug ja teilweise wie neu, die Kinder wachsen so schnell raus. Es wäre so schade, es wegzuwerfen“, ergänzt Hecht.

Für Waltraud Plessing, Ehrenamtliche der ersten Stunde, ist es einfach Hilfe am richtigen Ort: „Die Kinder können es brauchen“, sagt sie. Auch Monika Aldinger ist fast von Anfang an dabei, sie hat Siglinde Lehmann dazugeholt. Es sei auch eine nette Gemeinschaft unter den Ehrenamtlichen, sagen die beiden. Das sieht auch Bruni Metzler so: „Das Miteinander hier ist wirklich schön. Man hilft und hat trotzdem richtig Spaß dabei.“

Laden soll häufiger öffnen

Gerne würden die Helferinnen den Laden auch häufiger öffnen, doch dafür fehlen Mitarbeiter. Mit Urlaubsvertretungen, privaten Terminen und unterschiedlichen Aufgaben stoßen die elf Frauen schnell an ihre Grenzen. Die Nachfrage bei den Kunden sei jedenfalls da, das werde ihnen immer wieder zurückgemeldet. „Manchmal kommen Kunden sogar aus Winnenden und Esslingen hergefahren und sagen: Schade, dass es so was bei uns nicht gibt“, berichtet Hecht.


Wo und wann?

  • Träger des Kleiderladens Pfiffikus ist in Waiblingen der Förderverein Kinderschutzbund, in Schorndorf der Kinderschutzbund selbst.
  • Der Kleiderladen Pfiffikus in Waiblingen (Schmidener Straße 5) hat dienstags, mittwochs und samstags, jeweils von 10 bis 13 Uhr, sowie dienstags und mittwochs zusätzlich von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Es werden weitere Ehrenamtliche gesucht, um den Laden noch häufiger öffnen zu können. Auch Spenden oder Mitgliedschaften sind möglich.
  • Wer Lust hat, den Laden zu unterstützen, kann sich per Mail an foerderverein-kinderschutzbund@email.de oder telefonisch unter 01 52/27 31 38 66 melden.