Waiblingen

Krimitour durch Waiblingen mit Autor Jürgen Seibold

Jürgen Seibold
Autor Jürgen Seibold mit seinem neuen „Remslingen“-Krimi am Bädertörle – einer Station der Tour. © Benjamin Büttner

Regionalkrimi-Autor Jürgen Seibold sitzt gerne vor dem Café Tagblatt und trinkt dort, mit Blick über den Waiblinger Marktplatz, seinen Kaffee. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Autor für seine neue Krimireihe „Lesen auf eigene Gefahr“ als Hauptschauplatz Waiblingen herausgesucht hat. Zwar heißt die Stadt bei ihm im Buch „Remslingen“ – die Parallelen sind jedoch unübersehbar. Nur hier und dort sind ein paar Häuser in seiner Fantasie durcheinandergesprungen.

Viele Szenen spielen in der Waiblinger Altstadt

Bereits die Schauplätze vieler Szenen aus dem ersten Band „Schneewittchen und die sieben Särge“ kann man ganz bequem zu Fuß von der Waiblinger Altstadt aus der Reihe nach besuchen. Schließlich hat der Protagonist Robert Mondrian seine Buchhandlung, die rein zufällig etwas der echten Buchhandlung Taube ähnelt, direkt am Marktplatz. Deswegen hatte Jürgen Seibold schon bei der Premiere des ersten Buches vor einem Jahr eine „Mordstour“ veranstalten wollen: Eine Stadtführung, bei der er nicht nur erklärt, was er sich bei dieser oder jener Szene in seinem Buch gedacht hat, sondern bei der auch die Waiblinger Stadtgeschichte Thema ist.

Wegen Corona konnte diese Tour damals für „Schneewittchen und die sieben Särge“ nur als eine Art digitale Schnitzeljagd mit QR-Codes und vorgefertigten Ton- und Videoaufnahmen stattfinden – ohne Autor oder Lesergruppe vor Ort. Diese virtuelle Tour zum ersten Buch kann nach wie vor gemacht werden: Start ist an der Buchhandlung Taube. Hier im Schaufenster ist der erste QR-Code und eine kurze Beschreibung platziert.

"Sein oder Totsein" ist im Juli erschienen

Am Samstag, 9. Oktober, ist es aber endlich so weit: Es wird eine Stadtführung – eine „Mordstour“ – mit echten Menschen vor Ort in der Waiblinger Altstadt geben. Veranstalter ist die WTM Waiblingen. Die Mordstour kommt immerhin einigermaßen pünktlich zur Veröffentlichung des zweiten Bands der Reihe „Lesen auf eigene Gefahr“. Am ersten Juli ist „Sein oder Totsein“ beim Piper Verlag erschienen.

Wie der Titel schon nahelegt, tauchen im zweiten Band keine Märchenmotive auf, stattdessen spielt ein Sonett William Shakespeares eine zentrale Rolle. Wer den ersten Band gelesen hat, trifft in der Fortsetzung viele bekannte Figuren wieder: neben Protagonist Robert Mondrian unter anderem auch Buchhändler-Assistent Alfons, dessen Freundin Marie und Feinkosthändlerin Sonja. Und es gibt natürlich auch wieder einen Leichenfund in Waiblingen alias Remslingen.

Stadtführer Wolfgang Wiedenhöfer ist mit von der Partie

Wie üblich bei Seibolds Regionalkrimis, soll das Buch nicht nur spannend sein, sondern den Leser zwischendurch auch zum Schmunzeln bringen. Außerdem habe er wieder eine Art „Happy End“ angestrebt, sagt der Autor. „In dieser Hinsicht bin ich wohl ein bisschen harmoniesüchtig für einen Krimiautor.“

In der neuen Mordstour kommen nicht nur Szenen aus dem neuen Buch vor, auch der erste Band wird miteinbezogen. Rund eineinhalb Stunden soll die Tour durch Waiblingen dauern. Bei der ist nicht nur Autor Jürgen Seibold dabei, sondern auch Stadtführer Wolfgang Wiedenhöfer. Mit dem hatte der Krimiautor schon für die virtuelle Tour zusammengearbeitet. Bei der „echten“ Mordstour sollen Erklärungen zu Seibolds „Remslingen“-Krimis und Historisch-Wissenswertes über die Stadt noch enger ineinandergreifen.

Während Seibold an verschiedenen Beispielen etwas zu den Figuren und Schauplätzen in „Schneewittchen und die sieben Särge“ und „Sein oder Totsein“ und dem fiktiven „Remslingen“ erzählen wird, steuert Wolfgang Wiedenhöfer die harten Fakten über die Stadtgeschichte bei – auf möglichst lockere und unterhaltsame Weise. „Er hat da auch wirklich tolle Ideen“, lobt Seibold den Stadtführer. Projekte wie diese Mordstour seien eben genau das, was seinen Beruf so interessant mache: „Ich freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, mit was für tollen Leuten ich etwas zusammen machen kann.“

Mordstour wird bei Bedarf wiederholt

Die Führung soll ungefähr zehn Stationen haben – welche genau das sind, verrät Jürgen Seibold aber noch nicht. „Es wird aber auf jeden Fall mehr als nur eine Runde laufen“, verspricht der Autor. Die Führung endet um 17.30 Uhr bei einem Büchertisch vor der Buchhandlung Taube.

Die Mordstour am 9. Oktober ist als eine Art Premiere geplant: Je nachdem, wie das Format ankommt, könne er sich gut vorstellen, die Tour zu wiederholen. Auch die „Remslinger“-Krimireihe ist mit Band zwei noch nicht zu Ende: Jürgen Seibold schreibt aktuell bereits am nächsten Band. Auch dieser soll wieder in Waiblingen spielen – Leser können sich auf ein Herr-der-Ringe-Wortspiel im Titel freuen, verrät der Autor.

Regionalkrimi-Autor Jürgen Seibold sitzt gerne vor dem Café Tagblatt und trinkt dort, mit Blick über den Waiblinger Marktplatz, seinen Kaffee. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Autor für seine neue Krimireihe „Lesen auf eigene Gefahr“ als Hauptschauplatz Waiblingen herausgesucht hat. Zwar heißt die Stadt bei ihm im Buch „Remslingen“ – die Parallelen sind jedoch unübersehbar. Nur hier und dort sind ein paar Häuser in seiner Fantasie durcheinandergesprungen.

Viele Szenen

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